Faßmann bei Matura reformbereit

13. Juni 2018 - 16:23

Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) hat sich am Mittwoch im Nationalrat höchst wohlwollend gegenüber den Wünschen der NEOS zu einer Reform der Zentralmatura gezeigt. "Ich bin durchaus fürs Nachschärfen", betonte er. Eine entsprechende Arbeitsgruppe habe er bereits eingesetzt, Reformvorschläge nehme er ernst.

Faßmann: "Ich habe die Optimierung selbst angekündigt"
Faßmann: "Ich habe die Optimierung selbst angekündigt"

"Ich habe die Optimierung selbst angekündigt", so Faßmann, und der Antrag überrasche ihn inhaltlich nicht: "Ich muss aber bei allem Respekt sagen, ich hätte ihn nicht gebraucht, weil die Prozesse laufen in meinem Ministerium sowieso." Faßmann hatte erst kürzlich angekündigt, seine Änderungspläne für die Reifeprüfung bei der Präsentation der heurigen Zentralmatura-Ergebnisse am 27. Juni vorstellen zu wollen.

Vier Punkte

Es gebe vier Punkte, die ihm aufgefallen seien, meinte der Minister: Die Texte und Aufgabenstellungen bei der Mathematikmatura seien "oft lang und episch breit". Weiters sollte man sich das Bewertungsschema und die geforderten Grundkompetenzen ansehen, und generell gelte es zu überlegen, ob man die Matura an die jeweiligen Schultypen besser anpassen könne. Distanziert zeigte er sich gegenüber dem NEOS-Vorschlag zum Abschlanken der Fächer. Man brauche hier das Gegenüber der Unis, und dort sei etwa Latein in manchen Fächern wichtig.

Insgesamt sei die standardisierte Reifeprüfung inzwischen sehr gut organisiert. Zu danken sei hier seinen Vorgängerinnen und seinem Ministerium, so Faßmann.

Zuvor hatte NEOS-Klubobmann Matthias Strolz seinen Antrag begründet. Politisch sei das Projekt Zentralmatura vor zehn Jahren initiiert worden, es mangle aber an Akzeptanz. Es habe immer wieder Pannen gegeben, und er wolle, "dass nicht der nächste Jahrgang in die Verunsicherung hineinwächst". Für ihn sei dies "ein Stück weit ein Abschlusspaket", auch um ein Sprungbrett für eine gelingende Schulentwicklung zu schaffen, so der kurz vor seinem Abschied aus der Politik stehende NEOS-Chef.

(APA/red, Foto: APA)


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