JKU Uni Linz: Corona-Fall in internationalem Master-Studienprogramm

17. März 2020 - 18:06

Wie die Johannes Kepler Universität Linz in einer Aussendung mitteilt, wurde die Universitätsleitung am heutigen Dienstag darüber informiert, dass ein russischer Student eines österreichisch-russisch-italienischen Studienprogramms nach seiner Rückkehr nach Russland positiv auf das Corona-Virus getestet wurde. Die Studierenden dieses Studienprogramms haben sich zuvor, bis Ende letzter Woche, in Linz aufgehalten. Zwar war die Präsenzlehre für alle Studierenden der Linzer Uni bereits Dienstagabends vergangener Woche eingestellt, die Studierenden des Studienprogramms sollen aber weiter engen sozialen Kontakt gehabt haben.

Am internationalen Master-Studienprogramm „TROIKA" (Global Business) nehmen 26 Studierende teil. Es wird von der JKU gemeinsam mit den Universitäten Nizhny Novgorod (Russland) und Bergamo (Italien) ausgerichtet. Die Studierenden halten sich nacheinander in allen drei Staaten auf. Seit 9. Jänner dieses Jahres sind die Studierenden in Österreich. 

Trotz der wiederholten Aufforderung seitens der JKU-Programmleitung, nicht zu reisen, soll ein italienischer Student dieses Studienprogramms zwischen 18. und 20. Februar 2020 für einen Kurzbesuch im italienischen Bergamo gewesen sein. Nach seiner Rückkehr nach Linz begab er sich in 14-tägige, freiwillige Quarantäne und zeigte in dieser Zeit keine Symptome. Gerüchte, weitere Studierende dieses Studienprogramms hätten sich kurzzeitig in Italien aufgehalten, seien bisher nicht bestätigt.  

Allerdings räumten die Studierenden heute ein, noch am Samstag in einem Linzer Studentenheim im Zimmer eine Party auf engem Raum gefeiert zu haben. Dies, obwohl Rektor Meinhard Lukas Studierende wie MitarbeiterInnen der JKU eindringlich in mehreren Mitteilungen ersuchte, soziale Kontakte zu vermeiden. Eine der Mitteilungen in Form einer Videobotschaft findet sich seit 12. März unter folgendem Link auf Youtube (per 17.3. 14.840 Aufrufe).

Gesundheitsbehörden und Wissenschaftsressort wurden seitens der Universitätsleitung umgehend informiert. Gleichzeitig wurden die Studierenden  selbst, das besagte Studentenheim und die betroffenen Lehrenden von der Infektion des russischen Studenten in Kenntnis gesetzt, um die notwendigen Vorsichtsmaßnahmen zu treffen.

(red)

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