Zahnmedizin

Diplomstudium

mit Zugangsbeschränkung

Letztes Update: 24.05.2019
Bereich: Zahnmedizin 8
Umfang 12 Semester / 360 ECTS
Sprache:
Deutsch
Abschluss: Doktor/ Doktorin der Zahnheilkunde (Dr. med. dent.)
Studientyp:
Präsenzstudium
Anwesenheit:
Vollzeit
Kosten: €12.000 pro Semester
Website: https://www.dp-uni.ac.at/...

Über das Studium:

Die DPU ist die erste und einzige Privatuniversität in Österreich, die ein Diplomstudium Zahnmedizin zum Dr. med. dent. anbietet. Darüber hinaus ergänzen die Studiengänge "Bachelor Dental Hygiene (BA)“ und „Bachelor/Master Medizinjournalismus und Öffentlichkeitsarbeit (BA/MA)“ das Angebot der DPU an weiteren Grundstudien. An der DPU sind rund 620 Studierende für den Studienschwerpunkt, das sechsjährige Diplomstudium Zahnmedizin zum Dr. med. dent., inskribiert, die überwiegend aus Europa, teils sogar der ganzen Welt stammen.

Die Danube Private University (DPU) wird getragen von der PUSH - Postgraduale Universitätsstudien für Heilberufe GmbH, die seit nahezu zwei Jahrzenten weltweit in der Durchführung von Universitätslehrgängen Master of Science Fachgebiet (MSc) (Studiensprachen: Deutsch/Englisch) für ZahnärztInnen - auch in vorhergehender Kooperation mit der Donau-Universität Krems (DUK) - tätig ist. Bisher wurden bereits über 5600 Zahnärzte/-ärztinnen zum Master of Science Fachgebiet (MSc) graduiert. Weitere 1100 absolvieren aktuell einen der Universitätslehrgänge.

Studieninhalt

Wissenschaftliche Gutachter (bestehend aus Universitätsprofessoren aus Österreich, Deutschland und der Schweiz) haben die EU-Richtlinien-Konformität des Diplomstudiums Zahnmedizin zum Dr. med. dent. an der DPU – so im Sommer 2009 das Protokoll des Österreichischen Akkreditierungsrates (ÖAR), festgehalten im Bescheid des österreichischen Wissenschaftsministeriums – einstimmig und voll bestätigt. Die Lehrenden und Studierenden an Privatuniversitäten sind nach Maßgabe von § 3 Abs. 6 und § 4 Abs. 4 PUG den Lehrenden und Studierenden an staatlichen Universitäten gleichgestellt.

Turnusgemäß wurde nach einem umfangreichen Verfahren der wissenschaftlichen Begutachtung der Organisation, der Lehr- und Forschungsaktivitäten, der Einrichtung und des Personals von der Agentur für Qualitätssicherung und Akkreditierung Austria (AQ Austria) als staatlicher Behörde Anfang August 2014 die Akkreditierung der DPU bis August 2020 verlängert. Nach einer weiteren routinemäßigen Überprüfung im Jahr 2020, die generell bei Privatuniversitäten eingefordert wird, wird eine neuerliche Verlängerung für weitere zwölf Jahre, also bis 2032, erfolgen.

Für das Diplomstudium Zahnmedizin zum Dr. med. dent. wird im Gutachten der AQ Austria eine „Orientierung des Studiums an Prinzipien einer umfassenden problemorientierten und evidenzbasierten Zahnmedizin“ bescheinigt. So heißt es unter anderem:

„Zusammenfassend ist festzustellen, dass der Aufbau der Lehre, die didaktische Gestaltung des Curriculums, der Module in der Weiterbildung, aber auch die Prüfungsordnung, der Workload und die Studiendauer internationale Standards jedenfalls erfüllen oder gar übertreffen. Die geforderten Lernziele und Qualifikationen können erreicht werden und der vorgesehene akademische Grad ist international vergleichbar.“

In sechs Jahren zum Doktor der Zahnheilkunde (Dr. med. dent.)

Es handelt sich um ein zwölfsemestriges Diplomstudium, das die AbsolventInnen mit dem Dr. med. dent. und der Approbation als Zahnarzt/zur Zahnärztin der Akkreditierung entsprechend abschließen.

