Coronavirus- Forscher wollen Kontaktverfolgung bei Events erleichtern

15. September 2020 - 12:59

Forscher der Technischen Universität (TU) Wien warten mit einem neuen System auf, das Veranstaltern oder Vereinen eine möglichst einfache sowie für Besucher datensichere Lösung zur Kontaktaufzeichnung an die Hand gibt. Nutzer müssen lediglich einen Kontaktkanal - etwa eine Telefonnummer - hinterlegen und beim Eventbesuch einen QR-Code scannen, heißt es seitens der TU.

Corona Contact Tracing ohne Datenschutzsorgen
Corona Contact Tracing ohne Datenschutzsorgen

Die Nutzung des "vereinstix" genannten Systems ist gratis, so die Entwickler um Sophie Grünbacher vom Institut für Logic and Computation der TU Wien. Rein altruistisch motiviert sei die Initiative allerdings auch nicht, denn Grünbacher ist als Eigentümerin des Online-Ticket-Anbieters "Absolut Ticket" auch daran interessiert, "dass Veranstaltungen weiterhin möglich sind". Mit der neuen Lösung wolle man einerseits Sicherheit gewährleisten und andererseits auch kleineren Veranstaltern Möglichkeiten geben, die coronabedingt notwendige Aufzeichnung von Kontaktdaten der Besucher im Kultur- oder Vereinsbereich hinzubekommen.

Laut den Forschern muss keine App installiert werden. Die Kontakthinterlegung erfolge auch unabhängig vom Veranstalter. Für Vereine hält die Software "die Möglichkeit Online-Tickets zu verkaufen, Reservierungen zu verwalten und elektronisch Tickets zu kontrollieren" bereit, heißt es seitens der TU. "Vielleicht ist das auch für andere Software-Anbieter ein Denkanstoß, nicht immer mehr Daten einzufordern, als man aus technischer Sicht wirklich unbedingt benötigt", so Grünbacher.

Oft müsse man bei herkömmlichen Lösungen im Internet nämlich relativ viele Daten bekanntgeben, die noch dazu mitunter auch für Marketingzwecke genutzt werden. Das wollen viele Nutzer nicht. Nun müsse man "bei der Veranstaltung einfach nur einen QR-Code scannen und eine Kontaktmöglichkeit angeben - etwa eine Telefonnummer oder eine Emailadresse. Wir fragen nicht nach Namen, oder sonstigen Daten, man muss nichts herunterladen oder speichern", so vereinstix-Mitbegründer Philipp Neubauer.

Das System verwende keine Cookies, die Kontaktdaten würden verschlüsselt auf einen Wiener Server übertragen. Es gelten daher die österreichischen Datenschutzregeln. 28 Tagen danach werden die Daten gelöscht.

Service: www.vereinstix.at

(APA/red, Foto: APA/Vereinsti)

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