Finanz- und Versicherungsmathematik

Bachelorstudium

Letztes Update: 30.07.2018
BEREICH:
Naturwissenschaft
DAUER:6 Semester
ECTS:
ABSCHLUSS:Bachelor of Science (BSc)
TYP:
Präsenzstudium
ANWESENHEIT:
Vollzeit
STUDIENGEBÜHR:prinzipiell nein
DETAILS:http://www.tuwien.ac.at/l...
WSGesamtδ Vorsemester
09/10909
10/11707-22.22%
11/12606-14.29%
12/13505-16.67%

Quelle: UNI:DATA BMWF

Über das Studium:

Die beruflichen Anforderungen an Finanz- und Versicherungsmathematikerinnen und -mathematiker haben in den vergangenen Jahren stark zugenommen, verursacht durch Änderungen des gesamtwirtschaftlichen und regulatorischen Umfelds und des intensivierten Wettbewerbs im europäischen und internationalen Rahmen. Neben der klassischen Domäne der Lebens- und Pensionsversicherungsmathematik gibt es zahlreiche neue Aufgaben in der Finanz- und Versicherungsbranche, die fachspezifische Kenntnisse benötigen. Hierzu zählen insbesondere Gebiete wie Sachversicherung, Asset-Liability-Management, finanzielles Risikomanagement, Finanzmarktmodellierung sowie Derivatbewertung und -absicherung.

Fächer:

Diesen Fächern begegnest du u.a. im Studienplan:

Analysis, Angewandte Mathematische Statistik, Anwendungsgebiete der Mathematik, Bilanzierung, Buchhaltung, Computermathematik, Differentialgleichungen, Finanzmathematik, Geometrie, Lebensversicherungsmathematik, Lineare Algebra, Maßtheorie, Numerische Mathematik, Personenversicherungsmathematik, Programmierung, Risikomanagement im Finanz- und Versicherungswesen, Sachversicherungsmathematik, Stochastische Prozesse, Versicherungsvertragsrecht, Versicherungswirtschaftslehre, Wahrscheinlichkeitstheorie, Zeitreihen, Zeitreihenanalyse

Studieninhalt

Das Bachelorstudium ”Finanz- und Versicherungsmathematik“ vermittelt eine breite, wissenschaftlich und methodisch hochwertige auf dauerhaftes Wissen ausgerichtete Grundausbildung, welche die Absolventinnen und Absolventen sowohl für eine Weiterqualifizierung im Rahmen eines facheinschlägigen Masterstudiums als auch für eine Beschäftigung in beispielsweise folgenden Tätigkeitsbereichen befähigt und international konkurrenzfähig macht:

  • Banken und Erstversicherungen,
  • Rückversicherungen,
  • Pensionskassen,
  • Beratungsunternehmen,
  • Wirtschaftsprüfungsgesellschaften,
  • Aufsichtsbehörden, sowie
  • unabhängige gutachterliche Tätigkeiten

Konkrete Einsatzbereiche umfassen vor allem die Modellierung und Lösung komplexer Probleme aus der Finanz- und Versicherungspraxis auf mathematisch fundierte Weise, insbesondere:

  • die wissenschaftlich fundierte Anwendung grundlegender versicherungsmathematischer und wahrscheinlichkeitstheoretischer Verfahren zur Berechnung von Prämien, Rückstellungen und Risikokenngrößen in Versicherungen,
  • Mitwirkung bei der Erstellung und Analyse neuer Versicherungstarife, 
  • die wissenschaftlich fundierten Anwendung grundlegender finanzmathematischer Verfahren zur Bewertung und Absicherung von Finanzderivaten,
  • der Anwendung und Umsetzung der theoretischen Grundlagen zur Anwendung in den Bepreisungs- und Risikobewertungssystemen der Unternehmen.

Studienaufbau:

  • Analysis
  • Lineare Algebra und Geometrie
  • Maß- und Wahrscheinlichkeitstheorie und Statistik
  • Numerische Mathematik und Programmieren
  • Versicherungsmathematik:
    – Lebens- und Personenversicherungsmathematik
    – Sachversicherungsmathematik
  • Finanzmathematik und Risikomanagement
  • Rechtliche und wirtschaftliche Grundlagen
  • Seminar und Projekt mit Bachelorarbeit
  • Freie Wahlfächer

Qualifikationsprofil:

Aufgrund der beruflichen Anforderungen werden im Bachelorstudium Finanz- und Versicherungsmathematik Qualifikationen hinsichtlich folgender Kategorien vermittelt.


Fachliche und methodische Kompetenzen: Das Studium vermittelt einerseits wichtige Kenntnisse der zentralen mathematischen Gebiete und Methoden:

  • Analysis,
  • Lineare Algebra und Geometrie,
  • Maß- und Wahrscheinlichkeitstheorie,
  • stochastische Prozesse,
  • Statistik,
  • Numerische Mathematik.

Die finanz- und versicherungsmathematische Ausbildung umfasst sowohl die theoretischen mathematischen Grundlagen, als auch deren Anwendung in der Praxis. Die zentralen Gebiete, die in diesem Bachelorstudium vermittelt werden, umfassen:

  • Lebens- und Personenversicherungsmathematik,
  • Sachversicherungsmathematik,
  • Finanzmathematik,
  • Risikomanagement.