Die leistungsorientierten Studierenden der Zahnmedizin werden aufgrund der Studienorganisation – 20 Semesterwochen anstatt der an staatlichen Universitäten üblichen 15 und verkürzte Semesterferien –, eines intensiven Blockunterrichts mit nachbetreuenden Tutorien und der starken Praxisorientierung des Studiums nach den in Österreich gesetzlich vorgeschriebenen sechs Jahren mit dem Dr. med. dent. abschließen. Im sechsten Studienjahr wird ein Wahlpflichtfach belegt, das als Wegweiser zu einem späteren postgradualen Universitätslehrgang Master of Science (MSc) in einem selbstzuwählenden Fachgebiet an der DPU, berufsbegleitend zur Tätigkeit als DoktorIn der Zahnheilkunde in der Praxis, absolviert wird.

Praxisorientierung

Die Fakultät Medizin/Zahnmedizin legt von Beginn des Studiums an Wert auf eine besondere Praxisorientierung. Bereits im zweiten Semester werden die Studierenden an Patienten herangeführt. Das Praktikum „Berufsfeldkennung“ findet nach einer Einführung, auch in die klinische Zahnmedizin, Werkstoffkunde und Praxishygiene, in Form einer Hospitation in Zahnarztpraxen statt. In vier von sechs vorklinischen Semestern kommen die Studierenden der DPU in Kontakt mit Patienten und klinischen Fragestellungen.

Zur Einführung in die klinische Betreuung ihrer Patienten werden die Studierenden am Phantom so lange intensiv ausgebildet – die modernen CAD/CAM-Verfahren mit der digitalen Impression stehen mit im Fokus –, bis sie mit großer Behandlungssicherheit in die Klinik „entlassen“ werden können, um als candidati med. dent. das klinische Pflichtenheft im Rahmen des 72- Wochen-Praktikums im Zahnambulatorium Krems der DPU zu erfüllen.

Die semesterweise durchgehend eingeteilte Betreuung durch ein festes Team aus klinisch erfahrenen Ober- und Assistenzärzten, unter wissenschaftlicher Leitung der jeweils zuständigen Professoren, erlaubt es, mit den Studierenden diagnose- und fallorientiert die Patienten im Rahmen eines zentrumsübergreifenden Konzeptes zu versorgen. Die dauerhafte Supervision der Arbeitsschritte der Studierenden durch semesterweises fixes ärztliches Personal begünstigt es zudem, allfällige Leistungsdefizite rasch zu erkennen, Hilfe zur Optimierung zu leisten sowie besondere Talente zu identifizieren, diese in Arbeitsgruppen einzubinden und für wissenschaftliche Projekte, auch im Rahmen einer späteren Diplomarbeit, gegebenenfalls mit Publikation, heranzuziehen. Der Primar und Qualitätssicherungsbeauftragte des Zahnambulatoriums Krems der DPU, Vizepräsident der Niederösterreichischen Zahnärztekammer, MR Dr. med. univ. Sven Orechovsky, ist für die organisatorischen Behandlungsabläufe und die klinisch-strukturelle Qualitätssicherung zuständig.

Des Weiteren assistiert jeder candidatus med. dent. einem der Professoren in einem regelmäßigen Turnus und darf nach Absolvierung intensiver Kurse an der DPU implantieren. Ein Studierender setzt an der DPU durchschnittlich sechs Implantate während seines Integrierten Behandlungskurses. Es erfolgt zudem eine Ausbildung im Strahlenschutz und in der Sterilgutversorgung, so dass die Studierenden auch Einblick in die weiteren klinischen Tätigkeiten eines Zahnarztes erhalten.

Die candidati med. dent. behandeln ihre Patienten vom ersten Kontakt bis hin zur Fertigstellung der Versorgung unter Aufsicht von Professoren, Ober- und Assistenzärzten.

Des Weiteren assistiert jeder cadidatus med. dent. einem der Professoren in einem regelmäßigen Turnus und darf nach Absolvierung intensiver Kurse an der DPU implantieren. Im Sommer 2017 wurde bereits das 1000. studentische Implantat im Zahnambulatorium Krems der DPU seit seiner Eröffnung im WS 2011/12 gesetzt, womit jeder Studierende durchschnittlich 6 Implantate gesetzt hat. Es erfolgt zudem eine Ausbildung im Strahlenschutz und in der Sterilgutversorgung, so dass die Studierenden auch Einblick in die weiteren klinischen Tätigkeiten eines Zahnarztes/einer Zahnärztin erhalten.

