Schüler gehen für Klimaschutz auf die Straße

15. März 2019 - 9:59

In sieben Landeshauptstädten Österreichs streiken und demonstrieren heute, Freitag, Schüler und Studenten im Rahmen der weltweiten Aktion "FridaysForFuture" für mehr Klimaschutz. Bei der Polizei wurden in Wien 1.000 Teilnehmer angemeldet, geworden sind es rund 10.500. Die Aktionen sind Teil einer internationalen Protestbewegung: In mehr als 1.650 Städten in 105 Ländern werden sich Jugendliche beteiligten.

In insgesamt fast 1.700 Städten gehen Schüler auf die Straße
In insgesamt fast 1.700 Städten gehen Schüler auf die Straße

In Graz haben sich laut Polizei rund 1.300 Schüler, Lehrer und Passanten an der Demo beteiligt. In Eisenstadt fanden sich um 11.55 Uhr rund 40 Personen ein, die anschließend die Fußgängerzone hinauf- und mit etwas Verstärkung später wieder hinuntermarschierten. In Summe waren rund 60 Teilnehmer unterwegs. Zum Abschluss der Klima-Demo in Bregenz haben die laut Polizei 1.500 Schüler auf dem Vorplatz des Vorarlberger Landhauses gemeinsam ihre Handy-Wecker klingeln lassen - um damit die Politiker aufzuwecken. Rund 4.000, großteils junge, Demonstranten waren es im Zentrum Innsbrucks.

Die Schüler-Proteste gehen auf die Schwedin Greta Thunberg zurück. Sie hatte vergangenes Jahr begonnen, jeden Freitag vor dem schwedischen Parlament für Klimaschutzmaßnahmen zu demonstrieren, statt in die Schule zu gehen. Dafür wurde sie mittlerweile für den Friedensnobelpreis nominiert. "Wir erleben nur den Anfang", schrieb Thunberg im Kurzmitteilungsdienst Twitter zu der jüngsten Protestwelle. "Ich denke, dass der Wandel am Horizont zu sehen ist und die Menschen für ihre Zukunft aufstehen."

Trotz anhaltender Warnungen von Wissenschaftern vor den Folgen der Erderwärmung hat der weltweite Ausstoß von klimaschädlichem Kohlendioxid in den vergangenen zwei Jahren neue Rekordwerte erreicht. Laut einem Bericht des Weltklimarats IPCC vom Oktober kann nur ein grundlegendes weltweites Umsteuern eine globale Klimakatastrophe verhindern. Im Pariser Klimaabkommen von 2015 hat sich die internationale Gemeinschaft zur Begrenzung der Erderwärmung auf ein beherrschbares Maß von deutlich unter zwei Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter verpflichtet. Die jeweiligen nationalen Klimaschutzzusagen reichen dazu bisher aber bei Weitem nicht aus.

(APA/red, Foto: APA/APA (AFP)/ODD ANDERSEN)


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