Kein Platz: Architekturstudenten an TU Wien verlegen Arbeit ins Freie

6. November 2019 - 16:05

Die Architekturstudenten der Technischen Uni (TU) Wien haben zu wenig Platz. Deshalb haben sie Ende Oktober kurzfristig das seit zwei Jahren leer stehende ehemalige Lokal Nelson's im Hof des Hauptgebäudes am Karlsplatz besetzt, das Rektorat versprach ihnen daraufhin ein Ersatzquartier. Die angebotenen Räume empfinden die Studenten jedoch als Hohn. Sie haben ihre Arbeit nun ins Freie verlegt.

Die Aktivisten werden von gut zwei Dutzend Studenten unterstützt
Die Aktivisten werden von gut zwei Dutzend Studenten unterstützt

Die vom Rektorat versprochenen Räume seien auch zwei Tage nach der eigentlich vereinbarten Frist nicht benutzbar. Sie seien zu klein, nicht möbliert und "in einem desaströsen, unhygienischen Zustand", klagen Vertreter des Kollektivs Zeichensäle Nelson's gegenüber der APA. Weil einer der zugeteilten Räume noch dazu erst nächste Woche nutzbar sein soll, fühlen die Studenten sich "einfach nur hintergangen".

Nur vier Prozent finden einen Arbeitsplatz an der Uni

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Seit zehn Uhr sitzen sie deshalb vor dem TU-Haupteingang vor ihren Laptops - und zwar bis auf weiteres, wie Philipp, einer der Organisatoren, betont. "Wir haben keinen Platz zum Arbeiten, deshalb sitzen wir auf der Straße." Derzeit könnten an der TU nur vier Prozent der Architekturstudenten einen Arbeitsplatz an der Uni für Austausch, Entwicklung von Entwürfen oder handwerkliche Arbeiten wie Modellbau nutzen, verweisen die Aktivisten auf eine Umfrage im Auftrag des Studiendekans. Es gehe ihnen aber auch um das große Ganze: Es gebe an Österreichs Hochschulen generell zu wenig Raum für Studierende. Unterstützt wurde das Kollektiv bei seiner Kundgebung von gut zwei Dutzend Studenten.

Formal handelt es sich bei der Aktion um eine politische Kundgebung auf öffentlichem Grund. Der Strom für die Laptops der Studenten kommt laut einer Sprecherin übrigens aus der TU. Die Uni hat auch eine Kabelbrücke gelegt, um Unfälle zu verhindern.

Im Rektorat der TU wird auf Anfrage der APA betont, dass die Verzögerungen bei der Bereitstellung der Ersatzquartiere in der Paniglgasse bzw. Gußhausstraße rein logistische Gründe hätten. Der Platzmangel an der Architektur sei evident. Neben den Übergangsquartieren, die die Studenten bis Ende des Jahre benutzen dürfen, arbeite das Rektorat auch an einer mittel- und langfristigen Lösung des Problems. Die beiden Ersatzquartiere mit insgesamt 130 Quadratmeter sollen nun laut dem für Infrastruktur zuständigen Vizerektor Josef Eberhardsteiner auf volle Funktionalität überprüft, gereinigt und mit Tischen und Stühlen ausgestattet werden.

(APA/red, Foto: APA/APA (Neubauer))


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