Internationalität

Bereits zu Beginn des Studiums – im ersten Semester – findet eine Lehrveranstaltung „Englische Fachterminologie“ statt. Im Fach „Wissenschaftliches Arbeiten“ werden die Studierenden an die Bearbeitung der internationalen wissenschaftlichen Literatur in einer globalisierten Welt herangeführt.

Gesamtverantwortung

Das Studium ist neben einer umfassenden medizinischen Grundausbildung durchgängig auf die Gesamt-verantwortung der Zahnärzte ausgerichtet. Dies erfolgt in einer besonders vernetzten Zusammenarbeit der verschiedenen Disziplinen. So werden Fachgebiete wie Biologie, Chemie, Anatomie, Physiologie, Pharmakologie, aber auch der Allgemeinmedizin auf die besonderen Herausforderungen in der Zahnmedizin konzentriert. Ethik in der Medizin/Zahnmedizin wird als übergreifende Thematik stark in den Studienplan eingebunden. In höherem Maße als international heute in Zahnmedizin-Studiengängen üblich sind medizinische Fächer Teil des Studiums an der DPU. Ergänzt wird das theoretische Wissen auf diesen Gebieten durch eine Hospitanz in medizinischen Einrichtungen.

Im klinischen Abschnitt wird der praktische Unterricht nach dem Prinzip des problemorientierten Lernens durchgeführt. Im Gegensatz zu den meist üblichen fächergegliederten Behandlungskursen übernehmen die Studierenden im Rahmen des 72 Wochen dauernden Praktikums zur Erfüllung des klinischen Pflichtenheftes im Zahnambulatorium Krems der DPU einen Patienten und versorgen ihn umfassend nach einem zuvor erstellten Behandlungsplan und zentrumsübergreifend auf allen Teilgebieten der Zahnmedizin.

In wöchentlichen Fallbesprechungen und klinischen Wissenszirkeln wird begleitend zum Integrierten Behandlungskurs die Theorie zur Praxis durch den für die Lehre verantwortlichen Professor evaluiert und werden mündliche Prüfungssituationen simuliert, die als Übung in Hinblick auf die 3. Diplomprüfung, mit dem Ziel der Graduierung zum Dr. med. dent. dienen.

Die Ausbildung entspricht somit den Anforderungen, die die Dental-Excellence-Praxis der Zahnmedizin an einen Zahnarzt tagtäglich stellt. Außerdem übernimmt der Studierende dadurch in einem weit höheren Maße Verantwortung für die Behandlung „seines“ Patienten, als es in dem traditionellen System der Zuordnung von oberärztlich ausgewählten Behandlungsaufgaben der Fall ist. Planungen werden von den Studierenden erstellt und erforderlichenfalls von einem multidisziplinären Team von Ober- und Assistenzärzten ausgearbeitet. Es wird hoher Wert auf Patientenbindung gelegt. In diesem Zusammenhang werden auch besondere Fähigkeiten der Studierenden durch Seminare wie „Patientenkommunikation“, „Empathie“, „Angstpatienten“, „Werte und seelische Gesundheit“ und „Umgang mit Seniorpatienten“ trainiert.

Die Studierenden im klinischen Semester erhalten des Öfteren Briefe von dankbaren Patienten, die damit ihre Wertschätzung zum Ausdruck bringen.

Studienaufbau:

1. Studienabschnitt: 1. und 2. Semester

Der erste Studienabschnitt umfasst zwei Semester mit insgesamt 1.660 Unterrichtseinheiten (UE = 45 Min.), entsprechend 83 Semesterwochenstunden (SWS). Der Workload beträgt 1.500 Stunden, entsprechend 60 ECTS-Creditpoints.

