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Lernen für die digitale Welt: Journalismus-Ausbildung im Wandel

28. November 2019 - 9:41

Der digitale Wandel im Medienbereich stellt die Journalistenausbildung in Österreich vor Herausforderungen. Es gilt, neue Werkzeuge zu vermitteln, aber den Blick aufs Geschichtenerzählen nicht zu verlieren. Das schlägt sich im Lehrangebot nieder: Der Kursanteil mit Fokus auf Online/Social Media beträgt bis zu 40 Prozent. Das geht aus einer kürzlich präsentierten Studie der Uni Salzburg hervor.

Lehrinhalte von insgesamt 1.818 Kursen analysiert
Lehrinhalte von insgesamt 1.818 Kursen analysiert

Das Team am Fachbereich Kommunikationswissenschaft rund um Projektleiterin Susanne Kirchhoff analysierte in diesem von der RTR/KommAustria geförderten Projekt ("Die österreichische Journalistenausbildung im Kontext einer veränderten Berufswelt") die Lehrinhalte von insgesamt 1.818 Kursen - Basis waren 67 Aus- und Weiterbildungsprogramme von 34 Institutionen (Universitäten, Fachhochschulen und nichtakademische Angebote). Zudem wurden qualitative Interviews mit Expertinnen und Experten geführt.

Diese nannten als große Herausforderung am häufigsten, den "Anschluss an technologische Entwicklungen nicht zu verlieren und dabei gute Geschichten zu erzählen". Auch "zusätzliche (zu viele) Kompetenzanforderungen" und "veränderte Berufsprofile" beschäftigen die Journalistenausbildner. Manche Befragten hätten auch durchaus Skepsis an den Tag gelegt, geht aus der Studienzusammenfassung heraus: Man sollte mitunter auch "abwarten" und beobachten, ob sich Trends wirklich durchsetzten. Die "Gegenposition" - "allen Trends gegenüber offen zu sein" - sei aber ebenso vertreten.

Starker Online-Fokus an Fachhochschulen

Vor allem an den Fachhochschulen gibt es im Lehrangebot mittlerweile einen starken "expliziten Fokus auf online und Social Media", haben die Studienautoren erhoben. Dort macht der Anteil entsprechender Kurse 41,1 Prozent aus. An den Universitäten beträgt er 27,1 Prozent, bei den nicht-akademischen Aus- und Weiterbildungsinstitutionen 25,7 Prozent. An den FHs und nicht-akademischen Ausbildungen ist das Thema "Technik/Tools für Bildbearbeitung/Audio-, Video-Schnitt" übrigens Spitzenreiter, an den Unis dagegen liegt Journalismus-/Medien-/Kommunikationswissenschaftliche Theorien an der Spitze der gelehrten Themen.

Nur wenig fanden die Forscherinnen und Forscher aber zu Themen, die derzeit international die Medienbranche bewegen: etwa Mobile Reporting, Multimedia Storytelling, Mediennutzungsverhalten oder Interaktion mit Usern. Auch Medienökonomie, -management oder -ethik spielten keine große Rolle.

Wenig überraschend ist die Ausbildung an den Universitäten zu einem Gutteil (67,3 Prozent der Kurse) der Vermittlung von für den Beruf relevantem Wissen ("Fachkompetenz") gewidmet ; 16 Prozent der Lehrangebote befassen sich mit der Vermittlung von praktischen Fertigkeiten ("Handlungskompetenz"). Aber auch an den praxisorientierten Fachhochschulen hat die Fachkompetenz mit 31,2 Prozent die Nase vorn, Praxiskompetenz ist Inhalt in 20,8 Prozent der Kurse.

(APA/red, Foto: APA/APA (AFP))


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