Industrial Design scionic®

Masterstudium

Letztes Update: 24.05.2019
Studientyp:
Präsenzstudium
Anwesenheit:
Vollzeit
Kosten: prinzipiell keine Studiengebühr
Website: http://www.ufg.ac.at/?id=...

Über das Studium:

Das Masterstudium Industrial Design baut auf dem Bachelor-Studium Industrial Design auf. Das dort bereits erworbene Wissen und Verständnis für das Fach wird erweitert und vertieft, und ist so die Basis für die Fähigkeit zu selbständiger Entwicklung und Anwendung neuer Ideen und Lösungen.

Industrial Design steht am Scheideweg zwischen oberflächlichem Styling und technologischwissenschaftlicher Innovation mit multidisziplinären Wissensansätzen und deren Interdependenzen. Industrial Design, wie es hier gelehrt wird, konzentriert sich auf heuristische Inspirationen aus der Natur, virtuelle Modellbildung und iterative Optimierung sowie empirische Verifikation der Gestaltfindungen. Dabei ist Grundlagenforschung und (natur-)wissenschaftliche Herangehensweise Kern der Gestaltungsauffassung. Design ist kein (Kunst-)Handwerk, keine manuelle Modellbauausbildung, kein ‚Rendering with Markers’. Aus den in Projekten erarbeiteten Grundlagen können reale Anwendungen abgeleitet werden, jedoch muss dies nicht der Fall sein. In der Berufspraxis kann dies auf (groß-)industrielle Produkte und deren Programme bis hin zu ganzen Systemen abzielen; – oder aber auf die Heranführung klein- und mittelständischer Betriebe an Design als Vorteilsfaktor im globalen Verdrängungswettbewerb an sich technisch oder funktional vergleichbarer Produkte und Komponenten. Im Fokus der Tätigkeit steht die schöpferische Intuition – basierend auf Wissen, Erfahrung und Können – daraus abgeleitet die strategische Konzeption, gefolgt vom Entwurf und das Training im Neuheiten-Entwicklungsprozess.

Erst das Zusammenwirken ästhetischer, technologischer, wirtschaftlicher und psychologischer Faktoren lässt das entstehen, was hier unter Design zu verstehen ist. In Abgrenzung dieser Auffassung von dem mittlerweile schon negativ besetzten Begriff „Design“ wird dafür der Neologismus Scionic® *) propagiert. Dies referenziert auf die fundamentale Wissensdatenbank der Natur wie auf Zeichen im Sinne von Syntax, Semantik und Semiotik. Der Wirkungsbereich des so verstandenen Industrial Design ist, unter Berücksichtigung der vorgenannten Aspekte und Faktoren, im Kontext der gesellschaftlichen Normen und Konventionen Zeichen zu schaffen. Diese können zwei- oder dreidimensional sein, virtuell oder real, und Erscheinungsbilder industrieller Produkte, mobil oder immobil, und deren Programme sowie Systeme zu einer eigenständigen, zielgerichteten ästhetischen Gestalt führen.

Fächer:

Diesen Fächern begegnest du u.a. im Studienplan:

CAID, Darstellungsmethoden, Darstellungstechnik, Elementare Gestaltungslehre, Ergonomie, Fertigungstechnik, Gestaltung, Holz, Industrial Design, Kulturwissenschaft, Kunststoff, Kunstwissenschaft, Materialtechnologie, Metall, Modellbau, Scionic, Technik, Technologie, Umwelttechnologie, Wissenschaftliches Arbeiten

Qualifikationsprofil:

Die von Scionic® potentiell möglichen Leistungen für die Industrie wären: Eine Produkt- und Unternehmensdifferenzierung gegenüber den MitbewerberInnen, welche sich nicht allein auf Styling beschränkt, sondern eine charakteristischere, deutlichere Kennzeichnung der Produkteigenschaften und Produktleistungen durch Funktions-, Materialund Fertigungsinnovationen, eine nicht nur gestalterisch prägnante Positionierung am globalen Markt und somit dementsprechend tiefere Profilierung der Identitäten von Unternehmen sowie deren strategische Planung und Steuerung im Prozess als Innovationsmanagement!

Neben theoretischem Fachwissen, aktuellem Wissen über Oberflächen-, Material- und Fertigungstechnologien, der Fähigkeit, mögliche Inspirationen aus der Natur entsprechend zu analysieren und daraus morphologische Problemlösungsstrategien abzuleiten, ist vor allem auch der professionelle Umgang mit und Einsatz von Computer Aided Industrial Design Software und Rapid Prototyping Verfahren Teil des Qualifikationsprofils der AbsolventInnen. Sie sind in der Lage in einer virtuellen, vollständig geschlossenen Prozesskette (Concurrent bzw. Simultanous Engineering) diese Kenntnisse und Fähigkeiten selbständig und problemorientiert umzusetzen.

Berufsaussichten / Jobs:

Die AbsolventInnen des Master-Studiums Industrial Design können ihre Kenntnisse in zahlreichen Branchen und Unternehmen eigenständig anwenden, selbststeuernd und selbstorganisiert umsetzen. Dabei steht im Vordergrund die Beherrschung einer durchgängigen Prozesskette in der frühen Entwicklungsphase, d.h. die Integration der Designund Gestaltungsabteilung(en) in die Struktur des Produktentwicklungsprozesses. Neben allgemeinen Gestaltungsaufgaben können dies Maßnahmen für die Prozessverbesserung im Sinne eines Concurrent Engineering sein, das sind z.B.:

  • Definition von Organisationsstrukturen
  • Anpassung der Prozessstrukturen im Design / Change Management
  • Definition von Infrastrukturmaßnahmen, Investitionsplanung
  • Harmonisierung von Prozessabläufen und Datenstrukturen
  • Änderung / Neudefinition von Stellen- und Aufgabenbeschreibungen
  • Erstellung von Ausbildungskonzepten für Mitarbeiter

Die Einführung neuer Produkte auf gesättigten Märkten erfordert einen immer höheren Aufwand für Marketing und Produktdarstellung (u.a. als virtuelle Produktinszenierung). Auch hier können AbsolventInnen des Bachelorstudiums einen Beitrag leisten. Sie sind darüber hinaus in der Lage in designverwandten Bereichen wie Architektur oder Werbung ihre Kenntnisse anzuwenden, so dass nachfolgende Branchen als erweitertes Berufsfeld vorstellbar sind:

  • Automobil- und Automobilzulieferindustrie
  • Konsum- und Investitionsgüterindustrie
  • Luft- und Raumfahrtindustrie
  • Werbe- und Event Management Agenturen
  • Architekturbüros und Bauträger
  • Medien, Film und Fernsehen

Einstiegsvoraussetzungen:

Voraussetzungen für das Studium ist der Abschluss des Bachelor-Studiums Industrial Design an der Kunstuniversität Linz.

Andere abgeschlossene Studien (laut §64 Abs.V UG 2002) können über eine Zulassungsprüfung, in der die künstlerische Eignung nachgewiesen wird, als Eingangsvoraussetzung angerechnet werden. Die spezifische Eignung im Sinne der Inhalte des Bachelorstudiums Industrial Design an der Kunstuniversität Linz wird im persönlichen Fachgespräch und durch diesbezügliche Arbeitsproben sowie mittels einschlägiger universitärer Leistungsnachweise festgestellt.

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