Anders als an vielen Universitäten startet das Diplomstudium Zahnmedizin zum Dr. med. dent. an der DPU mit einer breiten theoretischen Einführung in die Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, gefolgt von einem Praktikum im zahntechnischen Labor. Des Weiteren werden die Studierenden durch Vorlesungen, Seminare und Praktika in die Naturwissenschaften (Biologie, Chemie und Physik) eingeführt. Um das breite Spektrum des zahnärztlichen Berufes aufzuzeigen, erfolgt im zweiten Semester nach einer Einführung in die Berufsfeldkennung, die Praxishygiene und die Werkstoffkunde bereits ein zweiwöchiges Hospitationspraktikum in einer Zahnarztpraxis, in der die Studierenden den ersten Patientenkontakt erfahren. Zudem wird die „Medizinische Ethik" mit Bezug auf die Gesamtverantwortung des Zahnarztes/der Zahnärztin gegenüber den PatientInnen gelehrt. Schon im ersten Studienabschnitt wird Wert auf eine Anleitung zum „Wissenschaftlichen Arbeiten“ gelegt. Neben einer Einführung und ergänzenden Übungen in biostatistischen Verfahren soll der/die Studierende das Arbeiten in Bibliotheken, die Literaturrecherche und das Verfassen eigener wissenschaftlicher Texte erlernen. Damit die Studierenden internationale Texte aus der Zahnmedizin verstehen und schon jetzt zu einem fachlichen Austausch in einer globalisierten Welt fähig sind, wird ergänzend die „Englische Fachterminologie“ gelehrt. Nach kontrolliertem Eigenstudium werden regelmäßig Coachings und Tutorien zur Wissensevaluierung und Prüfungsvorbereitung durchgeführt.

Zum Ende des ersten Studienabschnitts erfolgt die erste Diplomprüfung (FIP I/SIP I), deren erfolgreiche Teilnahme Voraussetzung für den Eintritt in den zweiten vorklinischen Studienabschnitt ist.

2. Studienabschnitt: 3. bis 6. Semester

Der zweite Studienabschnitt umfasst vier Semester mit insgesamt 3.390 Unterrichtseinheiten (UE = 45 Min.), entsprechend 169,5 Semesterwochenstunden (SWS). Der Workload beträgt 3.000 Stunden, entsprechend 120 ECTS-Creditpoints. Studierende anderer Universitäten, die sich für einen Quereinstieg in den zweiten Studienabschnitt an der DPU bewerben, müssen die 1. Diplomprüfung (FIP/SIP I) oder eine äquivalente Prüfung nachweisen. Über die Gleichwertigkeit entscheidet, unter Berücksichtigung und vorbehaltlich gesetzlicher Regelungen (auch ENIC-NARIC), der/die DepartmentleiterIn in der Fakultät Medizin/Zahnmedizin.

Es erfolgen zunächst eine spezifizierte Ausbildung in den Fachbereichen  der  Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde, die Phantomkurse “Zahnerhaltung”, “Zahnärztliche Prothetik” und “Digitale Technologien in der Zahnmedizin (CAD/CAM)” sowie im Ambulanzpraktikum zur Heranführung an den Patienten/die Patientin. Des Weiteren werden die Lifesciences behandelt und eine Einführung in die für ZahnmedizinerInnen wesentlichen Fachbereiche der Humanmedizin abgehalten.

Am Ende des zweiten Studienabschnittes wird die zweite Diplomprüfung (FIP II/SIP II) durchgeführt, deren erfolgreiche Teilnahme Voraussetzung für den Eintritt in den dritten, den klinischen Studienabschnitt ist.

Klinik:

3. Studienabschnitt: 7. bis 12. Semester

Der dritte Studienabschnitt umfasst 3.620 Unterrichtseinheiten (2.715 Stunden), entsprechend 181 Semesterwochenstunden.

Der Workload beträgt 4.500 Stunden, entsprechend 180 ECTS-Creditpoints. Er ergibt sich daraus, dass besonders im sechsten Studienjahr die Diplomarbeit, Praktikumsberichte mit Falldokumentationen und die Prüfungsvorbereitung zu leisten sind. Den Schwerpunkt im dritten Studienabschnitt bilden die klinischen Praktika an PatientInnen unter entsprechender Betreuung sowie Aufsicht, die vorherige einführende Vorlesung zum jeweiligen Fachgebiet und die Erfüllung des Pflichtenheftes. Die klinischen Praktika umfassen insgesamt 72 Wochen á 40 UE. Das 72-Wochen-Praktikum wird als integrierter klinischer Kurs durchgeführt, das Pflichtenheft in den einzelnen Therapiebereichen wird über einen Katalog von Minimalanforderungen und eine Gesamtpunktzahl erfüllt. Vorlesungen und Seminare zu den Behandlungskursen werden für die Fachbereiche gesondert abgehalten. Der besseren internationalen Vergleichbarkeit wegen werden die Behandlungskurse ihrer Wertigkeit folgend in der Übersicht der Organisation des dritten Studienabschnittes ebenfalls getrennt aufgeführt, dies mit dem Hinweis auf die holistische Patientenversorgung an der DPU-Klinik.

