Forschung hautnah bei der "European Researchers Night"

21. September 2017 - 8:55

Wissenschaft zum Anfassen gibt es im Rahmen der "European Researchers Night" am 29. September im Technologischen Gewerbemuseum (TGM) in Wien-Brigittenau. Von 15 bis 24 Uhr können Besucher zahlreiche Forschungsstationen besuchen und in Workshops etwa Kunststoffschleim oder Vitamin C-Kapseln herstellen. Zudem gibt es Live-Schaltungen ins Europäische Labor für Teilchenphysik CERN und Science-Slams.

Der Klima-Wind-Kanal ist eine der Stationen

Der Klima-Wind-Kanal ist eine der Stationen

Veranstaltet wird die Forschernacht, die zeitgleich in mehr als 250 Städten Europas stattfindet, erneut vom Practical Robotics Institute Austria in Zusammenarbeit mit dem TGM, Österreichs größter HTL. Wie in einer Aussendung berichtet wird, beteiligen sich über 140 Wissenschafter an den Vorführungen und Vorträgen. Mit dabei sind etwa die Universität Wien, die Technische Universität (TU) Wien, die Universität für Bodenkultur, die Fachhochschule (FH) Campus Wien, die FH St. Pölten, das VRVis - Zentrum für Virtual Reality und Visualisierung, die Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW), das Austrian Institute of Technology (AIT) oder das Institute of Science and Technology (IST) Austria.

Detektivisches Gespür unter Beweis stellen kann man etwa bei der Genetik-Station "Gen-Puzzle". Hier wird das Prinzip des alternativen Spleißens, eines speziellen Vorgangs, wie Information der DNA in unserem Körper ausgelesen wird, als gefinkeltes Puzzle dargestellt.

Herausfinden können Besucher auch, wie Computer fühlen und wie Softwareprogramme und elektronische Geräte eingesetzt werden, um Sinneswahrnehmungen beim Menschen zu verbessern und fehlende Sinne zu ersetzen.

Über die Bedeutung der Mütter im prähistorischen Europa, und wie es war, in der Steinzeit Kinder zu gebären und aufzuziehen, erfährt man an einer Station des OREA-Instituts für orientalische und europäische Archäologie der ÖAW.

Offene Workshops

Einen Roboter bauen - und zwar ganz ohne Programmieren - kann man in einem der offenen Workshops, die mehrmals im Lauf des Tages angeboten werden. Hat man die Analogteile alle richtig zusammengesetzt, dann folgt der kleine Roboter schließlich dem Licht einer Taschenlampe. Eintauchen kann man weiters in die Welt der Kunststoffe, Spritzgussmaschinen und des 3D-Drucks. Wie ein Sonnenhaus funktioniert, kann man beim Entwurf und Bau eines energieeffizienten und nachhaltig errichteten Hauses gleich selber ausprobieren.

Als Highlight heben die Veranstalter eine Live-Schaltung zum Kernforschungszentrum CERN in der Schweiz hervor. Die Kamera führt durch die größte Maschine der Welt, den Teilchenbeschleuniger LHC (Large Hadron Collider). Dabei verbindet sich CERN der Aussendung zufolge mit den anderen Veranstaltungen in ganz Europa.

Nicht fehlen darf bei einer Veranstaltung wie dieser natürlich ein Science Slam samt dazugehörigem Workshop. Eine Besonderheit stellt das neue Format des Teen Science Slam dar. HTL Schüler und -Absolventen sollen in einem lockeren Rahmen die Möglichkeit erhalten, Projekte ihrer Diplomarbeiten oder Sparkling Science-Projekte im bekannt kurzen, prägnanten und unterhaltsamen Stil zu präsentieren.

Service: Alle Infos unter http://be-scienced.eu



(APA/red, Foto: APA/APA (Hochmuth))