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Sozialraumorientierte und Klinische Soziale Arbeit

Masterstudium

mit Zugangsbeschränkung

Letztes Update: 24.05.2019
Bereich: Sozialarbeit und Beratung 19
Umfang 4 Semester / 120 ECTS
Studienplätze: 65 / Jahr
Sprache:
Deutsch
Abschluss: Master of Arts in Social Sciences (MA)
Studientyp:
Präsenzstudium
Anwesenheit:
Vollzeit
Kosten: gesetzl. Studiengebühr (363,30€ pro Semester)
Website: https://www.fh-campuswien...

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Über das Studium:

Das Studium baut spezifische Handlungskompetenzen und sozialarbeitswissenschaftliche Forschungskompetenz auf und bietet zwei einzigartige Spezialisierungen: Sozialraumorientierung und Klinische Soziale Arbeit. Die Klinische Soziale Arbeit berücksichtigt den sozialen Hintergrund von gesundheitlichen Problemen. Arbeitslosigkeit oder Armutsgefährdung sind Beispiele für krankheitsauslösende soziale Faktoren. Betroffene sind häufig nicht motiviert alleine Hilfe in Anspruch zu nehmen und daher sind Klinische SozialarbeiterInnen gefordert, sie im Zuge eines professionellen Case Management individuell zu unterstützen. Ganz anders die Sozialraumorientierung, die aus der Sozialpolitik kommt und bei vorhandenen sozialen Strukturen ansetzt, um sie zu verändern. Es geht darum neue impulsgebende Angebote zu entwickeln: etwa sozioökonomische Betriebe, offene Kinder- und Jugendbetreuungseinrichtungen, bewohnerInnenorientierte Stadtentwicklung.

Was Sie mitbringen

Sie sind bereit, sich am wissenschaftlichen Diskurs Ihrer Fachgebiete zu beteiligen. Wenn Sie sich für Sozialraumorientierung entscheiden, sind Sie sozialpolitisch interessiert, offen für Neues und analytisch in Ihrer Herangehensweise. Sie möchten sich auf der strukturellen Ebene bewegen und soziale Problemstellungen in ihren politischen, rechtlichen und sozialstrukturellen Zusammenhängen erfassen. In der Klinischen Sozialen Arbeit ist es Ihnen wichtig, einzelne Menschen in Problem- bzw. Konfliktsituationen oder Menschen, die psychisch beeinträchtigt, behindert oder von Exklusion bedroht oder involviert sind, zu unterstützen, mit Ihrer Lebenslage umzugehen und diese zu verbessern.

Fächer:

Diesen Fächern begegnest du u.a. im Studienplan:

Clinical Case Management, Coaching, Datengetriebene Sozialplanung, Ethik, Evaluation, Event Management, Forensik, Interventionelle Sozialtherapie, Interventionsstrategie, Intervision, Klinisch-soziale Projektentwicklung, Klinische Fallführung, Klinische Sozialarbeit, Lokaler Staat und Politikfeldanalyse, Paradigmenanalyse, Professionalisierte Sozialarbeit, Professionelles Handeln im Sozialraum, Programmanalyse des sozialen Raumes, Qualitätsmanagement, Qualitätssicherungssysteme, Risikoanalyse, Sozialarbeit, Sozialplanung, Sozialpsychiatrische, Sozialraumanalyse, Sozialraumorientierte Sozialarbeit, Sozialraumorientierung, Sozialräumliche Forschung, Sozialstaat in der Gender und Diversity Perspektive, Statistik, Strukturen und Entwicklung der Gesellschaft, Supervision, Theorien des sozialen Raumes, Theorienanalyse, Triangulative sozialräumliche Projektentwicklung, Wirkung, Wissenschaftstheorie, Öffentlichkeitsarbeit, Österreichische Wohlfahrtsstaat

