Mondfinsternis für genügsame Frühaufsteher am 16. Mai

11. Mai 2022 - 8:59

Die totale Mondfinsternis am 16. Mai ist für Beobachter aus Österreich nur etwas für genügsame Frühaufsteher. Von Wien aus ist sie nur höchst unvollständig zu sehen, der Mond geht dort nur ganz schwach partiell verfinstert in der Morgendämmerung unter. Etwas besser ist die Situation in Tirol und Vorarlberg, wo es noch ein Stück Totalität gibt, die allerdings wegen der Dämmerung kaum wahrnehmbar ist, so Alexander Pikhard von der Wiener Arbeitsgemeinschaft für Astronomie (WAA).

Von Wien aus ist die Mondfinsternis höchst unvollständig zu sehen
Von Wien aus ist die Mondfinsternis höchst unvollständig zu sehen

Mondfinsternisse gibt es nur bei Vollmond. Sonne, Erde und Mond stehen dabei genau auf einer Linie und der Erdtrabant wandert durch den Schatten der Erde. Dabei kann der Mond vollständig (totale Mondfinsternis) oder nur teilweise (partielle Mondfinsternis) in den Kernschatten der Erde eintauchen.

Nur mit Glück sichtbar

Am 16. Mai gibt es eine totale Mondfinsternis, "allerdings ist die Vorfreude darauf gedämpft, denn man sieht nur den Anfang der Finsternis und das unter ungünstigen Verhältnissen", so WAA-Chef Pikhard gegenüber der APA. Schließlich beginnt der Mond um 4.28 Uhr in den Kernschatten der Erde einzutauchen, womit die partielle Finsternis los geht. Allerdings ist es da schon sehr hell, ist der Beginn der sogenannten "bürgerlichen Dämmerung" - jener Zeitpunkt, bei dem man ohne künstliche Beleuchtung im Freien Zeitung lesen kann - in Wien doch bereits um 4.36 Uhr. Die Totalität beginnt um 5.29 Uhr und damit erst nach Sonnenaufgang (5.14 Uhr) bzw. Monduntergang (5.16 Uhr, jeweils für Wien).

Weiter im Westen geht sich wegen des späteren Sonnenaufgangs (5.43 Uhr) und Monduntergangs (5.46 Uhr, jeweils in Bregenz) "in Tirol und Vorarlberg noch ein Stückchen Totalität aus, die ist allerdings in der Dämmerung praktisch nicht zu sehen", so Pikhard.

Fans von kosmischen Schattenspielen bietet dieses Jahr noch eine partielle Sonnenfinsternis am 25. Oktober. Die zweite totale Mondfinsternis des Jahres am 8. November bleibt hierzulande gänzlich verborgen, sie ist nur vom Pazifik aus oder in der Arktis zu sehen. Die nächste totale Verfinsterung des Mondes in voller Länge ist in Österreich erst wieder am 31. Dezember 2028 zu beobachten.

Service: www.waa.at/hotspots/finsternisse/tle20220516/index.html

(APA/red, Foto: APA/GEORG HOCHMUTH)

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