Alpine Naturgefahren/Wildbach- und Lawinenverbauung

Masterstudium

Letztes Update: 30.07.2018
BEREICH:
Ingenieurswissenschaft
DAUER: 4 Semester
ECTS:
120
ABSCHLUSS: Diplomingenieur bzw. Diplomingenieurin (abgekürzt Dipl.-Ing. oder DI)
TYP:
Präsenzstudium
ANWESENHEIT:
Vollzeit
STUDIENGEBÜHR: prinzipiell nein
DETAILS: http://www.boku.ac.at/stu...

Über das Studium:

Der menschliche Lebensraum ist in vielen Bereichen von Naturgefahren betroffen. Veränderte Lebensansprüche erhöhen den Nutzungsdruck im alpinen Raum und führen zu einer Verknappung des vor Naturgefahren geschützten Lebensraums. Auch die Wirtschaftsentwicklung sowie die Landwirtschaft sind von der Verfügbarkeit dauerhaft nutzbarer Flächen abhängig. Mit dieser vermehrten Landnutzung steigen aber auch die Schäden und die Verwundbarkeit der Gesellschaft. Der Schutz vor Naturgefahren in Bergregionen ist daher zum politischen Thema geworden. Naturgefahren wie Hochwasser, Muren, Lawinen, Steinschlag und Erosion werden nicht mehr einfach hingenommen. Schutzmaßnahmen durch technische, ingenieurbiologische oder raumplanerische Maßnahmen sind die Voraussetzung für eine dauerhafte Besiedlung, nachhaltige Bewirtschaftung und touristische Nutzung dieser Gebiete.

Fächer:

Diesen Fächern begegnest du u.a. im Studienplan:

Abflussentstehung in Wildbacheinzugsgebieten, Alpine Raumordnung, Aufforstung und Forstschutz in den Hochlagen, Bauerhaltung, Bautechnische Bemessung von Schutzbauwerken, Bergwaldökosysteme, Dynamics of geophysical flows, Einsatzorganisation, Ereignisdokumentation, Ereignismanagement, Erosionsschutz, Erschließung, Forstschutz, Gewässerökologie, Holzernte, Information, Ingenieurbiologie, Integrale Einzugsgebietsbewirtschaftung, Katastrophenschutz, Kommunikation, Monitoring, Monitoringsysteme, Morphologie Baubetrieb und Bauverfahren für Schutzbauwerke, Naturgefahrenmanagement, Naturgefahrenpolitik, Naturgefahrenrecht, Partizipation , Risikomanagement, Rutschungen, Scenario development and analysis for natural hazards, Schadensanalyse, Schadensregulierung, Schnee und Lawinengefahren‐ Analyse und Bewertung, Schnee und Lawinengefahren‐ Schutzmaßnahmen, Schutzkonstruktionen, Simulation models in natural hazards analysis, Spezielle Geotechnik, Spezieller Waldbau für Schutzwälder, Steinschlag, Technischer Gebäudeschutz, Vulnerabilität, Waldbau, Warnsysteme, Wassergefahren‐ Analyse und Bewertung, Wassergefahren‐ Schutzmaßnahmen, Wildtierökologie im Schutz‐ und Dauerwald, Ökologische Aspekte im Schutzwasserbau

Studieninhalt

Im Masterprogramm Alpine Naturgefahren / Wildbach- und Lawinenverbauung erwerben die Studierenden die erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten für einen verantwortungsvollen Umgang mit den Gefährdungen im alpinen Raum. Zum Erreichen der Bildungsziele orientiert sich die Ausbildung am Kreislauf des „Integralen Risikomanagements“. Dabei bilden die Vorsorge, die Prävention vor Naturgefahren und deren Bewältigung die Grundsäulen des Studiums Alpine Naturgefahren / Wildbach- und Lawinenverbauung. Neben naturwissenschaftlichen und technischen Veranstaltungen sind somit Fragen des Naturgefahrenrechtes, der Raumordnung, des Katastrophenschutzes und -managements ein wesentlicher Bestandteil des Studiums.

Das Schwergewicht der Ausbildung liegt in der Prävention vor Naturgefahren. Die Pflichtlehrveranstaltungen beinhalten jeweils die Gefahrenanalyse, die Ermittlung von Schutzdefiziten und die Planung aktiver Schutzmaßnahmen für die Gefahrenarten Wasser (Hochwasser, Mure), Schnee (Lawine) und Feststoffe (Stürze und Rutsche). Um die erforderlichen Maßnahmen im gesamten Einzugsgebiet von Wildbächen und Lawinen durchführen zu können, werden forstliche und ökologische Schwerpunkte sowie praxisorientiertes Wissen vermittelt. Die technische Ausbildung wird durch entsprechende Wahllehrveranstaltungen verstärkt.

