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Lebensmittel- und Biotechnologie

Bachelorstudium

mit Zugangsbeschränkung

Letztes Update: 24.05.2019
Bereich: Chemie und Verfahrenstechnik 42
Umfang 6 Semester / 180 ECTS
Sprache:
Deutsch
Abschluss: Bachelor of Science (BSc)
Studientyp:
Präsenzstudium
Anwesenheit:
Vollzeit
Kosten: prinzipiell keine Studiengebühr
Website: http://www.boku.ac.at/stu...

Über das Studium:

Das Bachelorstudium "Lebensmittel- und Biotechnologie" ist eine einzigartige Verbindung aus Biologie, Chemie und (Verfahrens)Technik und weist damit einen stark interdisziplinären Charakter auf. Im Laufe der Studienzeit erwirbst Du umfassende Kenntnisse in der Verarbeitung, Veredelung und Aufbereitung von pflanzlichen und tierischen Rohstoffen sowie in der Herstellung biologischer Substanzen.

Im Laufe des Studiums lernst Du Methoden zur biologischen und technologischen Lebensmittelerzeugung sowie Verfahren zur Produktion von biologischen Substanzen, die für pharmazeutische Anwendungen von großer Bedeutung sind, kennen.  Darüber hinaus stehen im Bachelorstudium „Lebensmittel- und Biotechnologie“ die Forschung, Entwicklung, Planung und besonders die Optimierung von Verfahren nach biologischen Prinzipien im Vordergrund. Ziel ist es, Rohstoffe zu qualitativ hochwertigen Produkten unserer Ernährung, Gesundheit und Umwelt zu veredeln. Das Studium schafft somit eine fundierte naturwissenschaftliche und technische Ausbildung. Die bewusst technische Ausrichtung schafft andere Schwerpunkte als die themenverwandten Studien der Biologie oder der Ernährungswissenschaften.

Eine Vielzahl der Vorlesungen wird durch umfangreiche Pflichtübungen, die im Labor zu absolvieren sind, ergänzt. Durch diese umfangreichen Tätigkeiten hat das Studium eine große Praxisrelevanz. Im Zuge des Bachelorstudiums ist auch ein 4-wöchiges Industriepraktikum vorgesehen.

Fächer:

Diesen Fächern begegnest du u.a. im Studienplan:

Allgemeine Biotechnologie, Allgemeine Lebensmittelwissenschaften und -technologie, Allgemeine Mikrobiologie, Allgemeine Mykologie, Allgemeine Prozesstechnik, Allgemeine und Physikalische Chemie, Analytische Chemie, Analytische Chemie Übungen, Angewandte Mikrobiologie, Ausgewählte Kapitel der Verfahrenstechnik, Betriebsorganisation, Betriebswirtschaft, Biochemie, Biochemie des Stoffwechsels, Biochemische Übungen, Bioethik Chemisches Rechnen, Biointerfaces, Biologische Sicherheit, Bioprozesstechnik, Biotechnological products, Biotechnologie, Chemie, Chemie Übungen, Erneuerbare Ressourcen, Ernährungswissenschaften, Fermentation processes in food industry, Führung, Genetik, Genetische Ressourcen von Nutzpflanzen, Hygiene, Immunchemie, Immunologie, Innovationsmanagement, Instrumentelle Analytische Chemie, Introduction to Bioinformatics, Lebensmittel- und Biotechnologie, Lebensmitteltechnologie, Lebensmitteltechnologische Grundverfahren, Marketing, Marketing Rhetorik, Mathematik, Mathematik Übungen, Mechanische und thermische Verfahrenstechnik, Mess- und Regeltechnik, Mikrobielle Physiologie, Milchhygiene und -technologie, Moderationstechniken, Molekularbiologie, Molekularbiologie Übungen, Organisation, Organische Chemie für Lebensmittel- und Biotechnologen, Organische Chemie Übungen, Physik, Physikalische Chemie Übungen Zellbiologie, Plant Biotechnology, Produktion und Logistik, Prozesstechnik, Prozesstechnik Übungen, Präsentationstechnik, Qualitätsmanagement, Qualitätsmanagement Übungen, Rechtsgrundlagen, Statistik, Statistik Übungen, Technischer Umweltschutz Kreativtechniken, Technologie pflanzlicher Lebensmittel, Technologie tierischer Lebensmittel, Thermodynamik, Umweltmanagement, Verfahrenstechnisches Rechnen, Verhandlungstechnik, Wissenschaftliches Arbeiten, Wärme- und Stoffübertragung, biomaterials and biophysics in Nano- biosciences

