Informatik und Informatikmanagement

Lehramtsstudium

Letztes Update: 24.05.2019

Über das Studium:

An der JKU kann das Diplomstudium Lehramt an höheren Schulen für die Fächer Chemie, Physik, Mathematik, Informatik und Informatikmanagement belegt werden. Für alle, die Freude an einem dieser Fächer haben und das Unterrichten von jungen Menschen zu ihrem Beruf machen möchten, ist dieses Studium eine gute Wahl.

Dieses Studium wird mit einer zweiten Lehramtsstudienrichtung oder einem Lehramtsfach einer externen Bildungseinrichtung kombiniert. Das zentrale Ziel ist die wissenschaftlich fundierte Vorbereitung für den Beruf als PädagogIn an einer Allgemeinbildenden Höheren Schule (AHS) oder einer Berufsbildenden Höheren Schule (BHS).

Fächer:

Diesen Fächern begegnest du u.a. im Studienplan:

AI, Algorithmen, Applikationsentwicklung, Arbeitstechnik, Betriebssysteme, Computeralgebra, Cooperative Systems, Datenmodellierung, Datenstrukturen, Datenverarbeitung, Digitale Bildverarbeitung, Digitale Schaltung, Digitale Sprachverarbeitung, E-Government, E-Learning, Embedded Systems, Entwicklung im Jugendalter, Informatik, Informationssysteme, Interaktion, Internet, Knowledge-based Systems, Kommunikation, Lernen, Mathematik, Mensch-Maschine-Kommunikation, Multimediasysteme, Netzwerk, Netzwerkmanagement, Person-Schule-Gesellschaft, Pervasive Computing, Product Line Engineering, Programmiersprachen, Projektorganisation, Präsentationstechnik, Rechnerarchitektur, Requirements Engineering, Schulinformatik, Sicherheitsmodelle in Informationssystemen, Softwarearchitektur, Softwareentwicklung, Standardsoftware, Statistik, Systemadministration, Systemnahe Programmierung, Unterrichtsplanung, Verteilte Systeme, Web Authoring, Wirtschaftsgrundlagen für Informatik, Übersetzerbau

Studieninhalt

Das Lehramtsstudium Informatik dient der fachlichen, der fachdidaktischen und der pädagogischen Berufsvorbildung für das Lehramt an allgemeinbildenden und berufsbildenden höheren Schulen.

AbsolventInnen sollen die Grundlagen in Angewandter, Theoretischer und Technischer Informatik beherrschen, wobei der Schwerpunkt auf Anwendungen liegt. Sie sollen in der Lage sein, Schülerinnen und Schülern den praktischen Einsatz der Informatik im Beruf und im Alltag zu vermitteln. Daneben sollen sie aber auch eine kritische Auseinandersetzung mit der Informationstechnologie und ihren gesellschaftspolitischen Auswirkungen anregen.

Die Informatik durchdringt auch das komplementäre Lehramts-Fach. AbsolventInnen sollen darin geschult werden, neue Medien und neue Unterrichts-Software auch in ihrem zweiten Lehramts-Fach sinnvoll einzusetzen, sowie Anwendungen des komplementären Fachs in den Informatik-Unterricht einzubringen. Informatik-Lehrende sollen in der Lage sein, an Schulen die Rolle von Informationsmanagern auszuüben, die Kolleginnen und Kollegen beim Einsatz der Informatik in anderen Unterrichtsfächern unterstützen und die Informatik-Ressourcen der Schule verwalten (Fachgerechte Auswahl der einzusetzenden Hardware und Software, Systemadministration und Wartungsarbeiten, Netzwerkadministration, Weiterbildung von Kolleginnen und Kollegen, usw.).

Neben fachlichen, fachdidaktischen und pädagogischen Kompetenzen soll das Lehramtsstudium auch die soziale Kompetenz und die Weiterbildungskompetenz der Studierenden fördern. Da sich die Informatik mit enormem Tempo weiterentwickelt, ist das Lehramtsstudium darauf bedacht, vor allem die langlebigen Werte der Informatik zu vermitteln. Studierende sollen dazu angehalten und in die Lage versetzt werden, die erworbenen Grundlagen durch lebenslanges Lernen auf dem neuesten Stand zu halten. Die zu vermittelnden und zu fördernden Kompetenzen umfassen insbesondere:

1. Fachliche Kompetenz

  • Solides Wissen in den Kerngebieten der Informatik. Vertrautheit mit aktuellen Entwicklungen auf diesen Gebieten sowie Beherrschung wissenschaftlicher Methoden der Informatik.
  • Beherrschung der wichtigsten Informatik-Anwendungen (Bürosoftware, Internet- Anwendungen, usw.).
  • Fähigkeit zu fächerübergreifendem und vernetztem Denken.
  • Fähigkeit zur Administration von Hardware und Software im schulischen Betrieb.
  • Wissen über aktuelle Trends der Informatik und ihren Einsatz in anderen Disziplinen sowie die Fähigkeit, dieses Wissen zur schulischen Tätigkeit in Bezug zu setzen.