Neben den zahnärztlichen und medizinischen Praktika besitzt das Wahlpflichtfach in diesem Abschnitt große Bedeutung. Im Wahlpflichtfach kann der/die Studierende Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten in einem speziellen Teilbereich der Zahnheilkunde – der persönlichen Wahl und dem persönlichen Interesse entsprechend – erwerben, oder sich unter Anerkennung seiner medizinisch-naturwissenschaftliche Vorbildung in das Bachelor-Studium Medizinjournalismus und Öffentlichkeitsarbeit integrieren.

Mit dem vollständigen erfolgreichen Abschluss der dritten Diplomprüfung (FIP III/SIP III) wird der Nachweis für das Beherrschen aller für die Ausübung des Berufes Zahnarzt/Zahnärztin erforderlichen Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten erbracht und das Diplomstudium Zahnmedizin mit dem Dr. med. dent. abgeschlossen.

Qualifikationsprofil:

Wissenschaftliche Gutachter (bestehend aus Universitätsprofessoren aus Österreich, Deutschland und der Schweiz) haben die EU-Richtlinien-Konformität des Diplomstudiums Zahnmedizin zum Dr. med. dent. an der DPU – so im Sommer 2009 das Protokoll des Österreichischen Akkreditierungsrates (ÖAR), festgehalten im Bescheid des österreichischen Wissenschaftsministeriums – einstimmig und voll bestätigt. Die Lehrenden und Studierenden an Privatuniversitäten sind nach Maßgabe von § 3 Abs. 6 und § 4 Abs. 4 PUG den Lehrenden und Studierenden an staatlichen Universitäten gleichgestellt.

Turnusgemäß wurde nach einem umfangreichen Verfahren der wissenschaftlichen Begutachtung der Organisation, der Lehr- und Forschungsaktivitäten, der Einrichtung und des Personals von der Agentur für Qualitätssicherung und Akkreditierung Austria (AQ Austria) als staatlicher Behörde Anfang August 2014 die Akkreditierung der DPU bis August 2020 verlängert. Nach einer weiteren routinemäßigen Überprüfung im Jahr 2020, die generell bei Privatuniversitäten eingefordert wird, wird eine neuerliche Verlängerung für weitere zwölf Jahre, also bis 2032, erfolgen.

Für das Diplomstudium Zahnmedizin zum Dr. med. dent. wird im Gutachten der AQ Austria eine „Orientierung des Studiums an Prinzipien einer umfassenden problemorientierten und evidenzbasierten Zahnmedizin“ bescheinigt. So heißt es unter anderem:

„Zusammenfassend ist festzustellen, dass der Aufbau der Lehre, die didaktische Gestaltung des Curriculums, der Module in der Weiterbildung, aber auch die Prüfungsordnung, der Workload und die Studiendauer internationale Standards jedenfalls erfüllen oder gar übertreffen. Die geforderten Lernziele und Qualifikationen können erreicht werden und der vorgesehene akademische Grad ist international vergleichbar.“

In sechs Jahren zum Doktor der Zahnheilkunde (Dr. med. dent.)

Es handelt sich um ein zwölfsemestriges Diplomstudium, das die AbsolventInnen mit dem Dr. med. dent. und der Approbation als Zahnarzt/zur Zahnärztin der Akkreditierung entsprechend abschließen.

Die leistungsorientierten Studierenden der Zahnmedizin werden aufgrund der Studienorganisation – 20 Semesterwochen anstatt der an staatlichen Universitäten üblichen 15 und verkürzte Semesterferien –, eines intensiven Blockunterrichts mit nachbetreuenden Tutorien und der starken Praxisorientierung des Studiums nach den in Österreich gesetzlich vorgeschriebenen sechs Jahren mit dem Dr. med. dent. abschließen. Im sechsten Studienjahr wird ein Wahlpflichtfach belegt, das als Wegweiser zu einem späteren postgradualen Universitätslehrgang Master of Science (MSc) in einem selbstzuwählenden Fachgebiet an der DPU, berufsbegleitend zur Tätigkeit als DoktorIn der Zahnheilkunde in der Praxis, absolviert wird.

