Werkstoffwissenschaft

Bachelorstudium

Letztes Update: 24.05.2019
Bereich: Werkstoffe (Glas, Papier, Kunststoff und Holz) 12
Umfang 7 Semester / 210 ECTS
Abschluss: Bachelor of Science
Studientyp:
Präsenzstudium
Anwesenheit:
Vollzeit
Kosten: prinzipiell keine Studiengebühr
Website: http://www.unileoben.ac.a...

Über das Studium:

Das Studium Werkstoffwissenschaft in Leoben ist neben seiner Technikbezogenheit besonders naturwissenschaftlich ausgerichtet, um effiziente Grundlagenforschung zu ermöglichen.

Die Geschichte der Menschheit wurde von Beginn an von den zur Verfügung stehenden Struktur- (Konstruktions-) und Funktionswerkstoffen geprägt. Erforschung und Entwicklung neuer Materialien sind die ersten Schritte hin zu leistungsfähigeren Bauteilen. Moderne Werkstoffe sind Voraussetzung für die Optimierung technischer Systeme. Jede technische Idee ist nur realisierbar, wenn die geeigneten Werkstoffe zur Verfügung stehen, egal ob es sich um Stähle für Werkzeuge oder für die Automobilindustrie, hoch hitzebeständige Bauteile für die Luft- und Raumfahrt oder um bio­kompatible Implantate für den menschlichen Körper handelt. Gerade in Zeiten knapper werdender Ressourcen und steigender ökologischer Anforderungen an Produktion und Wiederverwendbarkeit von Materialien ist es unbedingt notwendig, so genannte intelligente Werkstoffe und Werkstoffsysteme zu entwickeln und einzusetzen. Dadurch kann bei minimalem Einsatz von Rohstoffen und Energie ein Maximum an Funktion erreicht werden

Das Bachelorstudium Werkstoffwissenschaft besteht aus sieben Semestern. Im Zentrum der ersten vier Semester steht die Grundlagenausbildung in den naturwissenschaftlich-technischen Fächern. Darüber hinaus werden aber bereits auch Grundlagen der Metallkunde und der Werkstoffkunde keramischer Werkstoffe vermittelt. Im 5. bis 7. Semester stehen die Werkstoffe im Vordergrund: Metalle und ihre Legierungen, keramische Werkstoffe, Halbleiterwerkstoffe, Verbundwerkstoffe, Gläser sowie die polymeren Werkstoffe. Die Kerngebiete dabei sind die festkörperphysikalische Durchdringung der Werkstoffe, die Werkstoffprüfung sowie weitere moderne Untersuchungs- und Charakterisierungsverfahren sowohl abbildender als auch analytischer Natur. Dieses Studium wird mit einer Bachelorarbeit zu einem werkstoffrelevanten Themengebiet im 7. Semester abgeschlossen. Weiters wird empfohlen, während des Studiums facheinschlägige Praxisarbeit durchzuführen, wobei der Nachweis über insgesamt 24 Wochen Praxistätigkeit erst zu Ende des Masterstudiums erforderlich ist. 

Fächer:

Diesen Fächern begegnest du u.a. im Studienplan:

Betriebswissenschaften, Beugungsverfahren, Chemie, Computeranwendung, Eisenerzeugung, Eisenwerkstoffe, Elektrotechnik, Feinstruktur, Festkörpertheorie, Finite Elemente, Funktionskeramik, Gießereikunde, Halbleiterwerkstoffe, Keramische Werkstoffe, Korrosionskunde, Kunststofftechnologie, Maschinenelemente, Maschinenzeichnen, Materialphysik, Mathematik, Mechanik, Messtechnik, Metallhüttenkunde, Metallkunde, Metallkundliche Arbeitsverfahren, Numerische Methoden, Physik, Physikalische Chemie, Programmierung, Quantenmechanik, Rechenübungen Physik, Stahlerzeugung, Stahlwerkstoffe, Statistik, Strukturkeramik, Werkstoffkunde der Kunststoffe, Werkstoffprüfung, Werkstoffprüfung der Kunststoffe, Werkstoffwissenschaften, Wirtschaftswissenschaften