Studieninhalt

An unserem attraktiven Hauptstandort profitieren Sie von unserer modernen Infrastruktur. In Lehre und Forschung setzen wir auf Zusammenarbeit. Wir sind österreichweit mit Praxisstellen und Forschungseinrichtungen der Sozialen Arbeit eng vernetzt. Sie haben die Möglichkeit, an Fachtagungen oder Vernetzungstreffen "Praxis Soziale Arbeit" teilzunehmen, die regelmäßig bei uns stattfinden oder im Rahmen von Projekten Forschungserfahrungen zu sammeln. An der Schnittstelle von Forschung, Praxis und Lehre ist bei uns ein eigenes Kompetenzzentrum für Soziale Arbeit angesiedelt. Ein F&E-Projekt, das Klinische Soziale Arbeit und Sozialraumorientierung verbindet, ist AGORA, ein Kooperationsprojekt mit dem Europäischen Zentrum für Wohlfahrtspolitik & Sozialforschung und der FH St. Pölten: Dieses Projekt kommt vor allem Obdach- und Wohnungslosen zugute, deren häufiger Konsum von Alkohol und Drogen gesundheitliche Risiken birgt. Polizei, Sozialarbeit, aber auch andere Berufsgruppen, die den öffentlichen Raum mitgestalten, sollen ihre Kooperation und Koordination verbessern, um gemeinsam effizient gesundheitsfördernde Maßnahmen zu setzen.

Was macht das Studium besonders:

Sozialraumorientierung

  • Sozialraumorientierung: Kompetenzen für Sozialraumanalysen und Bedarfserhebung, um innovative Angebote für soziale Räume und Gesellschaft zu entwickeln
  • NutzerInnen werden als ExpertInnen für Ihre Lebenswelten miteinbezogen
  • einsetzbar in allen etablierten Handlungsfeldern der Sozialen Arbeit und neuen wie Stadtplanung
     

Klinische Soziale Arbeit

  • Von WHO anerkannter Fachdisziplin, die alle Bereiche der Sozialen Arbeit mit direktem KlientInnenkontakt unterstützt
  • an der Schnittstelle von Sozial- und Gesundheitswesen positionieren
  • Kompetenzen zur Behandlung von hard-to-reach KlientInnen aufbauen

Klinische Soziale Arbeit und Sozialraumorientierung sind als akademische Ausbildungen einzigartig in Österreich. In der Sozialraumorientierung werden mittels qualitativer Methoden formelle und informelle Orte und Räume, ihre Qualitäten, Bedeutungen und Funktionen untersucht, um neue Angebote zu entwickeln. Wesentlich ist, dass NutzerInnen selbst als ExpertInnen für Ihre Lebenswelt einbezogen werden. Die Sozialraumorientierung wird immer mehr auch in der Stadtplanung berücksichtigt und eröffnet dort ein breites Feld: In Wien entwickeln sich ganze Stadtteile vom Hauptbahnhof bis zum Flugfeld Aspern neu. Sozialraumorientierung kann in alle Handlungsfelder der Sozialen Arbeit hineinspielen.

Im Gegensatz dazu ist die Klinische Soziale Arbeit eine Spezialdisziplin. Sie ist international anerkannt und schließt die Lücke zwischen Sozial- und Gesundheitssystem. Die World Health Organisation (WHO) definiert neben dem körperlichen und psychischen ausdrücklich das soziale Wohlbefinden als die dritte Säule der Gesundheit. Immer mehr Menschen, die sozialarbeiterische Unterstützung brauchen, leiden unter sozial bedingten Erkrankungen. In ihrem Fall ist professionelles Case Management wichtig, das heißt, es geht nicht nur darum, einzeln zu beraten und medizinische Akutversorgung zu veranlassen, sondern ein zusammenhängendes Hilfesystem zu organisieren.

Qualifikationsprofil:

Sie entscheiden sich für eine der beiden Vertiefungen Sozialraumorientierung oder Klinische Soziale Arbeit. Unabhängig von der Vertiefung setzen Sie sich gemeinsam mit Wissenschaft und Forschung auseinander.