Praxisorientierung

Die Fakultät Medizin/Zahnmedizin legt von Beginn des Studiums an Wert auf eine besondere Praxisorientierung. Bereits im zweiten Semester werden die Studierenden an Patienten herangeführt. Das Praktikum „Berufsfeldkennung“ findet nach einer Einführung, auch in die klinische Zahnmedizin, Werkstoffkunde und Praxishygiene, in Form einer Hospitation in Zahnarztpraxen statt. In vier von sechs vorklinischen Semestern kommen die Studierenden der DPU in Kontakt mit Patienten und klinischen Fragestellungen.

Zur Einführung in die klinische Betreuung ihrer Patienten werden die Studierenden am Phantom so lange intensiv ausgebildet – die modernen CAD/CAM-Verfahren mit der digitalen Impression stehen mit im Fokus –, bis sie mit großer Behandlungssicherheit in die Klinik „entlassen“ werden können, um als candidati med. dent. das klinische Pflichtenheft im Rahmen des 72- Wochen-Praktikums im Zahnambulatorium Krems der DPU zu erfüllen.

Die semesterweise durchgehend eingeteilte Betreuung durch ein festes Team aus klinisch erfahrenen Ober- und Assistenzärzten, unter wissenschaftlicher Leitung der jeweils zuständigen Professoren, erlaubt es, mit den Studierenden diagnose- und fallorientiert die Patienten im Rahmen eines zentrumsübergreifenden Konzeptes zu versorgen. Die dauerhafte Supervision der Arbeitsschritte der Studierenden durch semesterweises fixes ärztliches Personal begünstigt es zudem, allfällige Leistungsdefizite rasch zu erkennen, Hilfe zur Optimierung zu leisten sowie besondere Talente zu identifizieren, diese in Arbeitsgruppen einzubinden und für wissenschaftliche Projekte, auch im Rahmen einer späteren Diplomarbeit, gegebenenfalls mit Publikation, heranzuziehen. Der Primar und Qualitätssicherungsbeauftragte des Zahnambulatoriums Krems der DPU, Vizepräsident der Niederösterreichischen Zahnärztekammer, MR Dr. med. univ. Sven Orechovsky, ist für die organisatorischen Behandlungsabläufe und die klinisch-strukturelle Qualitätssicherung zuständig.

Des Weiteren assistiert jeder candidatus med. dent. einem der Professoren in einem regelmäßigen Turnus und darf nach Absolvierung intensiver Kurse an der DPU implantieren. Ein Studierender setzt an der DPU durchschnittlich sechs Implantate während seines Integrierten Behandlungskurses. Es erfolgt zudem eine Ausbildung im Strahlenschutz und in der Sterilgutversorgung, so dass die Studierenden auch Einblick in die weiteren klinischen Tätigkeiten eines Zahnarztes erhalten.

Die candidati med. dent. behandeln ihre Patienten vom ersten Kontakt bis hin zur Fertigstellung der Versorgung unter Aufsicht von Professoren, Ober- und Assistenzärzten.

Des Weiteren assistiert jeder cadidatus med. dent. einem der Professoren in einem regelmäßigen Turnus und darf nach Absolvierung intensiver Kurse an der DPU implantieren. Im Sommer 2017 wurde bereits das 1000. studentische Implantat im Zahnambulatorium Krems der DPU seit seiner Eröffnung im WS 2011/12 gesetzt, womit jeder Studierende durchschnittlich 6 Implantate gesetzt hat. Es erfolgt zudem eine Ausbildung im Strahlenschutz und in der Sterilgutversorgung, so dass die Studierenden auch Einblick in die weiteren klinischen Tätigkeiten eines Zahnarztes/einer Zahnärztin erhalten.

Internationalität

Bereits zu Beginn des Studiums – im ersten Semester – findet eine Lehrveranstaltung „Englische Fachterminologie“ statt. Im Fach „Wissenschaftliches Arbeiten“ werden die Studierenden an die Bearbeitung der internationalen wissenschaftlichen Literatur in einer globalisierten Welt herangeführt.

