Archäologie

Masterstudium

Letztes Update: 02.08.2018
BEREICH:
Geistes- und Kulturwissenschaft
DAUER: 4 Semester
ECTS:
120
ABSCHLUSS: Master of Arts (MA)
TYP:
Präsenzstudium
ANWESENHEIT:
Vollzeit
STUDIENGEBÜHR: prinzipiell nein
DETAILS: https://studien.uni-graz....
WS Gesamtδ Vorsemester
10/110 1 1
11/120 3 3 +200%
12/130 4 4 +33.33%
13/146 6 12 +200%

Quelle: UNI:DATA BMWF

Über das Studium:

Das Fach Archäologie (Klassische und Provinzialrömische Archäologie) versteht sich als eine historische Kulturwissenschaft. Gegenstand von Forschung und Lehre ist die materielle Hinterlassenschaft der antiken Kulturen des Mittelmeerraumes (speziell der griechischen und italischrömischen Kultur) sowie seiner Randgebiete und der von diesen geprägten Kulturen des Römischen Reiches. In dem dadurch definierten zeitlichen und geographischen Raum konzentriert sich das Masterstudium Archäologie vertieft auf Problemstellungen, die sich aus jeweils aktuellen Forschungsfeldern ergeben. Im Rahmen des gesamtuniversitären Grazer Forschungsschwerpunktes „Kultur- und Deutungsgeschichte Europas“ ist die Forschung am Institut für Archäologie derzeit auf den Forschungsbereich „Die Kulturen des antiken Mittelmeerraumes und ihre Bedeutung für die Geistes- und Kulturgeschichte Europas“ konzentriert, wobei auch der zweite gesamtuniversitäre Schwerpunkt „Südöstliches Europa“ berücksichtigt wird. Dies wirkt sich auf das Masterstudium der Archäologie in Graz dahingehend aus, dass spezielle Fragestellungen aus Forschungsfeldern der Klassischen und der Provinzialrömischen Archäologie nicht nur gleichberechtigt nebeneinander stehen, sondern auch in einen inhaltsanalytischen Zusammenhang gebracht werden müssen. Die mit archäologischen Methoden zu erforschende Sachkultur des Ostalpen-, Adria-, Donau- und Balkanraums wird in Forschung und Lehre forciert.

Die Archäologie behandelt jedwede Art materieller Spuren vergangener Kulturen, die sie anhand der ihr zur Verfügung stehenden Feldmethoden als Quellen erschließt und anhand ihrer spezifischen regelhaften Verfahren zur Aufbereitung und Analyse bearbeitet. Der Quellenwert archäologischer Spuren leitet sich von deren materiellen Habitus und von der Fundsituation ab. Durch das im Masterstudium Archäologie in Theorie und Praxis vertieft vermittelte Erkennen, Aufdecken, (digitale) Dokumentieren, Klassifizieren, Rekonstruieren, Vergleichen und Deuten der archäologischen Quellen werden Lebensformen und Verhaltensweisen der Menschen der oben definierten Kulturkreise erforscht und verständlich gemacht. Die Archäologie leistet dabei durch die Publikation ihrer Forschungsergebnisse für die jeweils behandelten Zeiten und Räume einen Beitrag zur Kenntnis des historischen Universums. Auf die dazu nötige Fähigkeit zur schriftlichen und mündlichen Darlegung wissenschaftlicher Erkenntnisse wird im Masterstudium Archäologie besonderer Wert gelegt. Das Abfassen einer wissenschaftlichen Standards genügenden Masterarbeit dient daneben auch der in der heutigen scientific community unumgänglichen Spezialisierung.

Die Verbindung von Klassischer und Provinzialrömischer Archäologie in Lehre und Forschung mit Betonung berufsnaher Praxis ist in der Universitätslandschaft des deutschen Sprachraumes selten. Die Vernetzung mit den Nachbarfächern der Klassischen und Provinzialrömischen Archäologie – das sind die übrigen Altertumswissenschaften, die Ur- und Frühgeschichte, die Archäologie der Mittelalters und der Neuzeit, die Kunstgeschichte, die Geschichte, Europäische Ethnologie, sowie alle anderen kulturwissenschaftlichen Fächer, in denen aus der Antike stammende Bereiche behandelt werden, sowie die im Rahmen der Feldarchäologie und Fundauswertung zum Einsatz kommenden Naturwissenschaften – gilt dabei als selbstverständlich und wird im Masterstudium in der Lehre gezielt gefördert.

