Das weltweit einzigartige Live Quiz für Ihre Veranstaltung

www.streamquiz.at

Österreichs Jugendliche zusehends von digitalen Geräten gestresst

4. Februar 2019 - 13:41

Österreichs Jugend empfindet zusehends digitalen Zeitstress. Eine anlässlich des am 5. Februar stattfindenden Safer-Internet-Days durchgeführte Onlineumfrage ergab, dass 35 Prozent der Befragten Handys und andere digitale Geräte manchmal zu viel werden. Auf 15- bis 17-Jährige trifft das mit 44 Prozent stärker zu als auf Elf- bis 14-Jährige, von denen sich ein Viertel manchmal überfordert fühlt.

Immer öfter werden "digitale Diäten" gemacht
Immer öfter werden "digitale Diäten" gemacht

Diesen Unterschied führte Bernhard Jungwirth, Koordinator von Saferinternet.at, bei einer Pressekonferenz in Wien auf ein Ende der "Sturm- und Drangphase" bei den älteren Jugendlichen zurück. Elf- bis 14-Jährige würden hingegen noch viel begieriger auf das Austesten der digitalen Geräte sein und somit weniger Überdruss verspüren. Die unter 400 Jugendlichen Ende 2018 durchgeführte Online-Umfrage ergab zudem einen Unterschied hinsichtlich des Geschlechts: Mädchen (40 Prozent) neigen eher zu digitalem Zeitstress als Burschen (32 Prozent).

Vielzahl an digitalen Gruppen

Sechs von zehn Befragten nervt es, wenn ihre Freunde bei gemeinsamen Unternehmungen verstärkt das Handy nutzen. Aber auch Eltern werden kritisch beäugt. Rund jeden dritten Umfrageteilnehmer stört, dass diese zu viel Zeit mit dem Handy verbringen. Andere digitale Stresstreiber sind etwa, dass 60 Prozent der Jugendlichen davon ausgehen, Nachrichten sofort oder zumindest innerhalb weniger Minuten beantwortet zu bekommen. Auch die Zugehörigkeit zu einer Vielzahl an digitalen Gruppen stresst. "Aus diesen Gruppen auszutreten fällt vor allem jüngeren Befragten sehr schwierig. Sie fühlen sich rasch ausgeschlossen", betonte Maximilian Schubert, Generalsekretär von Internet Service Providers Austria (ISPA).

Mittlerweile ergreifen ältere Jugendliche zusehends die Initiative gegen den digitalen Zeitstress. 28 Prozent der Befragten geben an, bereits eine "digitale Diät" gemacht zu haben, wobei für eine bestimmte Zeitspanne bewusst auf Handy und Computer verzichtet wird. Angesichts der zunehmenden Überforderung empfahl Barbara Buchegger, pädagogische Leiterin von Saferinternet.at, die Jugendlichen mit dem Problem nicht alleine zu lassen. Eltern sollten Regeln für den Umgang mit den digitalen Geräten aufstellen und eine Vorbildwirkung ausüben. In den Familien von 62 Prozent der Befragten gibt oder gab es bereits Regeln wie ein Handyverbot beim gemeinsamen Essen oder Zeitlimits. Die gute Nachricht ist, Jugendliche halten sich auch überwiegend daran - fast neun von zehn befolgen sie "immer" oder "eher schon".

Digitale Bildung "ab der Volksschule"

Aber auch die Politik ist gefordert. "Digitale Bildung müsste ab der Volksschule flächendeckend eingeführt werden", forderte Buchegger. So könnten Nutzungsregeln im Unterricht gemeinsam erarbeitet und das eigene Verhalten reflektiert werden. Zudem lohne es, die hinter diversen Apps stehenden Mechanismen und Geschäftsmodelle der Hersteller den Volksschülern näherzubringen.

(APA/red, Foto: APA/APA (dpa))


Hol dir unseren Academic Informer:

Mit dem Studium.at Newsletter verpasst du nichts mehr: Hochschul-& Wissenschafts-News, Jobs, Events und Sonderangebote für Studierende. Jederzeit abbestellen.


tutor18

Studium.at Logo

© 2010-2019  Hörsaal Advertainment GmbH

Kontakt - Werbung & Mediadaten - Datenschutz - Impressum

Studium.at versichert, sämtliche Inhalte nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert und aufbereitet zu haben.
Für etwaige Fehlinformationen übernimmt Studium.at jedenfalls keine Haftung.