Ferdi Schüth und Giulio Superti-Furga erhalten Wilhelm Exner Medaille

15. Mai 2024 - 10:46

Der seit Jahrzehnten in Wien tätige italienische Molekularbiologe Giulio Superti-Furga (61) und der deutsche Chemiker Ferdi Schüth (63) werden mit der Wilhelm Exner Medaille 2024 ausgezeichnet. Sie erhalten die vom Österreichischen Gewerbeverein (ÖGV) vergebene Auszeichnung heute, Mittwoch, Abend. Mit der Medaille werden Forscher geehrt, "deren Entdeckungen die Wirtschaft in hervorragender Weise gefördert haben".

Traditionsreiche Auszeichnung für Chemiker Superti-Furga
Traditionsreiche Auszeichnung für Chemiker Superti-Furga

Superti-Furga ist laut ÖGV "ein außergewöhnlicher Wissenschafter und eine Führungspersönlichkeit", die "einen sehr großen wissenschaftlichen, gesellschaftlichen, kulturellen und wirtschaftlichen Einfluss geschaffen" habe. Er war einer der ersten Studenten am Institut für Molekulare Pathologie (IMP) in Wien, dessen Gründer Max Birnstiel einer seiner Mentoren war. Ab 2005 fungierte er als Gründungsdirektor des Forschungszentrums für Molekulare Medizin (CeMM) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW), das er nach wie vor leitet. Im Herbst vergangenen Jahres wurde Superti-Furga, der an der Medizinischen Universität Wien eine Professur für Medical Systems Biology inne hat, zum Direktor eines neuen Zentrums für Biomedizinische Forschung und Biotechnologie auf Sizilien bestellt, wohin er voraussichtlich Ende 2025 wechselt.

Schüth für "bahnbrechende Entdeckungen" geehrt

Ferdi Schüth ist einer der Direktoren des Max-Planck-Instituts für Kohlenforschung in Mülheim an der Ruhr (Deutschland). Der Chemiker habe "bahnbrechende und preisgekrönte Entdeckungen" in den drei Bereichen nanostrukturierte Katalysatoren, Hochdurchsatzexperimente in der Katalyse und Mechanokatalyse von Gasphasenreaktionen gemacht, "die von großer wirtschaftlicher Bedeutung sind", heißt es seitens des ÖGV. Er bekleidete im Laufe seiner Karriere auch Führungspositionen im deutschen Wissenschaftssystem. So war er etwa von 2008 bis 2015 Vizepräsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und von 2014 bis 2020 Vizepräsident der Max-Planck-Gesellschaft (MPG).

Die nach dem Wiener Techniker und Forstwissenschafter Wilhelm Exner (1840-1931) benannte Auszeichnung wird seit 1921 vergeben. Unter den bisher rund 250 Laureaten haben etwa zwei Dutzend den Nobelpreis erhalten.

Service: https://www.wilhelmexner.org/

(APA/red, Foto: APA/by Franzi Kreis/lukas beck)

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