Neuer Medizinuni-Campus in Wien nimmt Form an

6. September 2018 - 11:59

Der neue Campus der Medizinuniversität Wien in der Mariannengasse in Wien-Alsergrund nimmt Gestalt an. Die Bietergemeinschaft Delugan Meissl Associated Architects und ArchitekturConsult hat den Architekturwettbewerb für das insgesamt 340 Mio. Euro schwere Projekt für sich entschieden, hieß es bei einer Pressekonferenz. In Betrieb gehen soll der Campus im Wintersemester 2025/26.

Vollbetrieb ab Wintersemester 2025/26
Vollbetrieb ab Wintersemester 2025/26

Die Universität bemüht sich bereits seit Jahren um eine Übersiedlung zentraler Teile der vorklinischen Fächer aus veralteten Gebäuden in ihrer Umgebung auf einen neuen Campus. Zu diesem Zweck wurde schon 2013 das ehemalige Wien-Energie-Gelände in der Mariannengasse erworben. 284 Mio. Euro werden dort in Forschungs-und Lehrinfrastruktur sowie den Neubau der Vorklinik investiert, 55,5 Millionen in die Erstausstattung und Einrichtung.

Insgesamt 744 Wissenschafter vom Zentrum für Physiologie und Pharmakologie, vom Zentrum für Anatomie und Zellbiologie, vom Zentrum für Pathobiochemie und Genetik, vom Zentrum für Medizinische Physik und Biomedizinische Technik und dem Institut für Krebsforschung sollen von ihren bisherigen Arbeitsplätzen in der Währinger Straße, der Borschkegasse und der Schwarzspanierstraße auf den neuen Campus mit einer Nettogeschoßfläche von 35.000 Quadratmeter übersiedeln.

Zentrale Forschungsinfrastruktur für Großgeräte

Als Bauträger fungiert die Bundesimmobiliengesellschaft (BIG): Deren Geschäftsführer Hans-Peter Weiss begründete den Zuschlag an die Bietergemeinschaft damit, dass deren Projekt den vorhandenen Raum am besten nutze. "Im innerstädtischen Bereich ist Raum Mangelware." Neben Hörsälen, Seminar- und Praktikumsräumen sowie einem "Skillslab" für die Studenten soll es auch eine neue, zentrale Forschungsinfrastruktur für Großgeräte geben.

Der Campus zwischen Mariannengasse, Höfer-, Rummelhardt- und Spitalgasse besteht aus mehreren teils denkmalgeschützten Häusern. In der Erdgeschoßzone würden öffentliche Einrichtungen untergebracht, so Weiss. Aufgrund der guten Durchwegung verbinde man außerdem das alte mit dem neuen AKH, so Weiss. Anfang 2020 soll das Widmungsverfahren abgeschlossen werden, Ende 2020 steht der Baubeginn auf dem Programm. In Betrieb gehen soll das Gebäude im Frühjahr 2025, der universitäre Vollbetrieb mit täglich rund 2.000 Studenten ist dann für den Herbst 2025 geplant.

Derzeitige Gebäude "abgewohnt"

Rektor Markus Müller freute sich über das Schließen der "Infrastrukturlücke". Die derzeitigen Gebäude aus dem vorklinischen Bereich in der Schwarzspanierstraße und der Währingerstraße würden noch aus den 19. Jahrhundert stammen und seien "sagen wir einmal abgewohnt". In den physikalischen Instituten müssten teils die Geräte abgeschaltet werden, wenn die Straßenbahn vorbeifahre.

Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) hob auch die ästhetische Komponente hervor: Diese trage nicht zuletzt zur Identifikation von Studenten wie Personal mit der eigenen Universität bei. Besonders positiv sei auch der Umstand, dass wieder ein innerstädtischer Campus entstehe. "Ich bin ein Fan innerstädtischer Universitätsstandorte."

(APA/red, Foto: APA/Delugan Meissl Associated Arch.//Architektur Consult)



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