Studieninhalt

Absolventen und Absolventinnen des Bachelorstudiums Werkstoffwissenschaft sind mit naturwissenschaftlich-technischen werkstofforientierten Aufgaben befasst. Zu den vorwiegend werkstofforientierten technischen Arbeitsgebieten gehören unter anderem die Entwicklung von Werkstoffen und Werkstoffkombinationen mit verbesserten mechanischen, physikalischen, elektronischen, chemischen und besonderen funktionalen Eigenschaften, die Optimierung von derzeit in der Technik eingesetzten Werkstoffen, die Nutzung besonderer Werkstoffeigenschaften, werkstofforientierte Auslegung und Konstruktion von Anlagen, Maschinen und funktionalen Bauteilen, Werkstoffberatung und Festlegung von Fertigungskriterien, Qualitätssicherung und Produktentwicklung, Lebensdauervorhersage und Versagenswahrscheinlichkeit, Schadensanalyse und Schadensvermeidung sowie Substitution und Werkstoffrecycling. Diese Bereiche kommen in jenen Industrien zum Tragen, die Werkstoffe erzeugen, verarbeiten, einsetzen und veredeln sowie im gesamten Prüf- und Qualitätswesen. Damit können folgende Qualifikationen für das Tätigkeitsfeld der Absolventen und Absolventinnen des Bachelorstudiums Werkstoffwissenschaft identifiziert werden, welche für eine optimale Berufsvorbildung erforderlich sind.

  • Naturwissenschaftlich-technische Problemlösungskompetenz
  • Verständnis der technischen Grundlagen anorganischer und organischer Werkstoffe und deren Herstellung
  • Integriertes Werkstoffverständnis
  • Fähigkeit zu fach- und werkstoffübergreifenden Problemlösungen unter Beachtung sicherheitstechnischer und ökologischer Aspekte
  • Führungskompetenz

Daraus ergibt sich folgende Gestaltung des Curriculums für das Bachelorstudium:

Eine breite und vertiefte Grundlagenausbildung nach internationalem Standard soll den wechselnden beruflichen Anforderungen entsprechen. Dadurch soll es möglich sein, für neuartige Problemstellungen selbständige technisch-werkstoffkundliche Lösungen zu erarbeiten. Aufbauend auf dieser Basisausbildung folgt eine werkstoffphysikalisch ausgerichtete Fachausbildung in den Kerngebieten der Werkstoffwissenschaft (metallische und keramische Werkstoffe, Werkstoffe der Elektronik, organische Werkstoffe). Übungen, Praktika und insbesondere die Bachelorarbeit fördern die Fähigkeit zur praktischen Arbeit und die Verknüpfung von Theorie und Praxis.

Sehr gut ausgestattete Labors und Forschungseinrichtungen mit moderner EDV-Ausstattung ermöglichen die praktische Erprobung der erarbeiteten Grundlagen und Methoden im Rahmen der Übungen. Zur Laborausstattung im Werkstoffbereich zählen die wichtigsten Geräte zur Werkstoffcharakterisierung wie moderne Lichtmikroskope, Raster- und Durchstrahlungs-Elektronenmikroskope, Rasterkraftmikroskope, Focussed Ion Beam, Feldionenmikroskop mit Atomsonde, thermische Analysenmethoden, Abschreck- und Umformdilatometer sowie alle wesentlichen Geräte der Zerstörenden und Zerstörungsfreien Werkstoffprüfung. Zusätzlich existieren Spezialgeräte wie z.B. Laseranlagen zum Schneiden, Schweißen, Beschichten von Werkstoffen, welche im Rahmen von Diplom- und Doktorarbeiten zur Verfügung stehen.

 

Berufsaussichten / Jobs:

Die gesamte Werkstoff erzeugende, verarbeitende und einsetzende Industrie, insbesondere Forschungs-, Entwicklungs- und Produktionsabteilungen, Materialprüfanstalten, Qualitätsmanagement, Schadensanalytik, Ingenieurbüros, Logistik sowie wissenschaftliche Bereiche an Universitäten und Forschungseinrichtungen.

Wesentliche Aufgabenfelder: Werkstoffentwicklung, Werkstoffcharakterisierung und -prüfung, Werkstoffmodellierung und Werkstoffeinsatz, Nanotechnologie.

Einstiegsvoraussetzungen:

Reifezeugnis oder Studienberechtigungsprüfung


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