Zivildienst (Wehrersatzdienst)

Seit 1975 kann der Grundwehrdienst in Österreich verweigert werden. Die Alternative dazu ist der Zivildienst, den du dann ableisten musst. Hierbei hast du es vorwiegend mit sozialen Tätigkeiten in Krankenhäusern oder Altenheimen zu tun, im Rettungsdienst oder Kranken-/Behindertentransport. 

©iStockphoto.com/anne de Haas

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Den Zivildienst kannst du als Mann (für Frauen gibt´s das Freiwillige soziale Jahr - FSJ) alternativ zum Bundesheer ableisten. Du musst in der Regel lediglich bei der Musterung (Stellung) angeben, dass du Zivildienst leisten möchtest. Keine Angst: Die Zeiten, in denen man vor einer Kommission aussagen musste, WARUM man den Dienst an der Waffe verweigert, sind längst vorbei. Lass dich auch nicht unter Druck setzen. Ungefähr 1/3 aller Männer entscheidet sich für diesen "Wehrersatzdienst".

Es genügt eine „formelle Erklärung“ (Formular zum Ausfüllen), dass du Zivildienst machen möchtest. Dabei kannst du auch gleich einen Wunsch abgeben, wo du eingesetzt werden möchtest. Diese Erklärung kannst du auch widerrufen. Dann musst du dich aber natürlich auf einen baldigen Einsatz im Bundesheer gefasst machen!

ACHTUNG: Dennoch solltest du dich absichern: Downloade das Formular schon vor der Stellung (siehe Link oben), lies es vollständig durch und fülle es gewissenhaft aus. Erfüllst du alle Bedingungen? Lass dir den Empfang des Formulars bei der Musterung bestätigen oder sende ein eingeschriebenes Schreiben (mit Kopie Zuhause) an dein zuständiges Militärkommando! Du kannst diese Erklärung auch bis zu 6 Monate nach der Feststellung deiner Tauglichkeit und maximal bis zum 2. Tag VOR dem Tag deiner Einberufung abgeben (D.h. dann solltest du es besser nicht mehr mit der Post schicken!).

Im Gegensatz zum Präsenzdienst dauert der Zivildienst 9 Monate, ist also 3 Monate länger. Wenn du möchtest, besteht meist die Option, den Zivildienst bei besseren Bezügen (Lohn) und besserer arbeitsrechtlicher Stellung, sogar noch um 3 Monate zu verlängern. Da der Einsatz meist im Bereich der Pflege (Krankenhaus, Krankentransport, Altersheim, Behindertenbetreuung…) stattfindet, ist das eine gute Gelegenheit, einen „Fuß in die Tür“ zu kriegen, falls hier ein berufliches Interesse besteht.

Übrigens ist der Zivildienst in der Regel besser bezahlt als der Präsenzdienst. Dies liegt daran, dass Zivildienern eine (von den Umständen abhängige und daher unterschiedlich hohe) Vergütung für die Verpflegung ausbezahlt werden muss, sofern eine Naturalverpflegung (also eine Verköstigung in dieser Einrichtung) nicht möglich ist.

Zuständig für die Verwaltung des Zivildienstes ist die Zivildienstserviceagentur im Innenministerium. Hier bekommst du auch umfassende Informationen.

Bedenke aber: Mit dem Zivildienst ist ein 15-jähriges Waffenverbot verbunden. Bei bestimmten Berufen (z. B. Wachdienste) könnte das unter Umständen später einmal zu einem Problem werden.  

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