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Neues CD-Labor für Metallurgie an Montanuniversität Leoben eröffnet

30. Januar 2019 - 11:41

Ein neues Christian-Doppler-Labor für magnetohydrodynamische Anwendungen in der Metallurgie wurde an der Montanuniversität Leoben eröffnet. Damit sollen statt dem bisherigen Trial-and-Error-Prinzip nun Wissenslücken im Hüttenwesen systematisch geschlossen und physikalische Grundlagen von Herstellungsprozessen genauer erforscht werden.

(v.l.n.r.): Wilfried Eichlseder, Andreas Ludwig, Abdellah Kharicha und Bruno Buchmayr
(v.l.n.r.): Wilfried Eichlseder, Andreas Ludwig, Abdellah Kharicha und Bruno Buchmayr

Bei industriellen Prozessen, insbesondere in der metallurgischen Industrie, ist der Einsatz elektromagnetischer Felder weit verbreitet, hieß es in einer Aussendung der Universität. Die Wechselwirkung zwischen den involvierten Fluiden - metallische Schmelzen, Salzschmelzen, Plasmas und Elektrolytlösungen - und elektromagnetischen Feldern führt zur sogenannten Lorentz-Kraft und zur elektrischen Induktion. Eine entsprechende Gesamtbetrachtung dieser Wechselwirkung wird als Magnetohydrodynamik (MHD) bezeichnet.

Die genaue Kenntnis der MHD eines metallurgischen Vorgangs ermöglicht die direkte Einflussnahme auf im Prozess ablaufende Details. "Trotz seiner Bedeutung werden aufgrund eines fehlenden quantitativen Verständnisses neue MHD-Aggregate in der Industrie häufig auf der Basis von kostspieligen experimentellen Versuchen eingeführt. Das heißt: Ein Prozess wird von Laborexperimenten, über Versuche an Pilotanlagen, bis zur Implementierung in der industriellen Produktion nach dem Trial-and-Error-Prinzip entwickelt", erläuterte Laborleiter Abdellah Kharicha. Das neue CD-Labor versucht nun, ausgewählte metallurgische Prozesse wissenschaftlich zu beschreiben und somit strukturiert zu optimieren.

In der metallurgischen Industrie Österreichs werden MHD-Technologien bereits standardmäßig eingesetzt. Weitere Innovationen seien allerdings nur möglich, wenn diese Technologien besser wissenschaftlich durchdrungen und teils widersprüchliche experimentelle Beobachtungen verstanden und steuerbar werden, heißt es seitens des neuen CD-Labors, das mit den Unternehmenspartnern RHI Magnesita, Primetals Technologies Austria und Inteco melting and casting technologies kooperiert. In den von der Christian Doppler Gesellschaft (CDG) für jeweils sieben Jahre genehmigten CD-Laboren kooperieren Wissenschafter mit Unternehmen im Bereich anwendungsorientierte Grundlagenforschung. Das Budget kommt dabei jeweils zur Hälfte von der öffentlichen Hand und den Industriepartnern.

(APA/red, Foto: APA/Montanuniversität Leoben)


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