Außerdem soll den Absolventinnen und Absolventen durch Module über wirtschaftliche und rechtliche Grundlagen das Umfeld vermittelt werden, in dem finanz- und versicherungsmathematische Methoden in der Praxis angewandt werden. Dieses Praxiswissen soll auch einen unmittelbaren Berufseinstieg ohne weiterführendes Masterstudium ermöglichen. Dies umfasst:

  • Versicherungsrecht,
  • Versicherungswirtschaftslehre und Rechnungslegung.

Die fachlichen Qualifikationen werden unter Berücksichtigung des Mission Statements ”Technik für Menschen“ vermittelt. 

Kognitive und praktische Kompetenzen: Neben den allgemeinen Fähigkeiten und Kompetenzen, die ein Mathematikstudium vermittelt, wie abstraktes Denkvermögen, strukturiertes Herangehen an komplexe Probleme und deren Lösung, Verständnis formaler Strukturen und die Fähigkeit, konkrete Fragen mit formalen Methoden zu modellieren und zu bearbeiten, werden folgende Fertigkeiten von den Studierenden erworben:

  • explizite Modellierung von Versicherungstarifen und deren Bepreisung, Analyse und Risikobewertung,
  • Bepreisung einfacher und komplexer finanzmathematischer Derivate, ausgehend von einer Finanzmarktmodellierung in diskreter Zeit,
  • kritische Analyse und Beurteilung von gegebenen finanz- und versicherungsmathematischen Anwendungen in der Praxis, insbesondere der Modellannahmen und deren Auswirkungen,
  • verständliche und strukturierte Präsentation der eigenen Ergebnisse sowohl als schriftliche Dokumentation als auch in Form eines Vortrags.

Aufgrund der im Studium verwendeten, oft fremdsprachigen Fachliteratur erwerben die Studierenden auch fachspezifische Fremdsprachenkenntnisse, vorwiegend in Englisch.

Soziale Kompetenzen und Selbstkompetenzen :Die Absolventinnen und Absolventen des Bachelorstudiums werden neben der Vermittlung von theoretischem Wissen auch darauf vorbereitet, Methoden und Lösungen der Finanz- und Versicherungsmathematik einem großen Kreis von Praktikern (Manager, Vertrieb, etc.) verständlich zu kommunizieren. Wichtige diesbezügliche Kompetenzen sind:

  • strategisches Denken und Verständnis für übergeordnete Zusammenhänge,
  • Genauigkeit und Ausdauer,
  • Selbstorganisation,
  • Eigenverantwortlichkeit,
  • Eigeninitiative,
  • wissenschaftliche Neugierde,
  • kritische Reflexion,
  • Präsentation von Ergebnissen und Hypothesen,
  • wissenschaftliche Argumentation,
  • Anpassungsfähigkeit und die Bereitschaft sich mit anderen Wissenschaften, die oft das Umfeld eines Projektes bilden, kritisch und intensiv auseinander zu setzen,
  • selbstständiges Einarbeiten in neue Gebiete,
  • kreativer Einsatz der erworbenen Kenntnisse und Methoden,
  • auf Basis der erworbenen Kenntnisse in einschlägigen Anwendungen die Kompetenz zur Kommunikation und Kooperation mit Anwendern.

Berufsaussichten / Jobs:

Durch die modernen Entwicklungen in Industrie und Technik werden zunehmend mathematische Methoden benötigt. Daher ist die Arbeitsmarktsituation von Absolventen_innen der Mathematik - insbesondere im Finanz- und Versicherungsbereich - sehr gut. Sie finden dank ihrer Fähigkeit zum Analysieren komplexer Strukturen sehr vielfältige Arbeitsfelder, etwa in Banken und Versicherungen, Unternehmungsberatungen, Entwicklungsabteilungen der Industrie, Softwareunternehmen, Forschungsinstituten, Behörden und natürlich an Universitäten (siehe auch http://fam.tuwien.ac.at/jobs). Erste Einblicke in das Wechselspiel von Theorie und Praxis können Studierende durch Mitarbeit im Christian-Doppler-Labor für Portfolio Risk Management (Leiter: Prof. Uwe Schmock) gewinnen, das die Forschungsgruppe gemeinsam mit Partnern aus der Wirtschaft betreibt.

Einstiegsvoraussetzungen:

Voraussetzung für die Zulassung zum Bachelorstudium Finanz- und Versicherungsmathematik ist die allgemeine Universitätsreife.

Personen, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, haben die Kenntnis der deutschen Sprache nachzuweisen. Für einen erfolgreichen Studienfortgang werden Deutschkenntnisse nach Referenzniveau B2 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen empfohlen.

In einzelnen Lehrveranstaltungen kann der Vortrag in englischer Sprache stattfinden bzw. können die Unterlagen in englischer Sprache vorliegen. Daher werden Englischkenntnisse auf Referenzniveau B1 des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen empfohlen.


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