Studieninhalt

  • Naturwissenschaftliche Grundlagen (Chemie, Molekularbiologie, Genetik,…)
  • Verfahrenstechnik, Energie- und Umwelttechnik (Messtechnik, Thermodynamik, Umweltanalytik,…)
  • Management und Recht (Qualitätsmanagement, BWL, Projektmanagement,…)
  • Lebensmittelwissenschaften (Hygiene, Verpackungstechnik, Enzymtechnologie,…)
  • Getränketechnologie (Technologie des Weines oder der Brauerei, spezielle Milchhygiene und –technologie,…)
  • Biotechnologie (Bioprozesstechnik, Bioethik, biologische Sicherheit,…)
  • Zell- und Molekularbiologie (Immunchemie, Molekulargenetik, Regulation des Zellstoffwechsels)
  • Praktikum (im Ausmaß von 4 Wochen)

Qualifikationsprofil:

Die Absolventinnen und Absolventen des Studiums der Lebensmittel- und Biotechnologie sind in der Lage theoretische und praktische Fachkenntnisse, unter Einsatz eines kritischen Verständnisses von Theorien und Grundsätzen, zu nutzen. Sie kennen sowohl chemische, biologische, verfahrenstechnische als auch wirtschaftliche Grundlagen in den Bereichen der Verarbeitung, Veredelung und Aufbereitung von Rohstoffen biologischen Ursprungs.

Sie sind fähig geeignete biologische und ingenieurwissenschaftliche Prinzipien und Methoden zur Produktion von Wertstoffen oder zur Entsorgung spezifischer Substanzen auszu-wählen und können die Vorteile und Nachteile von verschiedenen Verfahren beurteilen.

Die Absolventinnen und Absolventen beherrschen fortgeschrittene Fähigkeiten in den Fachbereichen Biologie, Chemie und Verfahrenstechnik. Sie können in diesen Bereichen Hintergründe komplexer Probleme recherchieren, Lösungen entwerfen und diese praktisch umset-zen.

Im Speziellen beherrschen die Absolventinnen und Absolventen praktische Fertigkeiten in organischer und anorganischer Chemie, in der Biochemie, in der Zell- und Molekularbiologie sowie in verfahrenstechnischen Anwendungen und sind somit fähig einerseits biotechnologische Prozesse, andererseits lebensmitteltechnologische Prozesse zu planen, durchzuführen und zu überwachen. Sie sind in der Lage die ausgewählten Prozesse mathematisch zu beschreiben, die Auswahl zu begründen und die benötigten mechanischen und thermischen Verfahrenstechniken auszuwählen. Sie können geeignete Versuchsbedingungen bestimmen und kontrollieren, sowie benötigte Gerätschaften und Materialien wählen und diese skizzie-ren.

Mit Abschluss des Studiums sind Absolventinnen und Absolventen mit dem Umgang mit ver-schiedenen EDV Systemen, von Text- und Tabellenbearbeitung über statistische Programme bis hin zu speziellen bioinformatischen EDV Anwendungen, vertraut.

Absolventinnen und Absolventen sind mit den Grundkonzepten des Qualitätsmanagements und den rechtlichen Hintergründen soweit vertraut, dass sie qualitative sowie quantitative Aussagen über Prozesse und Analysen treffen, Fehler analysieren sowie einfache Systeme zu deren Vermeidung aufbauen können. Sie können auf Grundlage des Wissens über die „Gute Herstellungspraxis“ argumentieren und Prozesse analysieren sowie Verbesserungsvorschläge liefern.

Durch die Vernetzung von naturwissenschaftlichen, technischen und sozial-, wirtschafts- und rechtswissenschaftlichen Aspekten ist Absolventinnen und Absolventen der verantwortliche Umgang mit Ressourcen finanzieller sowie materieller Natur vertraut. Sie sind fähig betriebliche Organisationsstrukturen im Ganzen sowie Teilaspekte und deren Aufgaben zu beschreiben, zeitliche Abläufe zu definieren und greifen hierbei auf eine vernetzte Ausbildung in den Bereichen Qualitäts- und Projektmanagement sowie Rechtsgrundlagen zurück.

Die Absolventinnen und Absolventen setzen sich mit ethischen Fragen im Kontext des gesamten Fachbereichs auseinander und können ihr Tun und Handeln kritisch hinterfragen und argumentieren.

Berufsaussichten / Jobs:

Für Absolventinnen und Absolventen dieses Bachelorstudiums ergeben sich sowohl im öffentlichen Sektor  (Verbände, Interessensvertretungen, Forschungs- und Prüfanstalten, Zertifizierungsbüros, Bereich Qualitätssicherung) als auch in der Privatwirtschaft Berufsfelder.

Die wichtigsten Industriezweige in denen Lebensmittel- und BiotechnologInnen eingesetzt werden sind die Lebensmittelindustrie, die Gärungsindustrie (z.B. Brauereien) und die pharmazeutische Industrie. Hier zum Beispiel in Forschungs- und Entwicklungsabteilungen oder dem technischen Management.

Einstiegsvoraussetzungen:

Die Zulassung zum Studium ist durch den Nachweis der allgemeinen Universitätsreife zu erbringen. Zusätzlich zur allgemeinen Universitätsreife ist für ausländische Studierende der Nachweis der besonderen Universitätsreife zu erbringen.

Relevante Meldungen:


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