Medizinische Informatik

Bachelorstudium

mit Zugangsbeschränkung

Letztes Update: 24.05.2019
Bereich: Datenbanken, Netzwerkdesign und -administration 127
Umfang 6 Semester / 180 ECTS
Sprache:
Deutsch
Abschluss: Bachelor of Science (BSc)
Studientyp:
Präsenzstudium
Anwesenheit:
Vollzeit
Kosten: prinzipiell keine Studiengebühr
Website: http://www.tuwien.ac.at/l...

Über das Studium:

Das Bachelorstudium Medizinische Informatik verbindet als Integrationsfach die Vermittlung von Schlüsseltechnologien und technischen Verfahren in Bereichen wie Life Sciences, Software und Requirements Engineering, Visualisierung und Usability, IT-Planung und -Betrieb, Datenschutz und Process Engineering mit der Ausbildung in medizinischen Grundlagen.

Das Studium greift auf informatisch-technische, medizinische, softwaretechnische, mathematische und formale Grundlagen zurück. Darüber hinaus erfordert die Beschäftigung mit den Fragestellungen der Medizinischen Informatik eine interdisziplinäre Grundausbildung, die auch Wissen und Fertigkeiten in klinischem Denken wie zum Beispiel diagnostische Prozesse und Dokumentation umfasst.

Fächer:

Diesen Fächern begegnest du u.a. im Studienplan:

Algebra, Algorithmen, Analysis, Anatomie, Biochemie, Biophysik, Chemie, Datenrecht, Datenstrukturen, Diskrete Mathematik, HCI, Histologie, Informationsrecht, Logik, Pathologie, Software Engineering, Statistik, Visual Computing, Wirtschaftsinformatik

Studieninhalt

Das Bachelorstudium Medizinische Informatik vermittelt eine breite, wissenschaftlich und methodisch hochwertige, auf dauerhaftes Wissen ausgerichtete Grundausbildung, welche die Absolventinnen und Absolventen sowohl für eine Weiterqualifizierung im Rah-men eines facheinschlägigen Masterstudiums als auch für eine Beschäftigung in beispiels-weise folgenden Tätigkeitsbereichen befähigt und international konkurrenzfähig macht:

  • Analyse und Entwicklung von Gesundheits-, Informations- und Kommunikations-systemen
  • Analyse und Entwicklung von medizinischer Software
  • Analyse und Entwicklung bzw. Adaption von klinischen Prozessen
  • Aufbau und Management von IT-Systemen im Gesundheitswesen
  • Anwendungsorientierte medizininformatische Forschung

Studienaufbau:

Die Inhalte und Qualifikationen der Studien werden durch Module vermittelt. Ein Modul ist eine Lehr- und Lerneinheit, welche durch Eingangs- und Ausgangsqualifikationen, Inhalt, Lehr- und Lernformen, den Regelarbeitsaufwand sowie die Leistungsbeurteilung gekennzeichnet ist. Die Absolvierung von Modulen erfolgt in Form einzelner oder mehrerer inhaltlich zusammenhängender Lehrveranstaltungen. Thematisch ähnliche Module werden zu Prüfungsfächern zusammengefasst, deren Bezeichnung samt Umfang und Gesamtnote auf dem Abschlusszeugnis ausgewiesen wird.

Im Rahmen des Moduls "Bachelorarbeit" wird eine eigens angefertigte schriftliche Arbeit erstellt, diese hat einen Regelarbeitsaufwand von 10 ECTS-Punkten und beinhaltet eigenständige Leistungen.

Qualifikationsprofil:

Die Absolventinnen und Absolventen können bei ihrer Beschäftigung in Unterneh-men am Gesundheitsmarkt sowie in einschlägigen öffentlichen Institutionen sowohl eine Schlüsselrolle bei der Planung, Herstellung und Evaluation von Systemen als auch eine vermittelnde Rolle zwischen den technischen und medizinischen Bereichen einnehmen.

Die Tätigkeiten erfolgen unter Anderem in folgenden Forschungs- und Anwendungs-gebieten: Gesundheits-Infrastruktursysteme, Krankenhausinformatik, Electronic Health Records, bildverarbeitende Medizin (z.B. Radiologie), medizinische Simulationen und medizinische Signalverarbeitung, evidenzbasierte Medizin, computergestützte Chirurgie, Datensicherheit in Gesundheitsnetzen, Telemedizin.

Darüber hinaus bietet dieses Studium eine hervorragende Basis für eine sowohl forschungs- als auch anwendungsorientierte Weiterqualifizierung im Rahmen eines Mas-terstudiums der Medizinischen Informatik sowie in fachverwandten Richtungen, im Spe-ziellen in anderen Masterstudien der Informatik und des biomedizinisch-technischen Be-reiches.

Medizinische Informatik verbindet als Integrationsfach die Vermittlung von Schlüs-seltechnologien und technischen Verfahren in den Bereichen wie Life Sciences, Software und Requirements Engineering, Visualisierung und Usability, IT-Planung und -Betrieb, Datenschutz und Process Engineering mit der Ausbildung in medizinischen Grundlagen.

Das Alleinstellungsmerkmal dieses Studiums liegt neben zahlreichen einschlägigen F&E-Themen in unterschiedlichen Bereichen der medizinischen Informatik vor allem am nachhaltigen und anhaltenden weltweiten Bedarf des Gesundheitssektors nach IT-Integration der gesamten Domäne sowie dem Erfordernis informationstechnischer Inno-vation der unterschiedlichen Teilsysteme. Moderne Staatenwesen wenden 10 Prozent und mehr des Bruttonationalprodukts für das Gesundheitswesen auf, wovon mittelfristig bis zu fünf Prozent in informationstechnisch getriebene Systeme investiert werden müssen.

