Verhaltens- Neuro- und Kognitionsbiologie

Masterstudium

Letztes Update: 21.01.2018
BEREICH:
Naturwissenschaft
DAUER:4 Semester
ECTS:
120
ABSCHLUSS:Master of Science (MSc)
TYP:
Präsenzstudium
ANWESENHEIT:
Vollzeit
STUDIENGEBÜHR:prinzipiell nein
DETAILS:https://slw.univie.ac.at/...
WSGesamtδ Vorsemester
09/10342054
10/11482977+42.59%
11/12523082+6.49%
12/13632992+12.2%
13/14574198+6.52%
14/155751108+10.2%
15/166352115+6.48%

Quelle: UNI:DATA BMWF

Über das Studium:

Das Ziel des Masterstudiums Verhaltens-, Neuro- und Kognitionsbiologie ist es, das breite Spektrum moderner Verhaltens-, Neuro- und Kognitionsbiologie zu vermitteln. Die Inhalte wurden so angelegt, dass sie die verschiedenen Disziplinen der Neuro- und Verhaltenswissenschaften übergreifend miteinander verknüpfen. Die Studierenden erhalten vertiefte Kenntnisse über die Wechselwirkungen zwischen Verhalten und physiologischen Prozessen bei Tier und Mensch. Ein breites Spektrum an Lehrveranstaltungen vermittelt Wissen über neurobiologische, ethologische, verhaltens- und sinnesphysiologische Grundlagen sowie über die theoretischen, modellorientierten und technischen Hintergründe. Durch die frühzeitige Einführung der Studierenden in die Forschungsarbeit wird neben dem Erlernen problemorientierter Arbeitsmethoden ein Verständnis für aktuelle Fragen vermittelt. 

Fächer:

Diesen Fächern begegnest du u.a. im Studienplan:

Fortpflanzung und Biologische Rhythmen, Kognitionsbiologie, Kommunikation bei Tieren, Lautkommunikation im Tierreich, Mensch-Tier-Beziehung, Molekulare Neurobiologie, Neuroanatomie, Neurobiologie, Soziale Mechanismen, Verhaltensbiologie, Verhaltensendokrinologie, Verhaltensphysiologie, Wissenschaftliches Arbeiten, Zelluläre Neurobiologie

Studieninhalt

Spezialisierungen:

Verhaltensbiologie - Behavior: Aufbauend auf die bereits erworbenen Grundlagen, werden weiterführende Kenntnisse über spezielle Bereiche der Verhaltensbiologie, wie z.B. Verhaltensendokrinologie, Kommunikation, Sozialverhalten und Tier-Mensch-Beziehungen vermittelt. Dies führt zu einem vertieften Verständnis von verschiedenen Verhaltensmechanismen, deren Interaktionen mit physiologischen Prozessen, umweltbedingter Variation und evolutionären Hintergründen. Die Studierenden erwerben erweiterte Fähigkeiten in der Anwendung moderner ethologischer und verhaltensphysiologischer Methoden, Techniken und Analyseverfahren im Rahmen von spezifischen Fragestellungen. Darüber hinaus sind Erfahrung in Teamarbeit sowie selbständiger Planung und Durchführung von Verhaltensbeobachtungen und Experimenten wesentliche Ziele der Vertiefung Verhaltensbiologie.

Neurobiologie - Neurobiology: Im Mittelpunkt stehen Struktur und Funktion von Nervensystemen, der Sinne und der Motorik von Tieren unterschiedlicher Organisationsniveaus. Den Studentinnen und Studenten wird ein Verständnis verschiedener Komplexitätsebenen, vom Molekül bis zum Verhalten, vermittelt. Dabei werden sie mit den physiologischen Elementarvorgängen und ihren strukturellen Grundlagen vertraut. Darüber hinaus wird vermittelt, wie Nerven- und Sinnessysteme komplexe Körperfunktionen und Regelvorgänge steuern. Die erworbenen theoretischen Kenntnisse werden durch selbständig durchgeführte Experimente praktisch angewandt und vertieft. In begleitenden Seminaren befassen sich die Studentinnen und Studenten mit Themen der aktuellen Forschung. Wie in den Neurowissenschaften generell spielen auch in der Vertiefung Neurobiologie transdisziplinäre Aspekte eine große Rolle.

Kognitionsbiologie – Cognition: Die Absolventinnen und Absolventen sollen befähigt werden, Kognition im umfassenden und besonders im biologischen Sinn zu verstehen. Dieses Verständnis beinhaltet stammes- und entwicklungsgeschichtliche Dimensionen, Funktionen und Mechanismen bei Tieren
und Menschen, aber auch die Zusammenhänge von Genetik und Umwelt, von Natur und Kultur, und von Evolution und Ethik, wobei die gewonnenen Kenntnisse bei der Durchführung experimenteller Forschung in Kleingruppen praktisch angewandt und vertieft werden. Dieser Schwerpunkt ist als integrativer forschungsbezogener Studiengang konzipiert, da er vielfältige interdisziplinäre Anknüpfungspunkte (zur Philosophie, Psychologie, Soziologie, Medizin, Künstliche Intelligenzforschung, Linguistik) ermöglicht und in aktuellen Forschungsschwerpunkten der Fakultät für Lebenswissenschaften verankert ist.

