"For Forest": Österreichs größte Kunstinstallation vor Eröffnung

3. September 2019 - 6:05

Die letzten Vorbereitungen laufen: Am 8. September um 14 Uhr wird "For Forest", Österreichs größte Kunstinstallation im Klagenfurter Wörthersee-Stadion, offiziell eröffnet. Dabei wird in Anlehnung an eine Zeichnung von Max Peintner ein Wald am Stadionrasen modelliert, 299 rund 14 Meter hohe Bäume werden aufs Spielfeld gestellt. Am 5. September wird die Installation erstmals der Presse vorgestellt.

Ziel ist es, die "Wahrnehmung der Natur" herauszufordern
Ziel ist es, die "Wahrnehmung der Natur" herauszufordern

Die Bäume sind bereits alle im Stadion, jetzt wird dem Wald noch der Feinschliff verpasst. In den nächsten Tagen werden professionelle Fotos gemacht, die um die Welt gehen sollen. Zur Pressekonferenz erwartet das Team rund um den Schweizer Projektinitiator Klaus Littmann einen großen Ansturm, mehr als 60 internationale Journalisten haben sich angemeldet, hinzu kommen noch zahlreiche österreichische Medienvertreter.

Regulär zu sehen sein wird die Installation von 9. September bis 27. Oktober, Interessierte haben täglich bei freiem Eintritt Zutritt. Bis dahin steht auch ein breit gefächertes Kulturprogramm an, mit Ausstellungen, Lesungen, Theateraufführungen und Kinofilmen zum Thema Wald. Bereits am Abend des 5. September werden zwei Ausstellungen zum Thema eröffnet: Eine von Max Peintner in der Galerie 3 in Klagenfurt und "Touch Wood - Die ungebrochene Anziehungskraft der Natur" in der Stadtgalerie.

Mahnmal in Bezug auf den Klimawandel

Ziel von "For Forest" ist es laut Littmann, die "Wahrnehmung der Natur" herauszufordern und den Blick "auf die Zukunft der Mensch-Natur Beziehung" zu schärfen. Dabei lasse sich der Stadionwald auch als Mahnmal im Bezug auf den Klimawandel verstehen - dass wir die Natur, die für uns so selbstverständlich ist, vielleicht bald nur mehr in "speziell zugewiesenen Gefäßen" bewundern können, wie heute zum Beispiel Tiere im Zoo.

An dem Projekt gab es bereits einiges an Kritik - etwa an den langen Transportwegen der Bäume, oder daran, dass das Stadion für den Kärntner Bundesligisten WAC blockiert ist, der im Herbst in der Europa League spielt. Die Initiatoren konterten die Kritik aber vor allem in einem Punkt: Es werde keine Steuergeld für die Umsetzung verwendet, betonte man immer wieder. Die Kosten würden über private Sponsoren und Mäzene gedeckt.

Ein Erfolg ist das Projekt für Littmann dann, wenn ein Bild entsteht, das um die Welt geht. Und zufrieden sei er dann, wenn man nicht den Eindruck habe, dass ein Wald in einem Stadion steht, sondern dass ein Stadion um ein Stück Wald herumgebaut wurde, sagte er. Ob das geglückt ist, wird man am Donnerstag sehen.

Service: https://forforest.net

(APA/red, Foto: APA/APA (FOR FOREST/MAX PEINTNER))


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