Das Studium greift auf informatisch-technische, medizinische, softwaretechnische, ma-thematische und formale Grundlagen zurück. Darüber hinaus erfordert die Beschäftigung mit den Fragestellungen der Medizinischen Informatik eine interdisziplinäre Grundaus-bildung, die auch Wissen und Fertigkeiten in klinischem Denken wie zum Beispiel dia-gnostische Prozesse und Dokumentation umfasst.

Aufgrund der beruflichen Anforderungen werden im Bachelorstudium Medizinische Informatik Qualifikationen hinsichtlich folgender Kategorien vermittelt.

Fachliche und methodische Kompetenzen

Das Studium vermittelt grundlegende Kenntnisse im Bereich der Informatik und ein kritisches Verständnis ihrer Theorien und Grundsätze sowie generell ein stabiles Grundlagen- und Methodenwissen vor allem in den folgenden Bereichen:

  • Algorithmen und Datenstrukturen
  • Datenbanken, wissensbasierte Systeme
  • Mathematik, Wahrscheinlichkeitstheorie und Statistik
  • Mensch-Maschine-Interaktion
  • Projektmanagement
  • Programmierparadigmen
  • Software Engineering
  • Theoretische Informatik und Logik

Darauf aufbauend vermittelt das Studium eine Einführung in folgende Gebiete:

  • Bioelektrische Signalverarbeitung
  • Grundlagen der Medizin
  • Life Sciences (Physik, Chemie, Biologie)
  • Sicherheit und Recht

sowie

  • Analyse komplexer Systeme (z.B. physiologischer Prozesse)
  • Gesundheitstelematiken
  • Integration neuer Technologien im Gesundheitsbereich (z.B. mobile Endgeräte)
  • Qualitätsmanagement und Prozessoptimierung
  • Usability und Interaktionsdesign
  • Verantwortungsvoller Umgang mit Datenschutz und Datensicherheit
  • Verwendung und Planung elektronischer Gesundheitsakten
  • Visualisierung

Kognitive und praktische Kompetenzen

Das Studium vermittelt generell wissen-schaftlich fundierte Kompetenzen und die Fähigkeiten, auch neue Herausforderungen zu erkennen und kritisch zu hinterfragen sowie Probleme zu erkennen, zu formulieren, zu analysieren und zu lösen und deren Lösungen zu validieren. Durch die praktische Auseinandersetzung mit zukunftsorientierten Technologien, Methoden und Werkzeugen werden folgende kognitive und praktische Fertigkeiten vermittelt:

  • Einsetzen formaler Grundlagen und Methoden zur Modellbildung, Lösungsfindung und Evaluation
  • Entwicklung und Umsetzung von Design-Konzepten
  • Entwurfs- und Implementierungsstrategien
  • Interdisziplinäre und systemorientierte Denkweise
  • Kritische Reflexion
  • Methodisch fundierte Herangehensweise an Probleme, insbesondere im Umgang mit offenen/unspezifizierten Problemsituationen
  • Präsentieren und Dokumentieren
  • Umsetzen von Analyse-, Entwurfs-, Simulations- und Implementierungsstrategien
  • Verstehen medizinischer Prozesse
  • Wissenschaftliches Arbeiten

Soziale Kompetenzen und Selbstkompetenzen

Der Schwerpunkt liegt hier in der Vermittlung für Forschung und Beruf notwendiger sozialer Kompetenzen sowie auf der Förderung von Kreativitäts- und Innovationspotentialen.

  • Aktive und passive Kritikfähigkeit
  • Innovationsfähigkeit durch fundiertes technisches und medizinisches Wissen
  • Kenntnisse der eigenen Fähigkeiten und Grenzen
  • Problemformulierungs- und Problemlösungskompetenz
  • Neugierde, Eigeninitiative, Ausdauer, Flexibilität
  • Reflexion der eigenen Arbeit und ihrer Wechselwirkung mit dem gesellschaftlichen, sozialen und beruflichen Kontext
  • Selbstorganisation, Eigenverantwortlichkeit
  • Teamfähigkeit
  • Verantwortung in komplexen Projekten oder Tätigkeiten
  • Verantwortungsvoller Umgang mit Menschen, beruflichen und sozialen Gruppen in allen Tätigkeiten

 

Berufsaussichten / Jobs:

Tätigkeitsfelder für Absolvent_innen liegen in der Analyse und Entwicklung von Gesundheits-, Informations- und Kommunikationssystemen oder medizinischer Software, in der Analyse und Entwicklung bzw. Adaption von klinischen Prozessen, im Aufbau und Management von IT-Systemen im Gesundheitswesen sowie in der anwendungsorientierten medizininformatischen Forschung.

Einstiegsvoraussetzungen:

Voraussetzung für die Zulassung zum Bachelorstudium Medizinische Informatik ist die allgemeine Universitätsreife.

Personen, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, haben die Kenntnis der deutschen Sprache nachzuweisen. Für einen erfolgreichen Studienfortgang werden Deutschkenntnis-se nach Referenzniveau B2 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Spra-chen empfohlen.

In einzelnen Lehrveranstaltungen kann der Vortrag in englischer Sprache stattfinden bzw. können die Unterlagen in englischer Sprache vorliegen. Daher werden Englisch-kenntnisse auf Referenzniveau B1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen empfohlen.


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