2. Fachdidaktische Kompetenz

  • Entwicklung der Lehrkompetenz auf der Grundlage der fachlichen Kompetenz.
  • Umfangreiches Wissen über Lern- und Erziehungsprozesse sowie über das Berufsfeld Schule unter Bezugnahme auf theoretische Konzepte aus  Pädagogik, Psychologie, Soziologie und Philosophie.
  • Fähigkeit zum zeitgemäßen Einsatz von Informatikmitteln im Unterricht, insbesondere auch grundlegendes Wissen über die Einsatzmöglichkeiten der Informationstechnologie in anderen Unterrichtsfächern. Einsatz der Informationstechnologie zur Gewinnung von Wissen aus weltweiten Netzen und anderen Informationsträgern.
  • Fähigkeit zur Evaluierung des Unterrichts in methodischer und fachlicher Hinsicht, um Ansatzpunkte für eine kontinuierliche Professionalisierung und Verbesserung der eigenen Lehrtätigkeit zu erhalten.

3. Pädagogische Kompetenz

bedeutet die Fähigkeit und Bereitschaft, die Entwicklung von
Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen durch Unterricht und Erziehung zu fördern. Dafür
ist Voraussetzung:

  • Kenntnis grundlegender pädagogischer und psychologischer Konzepte zu Lernen, Lehren, Erziehen, Entwicklung sowie deren gesetzlicher und gesellschaftlicher
  • Rahmenbedingungen, und die Fähigkeit, unter Nutzung dieser Konzepte pädagogische Realsituationen zu analysieren, zu verstehen und zu gestalten
  • Methodische Kompetenzen zur Planung und Gestaltung beruflicher Anforderungssituationen mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen (wie z.B. Unterricht; Kommunikation, Interaktion und Konflikt; Diagnose von Eingangsvoraussetzungen und Beurteilung) im Sinne pädagogischer Zielsetzungen.
  • Selbstkompetenz: Von Lehrerinnen und Lehrern wird erwartet, in Beziehungen mit Lernenden einzutreten, Konflikte zu bearbeiten, sie bei Schwierigkeiten zu beraten usw.. Dies erfordert, dass Lehrerinnen und Lehrer die eigenen Ressourcen realistisch einschätzen und effizient einsetzen können.
  • Kompetenzen zu Reflexion, Evaluation und Weiterentwicklung: Wie in allen komplexen Berufen müssen auch Lehrerinnen und Lehrer die Fähigkeit und Bereitschaft aufbauen, ihre Tätigkeit zu reflektieren und daraus zu lernen, um die Qualität des schulischen Angebots und ihre eigenen Kompetenzen weiterzuentwickeln. Reflexion und Feedback in Lehrveranstaltungen, spezielle Trainingsveranstaltungen sowie ein sorgsam begleitetes Schulpraktikum sollen dazu dienen.

4. Soziale Kompetenz

  • Kompetenzen im Umgang mit Schülerinnen und Schülern: Fähigkeit, auf Lern- und Entwicklungsschwierigkeiten einzugehen, Fähigkeit zur Konfliktbearbeitung;
  • Schaffung eines den Unterricht fördernden Klimas und Förderung der Integration in der Klassengemeinschaft
  • Kompetenzen im Umgang mit Eltern, Elternvertretern und anderen Bezugspersonen der Schule
  • Bereitschaft und Fähigkeit zu fachlicher und fachübergreifender Teamarbeit mit Kolleginnen und Kollegen zwecks Koordination und Weiterentwicklung von Unterricht und Schule

5. Weiterbildungskompetenz

  • Kenntnis der für die Weiterbildung von Lehrerinnen und Lehrern relevanten Angebote (wie z.B. Fachliteratur, neue Medien, Fortbildungskurse und -lehrgänge, Supervision)
  • Bereitschaft und Fähigkeit, sich über pädagogische, fachliche und fachdidaktische Entwicklungen auf dem Laufenden zu halten.

Studienaufbau:

Das Lehramtsstudium an der Technisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Johannes Kepler Universität Linz dauert als Regelstudium 9 Semester und umfasst zwei Studienabschnitte. Der erste Studienabschnitt umfasst 4 Semester, der zweite Studienabschnitt umfasst 5 Semester. Jeder Studienabschnitt wird mit einer Diplomprüfung abgeschlossen.

Berufsaussichten / Jobs:

Der Einsatzbereich von AbsolventInnen der Lehramtsstudien ist primär auf die Lehrtätigkeit im höheren Schulwesen ausgerichtet. Zusätzlich stehen den AbsolventInnen der Lehramtsstudien – besonders, wenn sie die gebotenen Weiterbildungs- und Postgraduate-Programme nützen - Einsatzmöglichkeiten in Industrie und Wirtschaft offen.

Einstiegsvoraussetzungen:

Reifezeugnis oder Studienberechtigungsprüfung

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