Fächer:

Diesen Fächern begegnest du u.a. im Studienplan:

Frühgeschichte, Grabung, Griechische Archäologie, Italienisch-römische Archäologie, Lehrgrabung, Mittelalterarchäologie, Provinzialrömische Archäologie, Urgeschichte

Qualifikationsprofil:

Im Sinne einer berufsnahen wissenschaftlichen Ausbildung sind die Lehrinhalte des Masterstudiums geeignet, folgende Kenntnisse und Fähigkeiten zu vermitteln:

a) Vertiefte Denkmälerkenntnis bzw. Kenntnis der materiellen Hinterlassenschaften der antiken Kulturen des Mittelmeerraumes sowie der Römischen Provinzen mit Schwerpunkt im Alpen- und Donauraum.

b) Die Fähigkeit Denkmäler, Befunde und Artefakte der Antike einer Analyse zu unterziehen und sie aufgrund ihrer formalen und inhaltlichen Charakteristika stilistisch, typologisch, chronologisch und topographisch einzuordnen.

c) Theorie und Methodik der wissenschaftlichen Arbeit und deren Anwendung in der Praxis (wissenschaftliche Berufsausbildung).

d) Selbstständige Ausgrabung, Fundbearbeitung und Fundauswertung.

e) Die Fähigkeit zur Vorlage selbstständiger wissenschaftlicher Arbeiten.

Studierende des Masterstudiums Archäologie sollen nach Absolvierung des Studiums in der Lage sein,

a) die erworbene Denkmälerkenntnis analytisch und vergleichend auf den eigenen Forschungsgegenstand anzuwenden;

b) selbstständig die wissenschaftliche Sekundärliteratur kritisch zu rezipieren und zu reflektieren;

c) eigenständige wissenschaftliche Arbeiten zu verfassen;

d) eine archäologische Ausgrabung durchzuführen;

e) sich an Fundaufarbeitungs- und Ausstellungsprojekten auch in leitender Position zu beteiligen;

f) sich in eine Forschungsgruppe zu integrieren, im Team zu arbeiten und innerhalb eines Teams Arbeitsgruppen zu leiten und anzuleiten.

Berufsaussichten / Jobs:

Das abgeschlossene Masterstudium Archäologie stellt die Qualifikation für eine Reihe von Arbeitsbereichen dar:

a) Mitarbeit an Forschungsprojekten einschlägiger Universitätsinstitute und außeruniversitärer Forschungseinrichtungen

b) Assistenzstellen im Forschungs- und Lehrbetrieb der Universität und an anderen Forschungsinstitutionen

c) Tätigkeit in archäologischen Abteilungen von Museen sowie im facheinschlägigen Ausstellungsbetrieb im In- und Ausland

d) Fachliche Leitung feldarchäologischer Projekte (Grabung, Prospektion, Landesaufnahme)

e) Selbstständige Befund- und Fundbearbeitung im Rahmen von Forschungsprojekten

f) Tätigkeit in der archäologischen Praxis im Rahmen von Unternehmungen professioneller Grabungsfirmen und archäologischer Vereine

g) Gründung einer facheinschlägigen Firma

h) Sonstige Tätigkeiten im öffentlichen und privaten Bereich, wie Kulturtourismus, Kulturmanagement, Kulturvermittlung, Kulturjournalismus, Kunsthandel, Verlagswesen, Fachbuchhandel, Bibliotheken, Vermessungswesen.

Einstiegsvoraussetzungen:

Voraussetzung für die Zulassung zum Masterstudium Archäologie ist der Abschluss eines fachlich in Frage kommenden Bachelorstudiums oder eines fachlich in Frage kommenden FachhochschulBachelorstudienganges oder eines anderen gleichwertigen Studiums an einer anerkannten inländischen oder ausländischen postsekundären Bildungseinrichtung. Der Nachweis der allgemeinen Universitätsreife gilt durch den Nachweis dieser Zulassungsvoraussetzung jedenfalls als erbracht. Über die Zulassung entscheidet gemäß § 60 Abs. 1 UG das Rektorat.

(a) Vor der Zulassung zum Masterstudium Archäologie ist zur Reifeprüfung an höheren Schulen ohne Pflichtfach Latein/Griechisch gemäß § 2 Abs. 1 lit. a bzw. b UBVO 1998, BGBl. II Nr.44/1998 in der Fassung BGBl. II Nr. 26/2008 eine Zusatzprüfung aus Latein bzw. Griechisch abzulegen, sofern nicht Latein bzw. Griechisch an einer höheren Schule im Ausmaß von mindestens zehn Wochenstunden erfolgreich besucht wurde oder im Rahmen eines vorangehenden Bachelorstudiums die entsprechenden Latein- bzw. Griechischkenntnisse nachgewiesen wurden.

(b) Als Abschluss eines fachlich in Frage kommenden Bachelorstudiums oder eines fachlich in Frage kommenden Fachhochschul-Bachelorstudienganges oder eines anderen gleichwertigen Studiums an einer anerkannten inländischen oder ausländischen postsekundären Bildungseinrichtung im Sinne des § 1 Abs. 1 des Curriculums für das Masterstudium Archäologie gilt der Nachweis über 90 ECTSAnrechnungspunkte an archäologischen Fächern, die auch Berufspraxis oder berufspraktische Lehrveranstaltungen sowie Lehrgrabungen und Exkursionen im Ausmaß von 16 ECTSAnrechnungspunkten umfassen.

(c) Wenn die Gleichwertigkeit grundsätzlich gegeben ist und nur einzelne Ergänzungen auf die volle Gleichwertigkeit fehlen, ist das Rektorat berechtigt, die Feststellung der Gleichwertigkeit mit der Auflage von Prüfungen zu verbinden, die während des Masterstudiums abzulegen sind.


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