Mathematik

Lehramtsstudium

Letztes Update: 30.07.2018
Studientyp:
Präsenzstudium
Anwesenheit:
Vollzeit
Kosten: prinzipiell keine Studiengebühr
Website: http://www.jku.at/content...

Über das Studium:

An der JKU kann das Diplomstudium Lehramt an höheren Schulen für die Fächer Chemie, Physik, Mathematik, Informatik und Informatikmanagement belegt werden. Für alle, die Freude an einem dieser Fächer haben und das Unterrichten von jungen Menschen zu ihrem Beruf machen möchten, ist dieses Studium eine gute Wahl.

Dieses Studium wird mit einer zweiten Lehramtsstudienrichtung oder einem Lehramtsfach einer externen Bildungseinrichtung kombiniert. Das zentrale Ziel ist die wissenschaftlich fundierte Vorbereitung für den Beruf als PädagogIn an einer Allgemeinbildenden Höheren Schule (AHS) oder einer Berufsbildenden Höheren Schule (BHS).

Fächer:

Diesen Fächern begegnest du u.a. im Studienplan:

Algebra, Analysis, Analytische Geometrie, Darstellende Geometrie, Didaktik, Differentialgeometrie, Differentialgleichungen, Diskrete Mathematik, Elementare Algebra, Entwicklung im Jugendalter, Finanzmathematik, Funktionalanalysis, Funktionstheorie, Geometrie, Geschichte der Mathematik, Interaktion, Kommunikation, Lernen, Lineare Algebra, Mathematik, Mathematikunterricht mit Computer, Numerik, Person-Schule-Gesellschaft, Philosophie der Mathematik, Stochastik, Topologie, Unterrichtsplanung, Zahlentheorie

Studieninhalt

Das zentrale Ziel des Lehramtsstudiums ist die Vorbereitung auf den Beruf als Lehrer bzw. Lehrerin an einer AHS oder BHS. Dabei ist zu beachten, dass ebenso wie die Gesellschaft insgesamt auch die Tätigkeit der LehrerInnen in Zukunft durch einen starken und grundlegenden Wandel gekennzeichnet sein wird. Damit die künftigen Lehrer und Lehrerinnen dazu befähigt werden, auch im Zeichen des Wandels in Zukunft gut zu unterrichten und ihrer Rolle bei einer sachlichen Meinungsbildung hinsichtlich der naturwissenschaftlichen und technischen Entwicklungen gerecht werden können, ist es unerlässlich, die Ausbildung als wissenschaftliches Studium zu gestalten. Nur so kann erreicht werden, dass sie ein hinreichendes Fundament für ihre weitere Entwicklung erhalten, ein Fundament, das über die Vermittlung der aus einer Analyse der heutigen Tätigkeit als LehrerIn als notwendig und sinnvoll erkannten Qualifikationen deutlich hinausreicht.

Die folgenden Aspekte eines Qualifikationsprofils werden auch und gerade im Zeichen des Wandels als notwendig erachtet:

  1. Fachliche Kompetenz
  2. Fachdidaktische Kompetenz
  3. Pädagogische Kompetenz
  4. Soziale Kompetenz im Umgang mit den KollegInnen und den SchülerInnen
  5. Die Fähigkeit und Bereitschaft, die einmal erworbene Kompetenz und das einmal erworbene Wissen durch Weiterbildung auf dem aktuellen Stand zu halten.

Wichtiger Bestandteil all dieser Kompetenzen ist die Bereitschaft und die Fähigkeit, erworbenes Wissen und angeeignete Kompetenzen in Bezug zum Unterrichtsalltag zu setzen. Dies impliziert die Fähigkeit zur Reflexion von Wissen und Erfahrung. Eine weitere Kompetenz von übergreifender Bedeutung ist die Fähigkeit, geschlechtsspezifische Aspekte des Faches, der Fachdidaktik, der Pädagogik und der Unterrichtspraxis wahrzunehmen und im eigenen Unterricht angemessen zu berücksichtigen.

1. Die fachliche Kompetenz
umfasst insbesondere folgende Punkte:

  • Umfassendes mathematisches Grundwissen, insbesondere Kenntnis der Schulmathematik und ihrer Grundlagen Wissen über Mathematik: Geschichte, Grundlagen, Anwendungen in anderen Wissenschaften, Technik, Berufs- und Alltagswelt, Mathematik und Kultur, Mathematik und Gesellschaft. Ein Bezug dieses Wissens zur schulischen Tätigkeit soll erkannt werden.
  • Kontakt zur Mathematik als lebendige Wissenschaft und nicht nur als bloße Sammlung fertiger Theorien und Ergebnisse.
  • Aktiver Umgang mit Mathematik: Modellieren und Entdecken lernen und lehren können.

