Duales Studium

Vielleicht bist du während deiner Recherche nach Studienmöglichkeiten auch über den Begriff „duales Studium“ gestolpert. Während diese Form des Studiums in Deutschland schon seit einigen Jahren sehr beliebt ist, wird das duale Studium jetzt auch in Österreich Jahr für Jahr ein wenig populärer.

Was ist ein duales Studium?

Dual“ deutet es schon an: Hierbei handelt es sich um eine zweigeteilte Ausbildung. Bei einem dualen Studium absolvierst du also zusätzlich zum Studium noch eine Ausbildung oder ein Langzeitpraktikum in einem Unternehmen. Das theoretische Studium wird somit prompt und direkt mit der Praxis verbunden, was nachvollziehbar macht, warum diese Form des Studiums immer nachgefragter wird. Der Kritik, ein Studium sei zu „theoretisch“, wird hier bedingungslos ein Riegel vorgeschoben. Darüber hinaus erhältst du gleich während deinem Studium vom Unternehmen in der Regel ein sehr solides Gehalt. Auch das ist natürlich für viele ein großer Anreiz.



Bei einem dualen Studium gibt es demnach drei Komponenten:

  • Die Ausbildungsstätte
  • das Unternehmen
  • und dich.

Wenn du dich für ein duales Studium interessierst, brauchst du also (auch) einen Vertrag mit einem Unternehmen, das so eine Ausbildung anbietet. Das ist die wohl größte Schwierigkeit. Waren es in Deutschland vor allem die großen Konzerne, die dem Durchbruch des dualen Studiums vorantrieben, so folgen bei unseren Nachbarn auch mehr und mehr die KMUs diesem Trend. Österreich hinkt hier noch etwas hinterher, eine Google Recherche bringt hier derzeit noch bescheidene Ergebnisse und hier vor allem die Namen größer Konzerne, u.a. aus dem Lebensmitteleinzelhandel oder Bekleidungssektor. Diese wiederrum arbeiten (noch) Großteils mit deutschen Hochschulen zusammen. Alternativ findet man in Österreich auch Traineeprogramme, bei denen ein berufsbegleitendes Studium Vertragsbestandteil ist.

Hast du ein duales Studium erfolgreich beendet, bekommst du einen akademischen Titel. Es ist sogar möglich, neben dem akademischen Titel auch noch den Abschluss einer anerkannten Berufsausbildung zu erlangen.

Ablauf und Formen eines dualen Studiums

Der Ablauf ist prinzipiell aber immer ähnlich: Entweder gibt es längere, mehrwöchige Blockphasen, die sich abwechseln, oder eben kurze, bei denen du einen Teil der Woche im Unternehmen und einen Teil der Woche im Hörsaal verbringst. Vor allem, wenn die Ausbildungsstätte und das Unternehmen nicht am selben Standort sind, ist die erste Variante wahrscheinlich die angenehmere.

Gleichzeitig kann das duale Studium in folgenden Formen auftreten:

Ausbildungsintegrierend:
Beim ausbildungsintegrierenden dualen Studium absolvierst du neben dem Studium noch eine berufliche Ausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf. Du schließt somit nicht nur dein Studium ab, sondern auch den Ausbildungsberuf. Großartig! Zugangsvoraussetzung ist in der Regel die allgemeine Hochschulreife.

Praxisintegrierend:
Bei praxisintegrierenden dualen Studium kommt zu deinem Studium eine längere Praxisphase in einem Unternehmen hinzu. Auch hier gilt als Zugangsvoraussetzung die allgemeine Hochschulreife. Anders als beim ausbildungsintegrierenden, dualen Studium erwirbst du hier „nur“ den Studienabschluss.

Berufsintegrierend:
Das berufsintegrierende duale Studium zielt im Unterschied zu den erstgenannten hauptsächlich auf Menschen mit abgeschlossener Berufsausbildung oder mit einigen Jahren Berufserfahrung ab. Die berufliche Weiterbildung steht im Vordergrund, die berufliche Tätigkeit hat einen inhaltlichen Bezug zum Studium. Eine Hochschulreife ist beim berufsintegrierenden dualen Studium nicht immer Voraussetzung.

Duales Studium – ja oder nein?

Die größte Schwierigkeit beim dualen Studium ist wohl, ein Unternehmen zu finden. So rosig sieht es mit dem Angebot in Österreich leider noch nicht aus. Dabei sind die Vorteile natürlich nicht von der Hand zu weisen:  Dein Studium und die Ausbildung im Unternehmen greifen ineinander, ergänzen sich und sind aufeinander abgestimmt. Du verdienst schon während der Ausbildung vernünftiges Geld, das Unternehmen züchtet sich den perfekt ausgebildeten Mitarbeiter. Verständlich, dass du dich in manchen Verträgen mit Unternehmen dazu verpflichten musst, ein paar Jahre für diese Firma tätig zu sein – man hat schließlich nicht wenig in dich investiert. Absolventen eines dualen Studiums loben gerne auch die Abwechslung zwischen dem Lenen und Arbeiten. Als „reiner“ Student kann man das freilich sehr gut nachvollziehen.

Deine Chancen im Arbeitsmarkt sind mit einem dualen Studium wohl allgemein recht gut. Schließlich hast du während deiner Ausbildung bereits sehr viel Engagement bewiesen. Nicht jeder hat die Power, die Doppelbelastung Studium / Arbeit durchzuziehen, auch wenn der aktuellen Studierendensozialerhebung zufolge ohnehin bereits 6 von 10 Studenten durchschnittlich 19,9 Stunden nebenbei arbeiten müssen, um sich das Leben leisten zu können. Der Großteil von ihnen hat aber keinen Job, der optimal mit der Ausbildung abgestimmt ist. 

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