Vapiano mit neuer Wein-Expertise? Der Online Tutor hat's getestet

Veröffentlicht am 14. September 2017 - 15:03

Umringt von zahlreichen interessierten Journalisten und diversen Smartphone-Berichterstattern aka Bloggern folgte auch euer Online-Tutor der Einladung von Vapiano unter dem Titel „It’s Wine Time“, um in geselliger Atmosphäre in der Filiale am Westbahnhof mehr über die neuen Wein-Ambitionen des selbsternannten Lifestyle-Gastronomen zu erfahren.

  • (c) Andreas Madl
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Anmerken muss man vorab, dass ich prinzipiell sehr gerne das Vapiano besuche, ich lande wahrscheinlich im Schnitt alle 6-7 Wochen mal dort, nämlich vor allem dann, wenn ich eher flott essen und nicht ewig sitzenbleiben möchte, das aber in gemütlicher und ungezwungener Atmosphäre und vor allem abseits jeglicher Fast-Food-Tempel oder -Platzhirschen. Wahrscheinlich liegt es am zeitlichen Rhythmus, denn auch wenn ich mir jedes Mal vor dem Besuch einrede, heute mal etwas Nudeliges oder Neues zu probieren, steh ich dann doch irgendwann wieder vorm Pizza-Menschen und bestell‘ mir die Dell’Alpe. Viel Käse, Rucola, Feigen – geil! Ziemlich ähnlich verhält es sich auch mit den Gummibären, die man sich nach dem Zahlen mit dem leider viel zu kleinen Löffelchen auf die Hand geben kann. Mal für Mal hoffe ich, dass der/die Kassier/Kassiererin kurz wegschaut, dann lade ich schnell nochmal kräftig nach und lasse die klebrige Masse unschuldig in meiner Faust verschwinden. Blick auf den Boden, umdrehen & schnell raus. Keine Ahnung woran das liegt, aber dort kommt bei mir tatsächlich immer der brutale Heißhunger auf dieses süße Klumpert... ;-) 

So standen wir also da, ich, der Online Tutor mit dem Notizblock und unser Fotograf Andreas Madl mit der teuren Oldschool-Kamera, fast , ach was heißt fast, furchtbar „retro“ neben namhaften Bloggern, die die Folgschaft wortkarg aber bildstark über ihre Insta-Stories an der Veranstaltung teilhaben ließ.

Ingesamt 11 Weiß-, 14 Rot- und drei Roséweine listet Vapiano seit kurzem auf der neuen Weinkarte, genauso wie einen Prosecco. Knapp die Hälfte der Weine stammt von heimischen Winzern, der Rest aus Italien und erlesenen Weinregionen, die – Eigenaussage zufolge – nach strengen Qualitätskriterien ausgesucht wurden. 2 Weine und der Prosecco sind hier sogar eine exklusive Spezialabfüllung, das nur nebenbei erwähnt.

Eine Auswahl davon – genauer gesagt 6 Weine & den Prosecco – durften wir in Kombination mit darauf abgestimmten Vapiano-Speisen an diesem Abend unter der kompetenten Führung der erfahrenen Önologin Dr. Susanne Edlinger vom Weinkolleg Österreich genießen und verkosten.

Ein Schnuterl zwischendurch - Wine-Tasting on point ;-)

Vorweg: Weinschulungen & Tastings durfte ich inzwischen ja doch schon des Öfteren beiwohnen, trotz der ja irgendwo auch süffisanten Thematik war das bis dato aber oft eine eher trockenere Angelegenheit. Frau Dr. Edlinger hatte sichtlich Spaß mit der interessierten Gruppe und referierte professionell, aber mit einer ungewohnten Unterhaltsamkeit über die Basics der korrekten Weinverkostung. Als Blindverkostung wurde an den Weinen des Abends gerochen, sie wurden angestrengt begutachtet und freilich hemmungslos geschwenkt. Bei jedem Wein ging die Önologin dann detailliert auf Besonderheiten und Herkunft ein und natürlich auch, mit welchen Speisen sich die Rebsorte besonders gut verträgt. Auch ihr als absolutem Weinprofi schmeckten die verkosteten respektive neu von Vapiano angebotenen Weine ausgezeichnet, was freilich in einer etwas lockereren Atmosphäre und folglich auch Zunge resultierte. Bis heute würde mich brennend interessieren, wer der Fussballer ….      ach, egal.  Wer sein Weinwissen jedenfalls kompetent aber durchaus unterhaltsam erweitern möchte, ist bei ihr im Weinkolleg im 1. Bezirk hervorragend aufgehoben – großes Ehrenwort.

