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Sonja Sheikh folgt Johann Jäger an Spitze des Forschungsnetzwerks ACR

2. Oktober 2018 - 10:41

Die stellvertretende Generaldirektorin der KMU Forschung Austria, Sonja Sheikh (47), folgt Johann Jäger als Geschäftsführer des Forschungsnetzwerks Austrian Cooperative Research (ACR), sobald dieser im Juni kommenden Jahres in Pension geht. Das wurde bei der ACR-Enquete in Wien bekannt gegeben. Dort wurden auch die jährlichen ACR-Preise vergeben.

Sheikh ist stellvertretende Generaldirektorin der KMU Forschung Austria
Sheikh ist stellvertretende Generaldirektorin der KMU Forschung Austria

Jäger ist seit 1995 Geschäftsführer der ACR, dem 1954 als "Vereinigung der kooperativen Forschungsinstitute der gewerblichen Wirtschaft Österreichs" gegründeten Dachverband von derzeit 18 kooperativen Forschungsinstituten, die speziell für KMU angewandte Forschung und Entwicklung betreiben. 2017 erwirtschafteten die ACR-Institute mit 775 Mitarbeitern einen Umsatz von 64,4 Mio. Euro.

Sheikh, geboren am 13. Juni 1971 in Berlin, studierte Wirtschaftswissenschaften an der Universität Gießen (Deutschland) und promovierte 1999 im Bereich Volkswirtschaftstheorie und -politik an der Wirtschaftsuniversität Wien. Seit 1997 arbeitet sie bei der KMU Forschung Austria. Seit 2004 ist die Spezialistin für Evaluierungen im Bereich Forschungs-, Technologie- und Innovationspolitik stellvertretende Direktorin des Instituts.

Elektroroller fürs Handgepäck gewinnt ACR-Start-up-Preis

Mit dem "ACR Start-up Preis powered by aws" wurden im Rahmen der Enquete die Dornbirner Mechatronik-Absolventen Markus Hager und Christian Krüse gemeinsam mit dem Vorarlberger Forschungsunternehmen V-Research ausgezeichnet. Die beiden Gründer haben einen Elektroroller entwickelt, der nur fünf Kilo wiegt und sich so falten lässt, dass er ins Handgepäck passt, V-Research unterstützte die Entwicklung mit reibmechanischen Analysen. Der E-Scooter soll 2019 auf den Markt kommen.

Zudem wurden drei Kooperationspreise für erfolgreiche Innovationen vergeben, die in Zusammenarbeit eines KMU mit einem ACR-Forschungsinstitut entstanden sind. Ausgezeichnet wurden die niederösterreichische Firma BMB Gebäudehygiene für eine Methode zur dauerhaften Schimmelentfernung von Mauern. Optimiert wurde das Verfahren von der OFI Technologie & Innovation GmbH.

Ein weiterer Kooperationspreis ging an die niederösterreichische SCM Produktions- und Vertriebs GmbH für die Entwicklung einer Pelletiermaschine in Kooperation mit der Holzforschung Austria. Die Maschine stellt direkt am Feld Pellets für Futtermittel, Einstreu, Dünger oder Brennmaterial aus der jeweils dort anfallenden Biomasse her. Die dritte Auszeichnung ging an das Wiener Unternehmen Adinotec, das mit dem Forschungspartner Smart Minerals GmbH eine innovative Frostsicherung auf Polymer-Basis für den Straßenbau entwickelt hat.

Der ACR Woman Award 2018 ging an die Wirtschaftsingenieurin Rebekka Köll von AEE - Institut für Nachhaltige Technologien. Die 27-jährige Spezialistin für innovative Energiespeichermethoden erhielt die Auszeichnung für ihre Leistungen in zwei internationalen Forschungsprojekten, in denen es um die Verbesserung von Langzeitwärmespeichern für Solarenergie geht.

Service: www.acr.ac.at

(APA/red, Foto: APA/feel image)


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