Uni-Budget: Graz mit 40 neuen Professoren und neuen Beschränkungen

24. Oktober 2018 - 14:41

Die Universität Graz wird bis 2021 40 zusätzliche Professuren in Laborfächern und stark nachgefragten Studien einrichten, in vier zusätzlichen Fächern (Jus, Umweltsystemwissenschaften, Pädagogik, Transkulturelle Kommunikation) gibt es ab Herbst 2019 Aufnahmeverfahren. Das ist das Ergebnis der nun abgeschlossenen Leistungsvereinbarungs-Verhandlungen mit dem Bildungsministerium für 2019 bis 2021.

Auch die Qualifizierung von Nachwuchswissenschaftern wird ausgebaut
Auch die Qualifizierung von Nachwuchswissenschaftern wird ausgebaut

Für die kommenden drei Jahre stehen der Uni 614 Mio. Euro und damit um 77 Mio. bzw. 14,4 Prozent mehr zur Verfügung als in der laufenden Drei-Jahres-Periode. Damit sei nicht nur die Weiterführung des Status Quo gesichert, die Mittel ermöglichen laut Rektorin Christa Neuper "ein umfassendes Investitionsprogramm in zwei Kernbereichen der Universität Graz: Ausbau der Forschung und der Profilbildung sowie Verbesserung der Studienbedingungen".

Neben mehr Professuren zur Verbesserung der Betreuungsverhältnisse und Prüfungsaktivität der Studenten soll auch die Qualifizierung von Nachwuchswissenschaftern ausgebaut werden: Die Zahl der Doktoranden mit einer 30-Stunden-Stelle soll plangemäß von derzeit 230 um 80 anwachsen. Die Mittel für den Bereich Infrastruktur wurden laut Neuper im Vergleich zum Status Quo auf bis zu 15 Mio. Euro verdreifacht, damit werden laut Plan Forschungsgeräte, digitale Ausstattung und Laborplätze finanziert.

Thematische Schwerpunkte

Thematisch will die Hochschule in den kommenden drei Jahren verstärkt auf "besonders gesellschaftsrelevante Schwerpunkte" wie Klimawandel und Molekulare Biowissenschaften setzen. Zusätzliche Professuren und Infrastruktur gibt es laut Plan außerdem für Forschung über Modellbildungen zum besseren Verständnis komplexer Systeme beim Menschen und in der Natur, Auswirkungen technischer Innovationen auf Recht und Wirtschaft und Herausforderungen für Europa.

Ab Herbst 2019 dürfen die Unis neben den bisherigen Zugangsbeschränkungen österreichweit auch zusätzlich Aufnahmeverfahren in den Bereichen Jus, Fremdsprachen und Erziehungswissenschaften einführen. Darüber hinaus können sie in nur lokal überlaufenen Studienrichtungen Zugangsregeln implementieren. Die Uni Graz nützt diese Möglichkeiten in Rechtswissenschaften, Pädagogik, transkultureller Kommunikation (Vorstufe zum Masterstudium Übersetzen bzw. Dolmetsch) sowie Umweltsystemwissenschaften. In anderen Bereichen verzichtet sie darauf.

Darüber hinaus werden laut "Kleiner Zeitung" (Mittwochausgabe) auch die Studienplätze in schon bisher zugangsbeschränkten Studien reduziert: In der Pharmazie von 384 auf 315 und in der Molekularbiologie von 322 auf 260.

(APA/red, Foto: APA/cp-pictures)



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