Studienaufbau:

Die Studierenden haben 25 ECTS-Punkte an Pflichtmodulen, 35 ECTS-Punkte aus der Wahlmodulgruppe Verhaltens-, Neuro- und Kognitionsbiologie, 30 ECTS-Punkte aus den Wissenschaftlichen Zusatzqualifikationen für Biologinnen und Biologen und eine Masterarbeit samt Defensio im Ausmaß von 30 ECTS-Punkten zu absolvieren. 

Qualifikationsprofil:

Die Absolventinnen und Absolventen des Masterstudiums Verhaltens-, Neuro- und Kognitionsbiologie sind befähigt, selbständig wissenschaftliche Arbeiten (inkl. Planung und Durchführung und Auswertung) auszuführen. Sie besitzen die Fähigkeit zur Vernetzung von analytischen und synthetischen Betrachtungsweisen bei der Untersuchung von tierischen Organismen auf den unterschiedlichsten Organisationsebenen, vom Molekül bis zur Population. Außerdem sind sie in der Lage, weitere Spezialkenntnisse eigenständig zu erwerben und sich in nahe stehende Fachgebiete einzuarbeiten. Sie verfügen über die Fähigkeit, fachlich relevante Fragen zu behandeln und zu diskutieren. Sie besitzen umfassende, dem neuesten Wissensstand entsprechende praktische und theoretische Kenntnisse in ihrem Fachgebiet.

Die Absolventinnen und Absolventen sind dadurch qualifiziert, ein Doktoratsstudium zu beginnen. Daneben können sich die Absolventinnen und Absolventen nach Wahl wissenschaftliche Zusatzqualifikationen und Schlüsselkompetenzen aneignen. Durch die im Curriculum vorgesehenen Möglichkeiten zur Wahl differenzierter Studieninhalte erwerben die Absolventinnen und Absolventen zudem die Fähigkeit, Schwerpunktsetzungen auch im künftigen Berufsleben eigenverantwortlich vorzunehmen.

Berufsaussichten / Jobs:

AbsolventInnen können in folgenden Bereichen tätig sein:

  • Lehr- und/oder Forschungstätigkeit an Universitäten, Akademie-Instituten und anderen außer-universitären Forschungsinstitutionen,
  • Tätigkeit bei Behörden und Bundesämtern (in Österreich etwa in Umweltabteilungen der Landesregierungen, Umweltbundesamt, Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit)
  • Forschungsadministration in Ministerien, Parlamenten, Universitäten und Firmen sowie in Organisationen der Forschungsförderung, planung und –bewertung
  • Tätigkeit in Zoologischen Gärten, Aquarienhäusern und im Bereich der Aquaristik
  • Beratende Funktionen im Rahmen der Heim- und Nutztierhaltung
  • Gutachtertätigkeit und Mitarbeit in Naturschutzreferaten auf nationaler und internationaler Ebene
  • Tätigkeit im Rahmen von Umwelt-, Arten- und Tierschutz
  • Wissenschaftsjournalismus, wissenschaftliche Dokumentation und Lektoratstätigkeiten (Publikationsorgane, Verlage, Firmen und andere Organisationen)
  • Öffentlichkeitsbezogene Präsentationen (Ausstellungen, Multimedia, „Öko-Events“)
  • Wissenschaftsmanagement und Labororganisation
  • Beratung und Mitgestaltung in umweltpolitischen Bereichen.
  • Risikobewertung und -forschung („risk assessment)

Einstiegsvoraussetzungen:

Die Zulassung zum Masterstudium Verhaltens-, Neuro- und Kognitionsbiologie setzt den Abschluss eines fachlich in Frage kommenden Bachelorstudiums oder eines fachlich in Frage kommenden Fachhochschul-Bachelorstudienganges oder eines anderen äquivalenten Studiums an einer anerkannten inländischen oder ausländischen postsekundären Bildungseinrichtung voraus, soweit die Gleichwertigkeit grundsätzlich gegeben ist. 
 
Fachlich in Frage kommend ist jedenfalls das Bachelorstudium Biologie an der Universität Wien. Wenn die Gleichwertigkeit grundsätzlich gegeben ist und nur einzelne Ergänzungen auf die volle Gleichwertigkeit fehlen, können zur Erlangung der vollen Gleichwertigkeit zusätzliche Lehrveranstaltungen und Prüfungen im Ausmaß von maximal 30 ECTS-Punkten vorgeschrieben werden, die im Verlauf des Masterstudiums zu absolvieren sind. Die zur Erreichung der vollen Gleichwertigkeit notwendigen Prüfungen werden vom zuständigen akademischen Organ im Einzelfall festgelegt. 


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