Gesamtverantwortung

Das Studium ist neben einer umfassenden medizinischen Grundausbildung durchgängig auf die Gesamt-verantwortung der Zahnärzte ausgerichtet. Dies erfolgt in einer besonders vernetzten Zusammenarbeit der verschiedenen Disziplinen. So werden Fachgebiete wie Biologie, Chemie, Anatomie, Physiologie, Pharmakologie, aber auch der Allgemeinmedizin auf die besonderen Herausforderungen in der Zahnmedizin konzentriert. Ethik in der Medizin/Zahnmedizin wird als übergreifende Thematik stark in den Studienplan eingebunden. In höherem Maße als international heute in Zahnmedizin-Studiengängen üblich sind medizinische Fächer Teil des Studiums an der DPU. Ergänzt wird das theoretische Wissen auf diesen Gebieten durch eine Hospitanz in medizinischen Einrichtungen.

Im klinischen Abschnitt wird der praktische Unterricht nach dem Prinzip des problemorientierten Lernens durchgeführt. Im Gegensatz zu den meist üblichen fächergegliederten Behandlungskursen übernehmen die Studierenden im Rahmen des 72 Wochen dauernden Praktikums zur Erfüllung des klinischen Pflichtenheftes im Zahnambulatorium Krems der DPU einen Patienten und versorgen ihn umfassend nach einem zuvor erstellten Behandlungsplan und zentrumsübergreifend auf allen Teilgebieten der Zahnmedizin.

In wöchentlichen Fallbesprechungen und klinischen Wissenszirkeln wird begleitend zum Integrierten Behandlungskurs die Theorie zur Praxis durch den für die Lehre verantwortlichen Professor evaluiert und werden mündliche Prüfungssituationen simuliert, die als Übung in Hinblick auf die 3. Diplomprüfung, mit dem Ziel der Graduierung zum Dr. med. dent. dienen.

Die Ausbildung entspricht somit den Anforderungen, die die Dental-Excellence-Praxis der Zahnmedizin an einen Zahnarzt tagtäglich stellt. Außerdem übernimmt der Studierende dadurch in einem weit höheren Maße Verantwortung für die Behandlung „seines“ Patienten, als es in dem traditionellen System der Zuordnung von oberärztlich ausgewählten Behandlungsaufgaben der Fall ist. Planungen werden von den Studierenden erstellt und erforderlichenfalls von einem multidisziplinären Team von Ober- und Assistenzärzten ausgearbeitet. Es wird hoher Wert auf Patientenbindung gelegt. In diesem Zusammenhang werden auch besondere Fähigkeiten der Studierenden durch Seminare wie „Patientenkommunikation“, „Empathie“, „Angstpatienten“, „Werte und seelische Gesundheit“ und „Umgang mit Seniorpatienten“ trainiert.

Die Studierenden im klinischen Semester erhalten des Öfteren Briefe von dankbaren Patienten, die damit ihre Wertschätzung zum Ausdruck bringen.

Einstiegsvoraussetzungen:

Grundsätzlich müssen die Studierenden die Zulassungsbedingungen analog § 63 dem Universitätsgesetz (UG 2002) erfüllen, also entsprechend § 64 UG die „allgemeine Universitätsreife“, ein „Europäisches Maturazeugnis“ oder einen „gleichwertigen Abschluss“ (z. B. Abitur, International Baccalaureate) nachweisen. Es wird ein Aufnahmeverfahren durchgeführt, in dessen Mittelpunkt nicht die Matura- bzw. Abiturnote steht, sondern ein „Matura-plus-Konzept“. Ziel dieses Aufnahmeverfahrens ist es, begabte und motivierte junge Menschen zu finden, von denen erwartet werden kann, dass sie selbstständig wissenschaftliches Denken erlernen wollen, und bei denen eine ethische Motivation erkennbar ist. Sie sind bereit und in der Lage, sich einer berufsqualifizierenden Ausbildung zu unterziehen und Ideenfähigkeit und Gestaltungswillen zu entwickeln. Ausländische StudienbewerberInnen, zum Beispiel aus den europäischen Ländern, aber auch aus anderen Ländern der Welt, haben unter Berücksichtigung gesetzlicher Regelungen und bei Erfüllung der ENIC-NARIC-Bedingungen Chancengleichheit. Das Aufnahmeverfahren wird nach dem Prinzip der willkürfreien Ermessensentscheidung in mehreren Stufen durchgeführt.

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