  • Sie befassen sich intensiv mit Sozialarbeitswissenschaft, angewandter Sozialarbeits- sowie quantitativer und qualitativer Sozialforschung. Sie setzen sich mit den Prinzipien der Sozialethik auseinander und lernen über European Social Policies. Zu Ihrer Ausbildung gehören auch Projektmanagement, Qualitätssicherung und Evaluierung.
  • Sozialraumorientierung vermittelt die kontextanalytische Perspektive. Sie sind in der Lage, relevanten Bedarf wissenschaftlich gestützt zu erkennen und im Rahmen von Projekten neue Angebote zu entwickeln. Sie werfen einen kritischen Blick auf wohlfahrtsstaatliche Systeme und analysieren Sozialpolitik und ihre Auswirkungen. Im Rahmen von "Gender & Diversity" erkennen Sie die Wichtigkeit und Bedeutung von sozialer Vielfalt.
  • Klinische Sozialarbeit umfasst die soziale Dimension von Gesundheit. Sie setzen sich - auch an Hand von Fallarbeit - mit krankheitsbedingten sozialen Folgeerscheinungen auseinander. In der interventionellen Sozialtherapie lernen Sie wirkungsvolle Maßnahmen umzusetzen. Sie entdecken in der Sozialpsychiatrie Ihren sozialbedingten Beitrag zur psychischen Gesundheit. Sie spezialisieren sich auf den Bereich der "non compliance" bzw. "hard to reach" KlientInnen und erweitern damit Ihre Kompetenz auch auf das Gebiet der Sicherheit und der sozialen Prävention.

Berufsaussichten / Jobs:

Soziale Jobs in der in der Strukturentwicklung oder an der Schnittstelle zur Gesundheit werden mehr. Die Klinische Soziale Arbeit unterstützt als Fachdisziplin alle Bereiche der Sozialen Arbeit mit direktem KlientInnenkontakt. In verschiedenen Handlungsfeldern wie Familien- und Jugendhilfe, Wohnungsloseneinrichtungen, in der Psychiatrie oder im Psychosozialen Dienst haben Sie in einem interdisziplinären Umfeld mit Menschen Kontakt, die durch eine Vielzahl an biopsychosozialen Störungen und Problemen beeinträchtigt sind. Wenn Sie sich auf Sozialraumorientierung spezialisiert haben, entwickeln Sie in verschiedenen gesellschaftspolitischen Handlungsfeldern der Sozialen Arbeit neue Angebote und Projekte. Dazu gehören auch interkulturelle und generationsübergreifende Innovationen. Ein klassisches Anwendungsbeispiel für Sozialraumorientierung ist die Jugendarbeit. Hier konzentriert sich das Angebot für Jugendliche nicht nur auf Einrichtungen, die besucht werden können, sondern auch auf nicht-organisierte Orte wie Treff-, Streif- oder auch Angsträume. Aus den Antworten heraus, die Jugendliche selbst geben, werden Angebote abseits von etablierten Jugendeinrichtungen entwickelt, aber auch Räume geplant.

  • Offene und mobile Betreuungsformen
  • Krankenanstalten
  • Ambulante Gesundheitseinrichtungen
  • Sozial- und Gesundheitszentren
  • Heilpädagogische Institutionen
  • Sozialpsychiatrische Dienste
  • Rehabilitationszentren
  • Suchttherapiezentren Sozioökonomische Betriebe
  • Berufsintegrationseinrichtungen
  • Vertretungsnetzwerk
  • Neustart
  • Offene Kinder- und Jugendbetreuung
  • Social-Profit-Organisationen
  • Sozial- und Gesundheitsbehörden
  • Sozialberufliche Bildungseinrichtungen
  • Sozialpolitische Forschungsinstitute
  • Gebietsbetreuung - bewohnerInnenorientierte Stadtentwicklung

Einstiegsvoraussetzungen:

  • Bachelor oder vergleichbarer Abschluss an einer Hochschule mit in Summe 180 ECTS
  • Diplom einer dreijährigen Akademie für Soziale Arbeit
  • Gleichwertiges ausländisches Zeugnis
  • Ein Sprachdiplom über das Niveau B2/2 ist vorzuweisen, wenn Deutsch nicht die Muttersprache ist
  • Regelung für Studierende aus Drittstaaten

Das Aufnahmeverfahren besteht aus einem Wissenstest und einem strukturierten Einzelinterview. BewerberInnen werden auf Grund der Ergebnisse des Aufnahmeverfahrens bei der Vergabe der Studienplätze gereiht.

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