Passend zu den Weinen gab es, wie schon angemerkt, darauf abgestimmte Gerichte. So kosteten wir uns kauend wie trinkend also durch folgende Kombinationen:
 

1. Salat mit Himbeer-Ahorn-Sirup – Sauvignon Blanc Classique, Weingut Walter Skoff, Gamlitz / Südsteiermark.
2. Ceasar Salad – Chardonnay, McGregor Winery, Robertson, Südafrika.
3. Pasta Ratatouille – Vapiano Rosso Veneto I.G.T., Venetien, Italien
4. Risotto Funghi – Vapiano Bianco Friuli D.O.C. Grave, Friaul Julisch-Venetien, Italien
5. Pizza Rucola – Primitivo Puglia I.G.T. „Fantini“, Farnese Vini, Abbruzzen, Italien
6. Tartelette – Gelber Muskateller, Weingut Hannes Sabathi, Gamlitz, Südsteiermark
 

Ich würde ja wirklich gerne etwas Kritisches schreiben, aber es hat echt alles – man verzeihe die saloppe Ausdrucksweisegeil geschmeckt und auch zusammengepasst. Wein wie Essen waren echt toll, da kann man, auch wenn man wollte, nicht nörgeln. Und: Von Food Pairings halte ich persönlich ja wirklich viel – wer selbiges zum Beispiel einmal mit Bier ausprobieren möchte, ist bei meiner lieben Freundin Alexandra von den Biergschichtl’n im Rathauskeller bestens aufgehoben. Ein Erlebnis in jeder Hinsicht. Immer wieder spannend, wie „Speis und Trank“ doch tatsächlich harmonieren können und ihren Geschmack gegenseitig sogar unterstreichen bzw. optimieren.  

Harmonieren ist aber freilich auch in preislicher Hinsicht relevant. Ein Achterl Chardonnay (McGregor Winery, Südafrika) gibt’s um solide 2,90€, der Veneto I.G.T., Pinot Grigio Garganega aus Venetien ist sogar noch einmal um 10cent günstiger. Mit 4,50€ ist das 1/8 Sauvignon Blanc Classique vom Weingut Walter Skoff (Südsteiermark) das teuerste auf der Karte, Flaschenweine starten bei 24,90€. Sehr gute Weine zu sehr fairen Preisen, das war wohl auch das Ziel hier. Dieses Pricing passt jedenfalls auch zu den Gerichten, die im Schnitt zwischen 7€ und 10,50€ liegen. Zum Vapiano auf Nudeln und einem guten Glaserl Wein – in Zukunft ja vielleicht die first Choice beim ersten Tinder-Date. ;-)  

Fazit: Wenn man ein bisschen verfolgt, dass diverse Fast-Food und Systemgastronomie-Konzepte – auch und vor allem bedingt durch einen Wandel in uns – scheinbar eher abbauen, so hat man hier das Gefühl, dass Vapiano mit seinem „Fresh Casual Dining“ Konzept wohl näher am Puls der Zeit ist - unlängst wurde die Speisekarte auch um laktose- und glutenfreie Gerichte erweitert. Das natürlich abseits jeglicher Interpretation der Zahlen, die Vapiano nach dem Börsengang nun erstmals vorlegte. Am Mittwochabend war das Lokal am Westbahnhof jedenfalls rammelvoll – ein Umstand, über den viele Lokalitäten schon am Wochenende froh wären. Zufall oder doch nur die absolut perfekte Presseinszenierung? Well, Letzteres würde mich dann doch zumindest ganz stark wundern. Ob man jetzt unbedingt den abgestimmten Wein zur Speise braucht, muss natürlich jeder für sich entscheiden – die Frage ist aber viel mehr, warum nicht, vor allem, wenn Preis/Leistung auch stimmen. Hier hat sich jedenfalls jemand echte Gedanken gemacht und zumindest ich werde mich bemühen, bei meinem nächsten Besuch die Del’Allpe Del’Allpe sein zu lassen und etwas anderes aus der breiten Karte versuchen .... und wenn doch nicht, dann zumindest herausfinden, welcher Wein am besten zur Del'Allpe passt.  ;-)

WeinkennerInnen, die sich im Detail informieren möchten, finden die Barkarte  auf der Website, die sog. "Vapianisti" an den Bars soll(t)en geschult sein, um euch auf Wunsch die richtigen Empfehlungen geben zu können.

Mahlzeit Kinder und wenn's sein soll eben auch ein "Stößchen",

euer Online Tutor