Studienaufbau:

Das  Studium umfasst einen Arbeitsaufwand im Ausmaß von 120 ECTS-Punkten. Das entspricht einer Studiendauer von vier Semestern (gesamt 3.000 Stunden à 60 Minuten).

Qualifikationsprofil:

Absolventinnen und Absolventen erkennen die potenziellen Gefahren im alpinen Raum und sind in der Lage, effiziente Schutzstrategien und Maßnahmen zur Prävention zu planen. Durch die Kombination von technischen, forstlichen, ingenieurbiologischen und raumplanerischen Maßnahmen wird die Gefahrenprävention optimiert. Sie sind fähig, Projekte zu planen und zu leiten, sowie diese nachvollziehbar zu präsentieren. Durch Kenntnisse im Bereich der Gefahrenprävention, der Risikovorsorge und der Katastrophenbewältigung können sie integrales Risikomanagement betreiben. Soziale Kompetenzen wie Teamfähigkeit, Führungsqualitäten und Selbstständigkeit werden durch die vielfältige Ausbildung gestärkt. Die Problemlösungskompetenz wird durch die Vernetzung von ökologischen, technischen und sozioökonomischen Aspekten gefördert.

Absolventinnen und Absolventen des Masterstudiums Alpine Naturgefahren / Wildbach- und Lawinenverbauung besitzen das für ein erfolgreiches Arbeiten notwendige Wissen aus Verwaltung und Wirtschaft. Sie verfügen über Kommunikations-, Koordinations- und Führungsfähigkeiten und sind sich der Bedeutung von Mobilität, Sprachkenntnissen und Internationalität für eine erfolgreiche berufliche Tätigkeit bewusst..

Berufsaussichten / Jobs:

Das Masterstudium Alpine Naturgefahren / Wildbach- und Lawinenverbauung zielt insbesondere auf folgende Tätigkeitsfelder ab:

  • Beurteilung und Analyse der Gefahren und Massenverlagerungsprozesse im alpinen Raum
  • Prävention alpiner Naturgefahren
  • Integrale Einzugsgebietsbewirtschaftung
  • Risikovorsorge
  • Katastrophenbewältigung

Für die Absolventinnen und Absolventen des Masterprogramms Alpine Naturgefahren / Wildbach- und Lawinenverbauung bestehen insbesondere in folgenden Berufsfeldern Beschäftigungsperspektiven, wobei jeweils die entsprechenden Anstellungserfordernisse zu beachten sind:

  • Öffentlicher Sektor, z.B. Forsttechnischer Dienst für Wildbach- und Lawinenverbauung, Landesregierungen, Ministerien, bei Infrastrukturträgern sowie in der öffentlichen Verwaltung
  • Dienstleistungsbereich, z.B. in Ingenieur- und Planungsbüros, in Beratung, Planung und Projektausführung
  • Selbstständige, z.B. als freiberufliche Ingenieurkonsulenten, Sachverständige und Projektausführende
  • Forschung und Entwicklung, z.B. an Universitäten und außeruniversitären Forschungseinrichtungen und Entwicklungsabteilungen von Unternehmen

Einstiegsvoraussetzungen:

Absolventinnen und Absolventen der Bachelorstudien Forstwirtschaft sowie Kulturtechnik und Wasserwirtschaft der Universität für Bodenkultur werden zugelassen. Sie brauchen keine weiteren Voraussetzungen erfüllen.

Für die Zulassung von Absolventinnen und Absolventen anderer ordentlicher Bachelor- bzw. Diplomstudien werden folgende Learning Outcomes vorausgesetzt:

Naturwissenschaftlich-technische Grundlagenkenntnisse:
Mathematik, Physik, Geologie/Geomorphologie, Botanik, Ökologie, Vermessungswesen, Festigkeitslehre, Dendrologie, Meteorologie, Statistik, Geoinformation, Mechanik, technisches Zeichnen mit CAD, Bodenkunde/Waldbodenkunde, Baustatik, Werkstoff- und Materialkunde.

Kenntnisse in den Kernbereichen:
Wildbach- und Lawinenverbauung, Forstliches Ingenieurwesen, Geoinformationswesen, Hydraulik, Hydrologie, konstruktiver Wasserbau, konstruktiver Ingenieurbau, Geotechnik, Raumplanung, Waldbau, Forstschutz, Forstentomologie, Wildbiologie, Waldökologie, Forstrecht, forstliche Ertragslehre.

Können aus beiden Bereichen Kompetenzen und Fähigkeiten durch die Absolvierung von Lehrveranstaltungen jeweils im Ausmaß von 40 ECTS-Punkten nachgewiesen werden, er-folgt eine direkte Zulassung zum Studium.


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