2: Die fachdidaktische Kompetenz
umfasst insbesondere folgende Punkte:

  • Ziel der fachdidaktischen Ausbildung ist die Entwicklung der Lehrkompetenz auf der Grundlage der fachlichen Kompetenz und umfangreichen Wissen über Lern- und Erziehungsprozesse sowie über das Berufsfeld Schule unter Bezugnahme auf theoretische Konzepte aus Pädagogik, Psychologie, Soziologie und Philosophie. Dabei ist besonders auf die durch die Neuen Technologien ausgelösten Entwicklungen des Mathematikunterrichts bedacht zu nehmen. Zur Weiterentwicklung der Lehrkompetenz notwendig ist auch die Fähigkeit, Unterricht insbesondere in methodischer und fachlicher Hinsicht zu evaluieren, um Ansatzpunkte für eine kontinuierliche Professionalisierung und Verbesserung der eigenen Lehrtätigkeit zu erhalten (Handlungsforschungskompetenz).

3: Pädagogische Kompetenz
bedeutet die Fähigkeit und Bereitschaft, die Entwicklung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen durch Unterricht und Erziehung zu fördern. Dafür ist Voraussetzung:

  • Kenntnis grundlegender pädagogischer und psychologischer Konzepte zu Lernen, Lehren, Erziehen, Entwicklung sowie deren gesetzlicher und gesellschaftlicher Rahmenbedingungen, und die Fähigkeit, unter Nutzung dieser Konzepte pädagogische Realsituationen zu analysieren, zu verstehen und zu gestalten
  • Methodische Kompetenzen zur Planung und Gestaltung beruflicher Anforderungssituationen mit Kindern Jugendlichen und Erwachsenen (wie z.B. Unterricht; Kommunikation, Interaktion und Konflikt; Diagnose von Eingangsvoraussetzungen und Beurteilung) im Sinne pädagogischer Zielsetzungen.
  • Selbstkompetenz: Von LehrerInnen wird erwartet, in Beziehungen mit Lernenden einzutreten, Konflikte zu bearbeiten, sie bei Schwierigkeiten zu beraten usw.. Dies erfordert von LehrerInnen, sich als Persönlichkeit zu entwickeln und gegebenenfalls auch in Frage zu stellen, aber auch mit den eigenen Ressourcen haushälterisch umzugehen.
  • Kompetenzen zu Reflexion, Evaluation und Weiterentwicklung: Wie in allen komplexen Berufen müssen auch LehrerInnen die Fähigkeit und Bereitschaft aufbauen, ihre Tätigkeit zu reflektieren und daraus zu lernen, um die Qualität des schulischen Angebots und ihre eigenen Kompetenzen weiterzuentwickeln. Reflexion und Feedback in Lehrveranstaltungen, spezielle Trainingsveranstaltungen sowie ein sorgsam begleitetes Schulpraktikum sollen dazu dienen.

4: Soziale Kompetenz
Kompetenzen im Umgang mit SchülerInnen:

  • Fähigkeit, auf Lern- und Entwicklungsschwierigkeiten einzugehen, und zur Konfliktbearbeitung; Schaffung eines den Unterricht fördernden Klimas und Förderung der Integration in der Klassengemeinschaft Kompetenzen im Umgang mit Eltern, ElternvertreterInnen und anderen Bezugspersonen der Schule Bereitschaft und Fähigkeit zu fachlicher und fachübergreifender Teamarbeit mit KollegInnen zwecks Koordination und Weiterentwicklung von Unterricht und Schule

5: Weiterbildungskompetenz
Kenntnis der für die Weiterbildung von LehrerInnen relevanten Angebote (wie z.B.Fachliteratur, neue Medien, Fortbildungskurse und -lehrgänge, Supervision) Bereitschaft und Fähigkeit, sich über pädagogische, fachliche und fachdidaktische Entwicklungen auf dem Laufenden zu halten.

Studienaufbau:

Das Lehramtsstudium an der Technisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Johannes Kepler Universität Linz dauert als Regelstudium 9 Semester und umfasst zwei Studienabschnitte. Der erste Studienabschnitt umfasst 4 Semester, der zweite Studienabschnitt umfasst 5 Semester. Jeder Studienabschnitt wird mit einer Diplomprüfung abgeschlossen.

Berufsaussichten / Jobs:

Der Einsatzbereich von AbsolventInnen der Lehramtsstudien ist primär auf die Lehrtätigkeit im höheren Schulwesen ausgerichtet. Zusätzlich stehen den AbsolventInnen der Lehramtsstudien – besonders, wenn sie die gebotenen Weiterbildungs- und Postgraduate-Programme nützen - Einsatzmöglichkeiten in Industrie und Wirtschaft offen.

Einstiegsvoraussetzungen:

Reifezeugnis oder Studienberechtigungsprüfung

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