Studie bescheinigt Linzer JKU hohe Kaufkraftzuflüsse

29. Mai 2017 - 13:40

Eine Studie des Linzer Volkswirtschaftsprofessors Friedrich Schneider bescheinigt dessen Linzer Johannes Kepler Universität (JKU), dass sie hohe Kaufkraftzuflüsse bewirkt. Rektor Meinhard Lukas will damit zeigen: "Unis kosten nicht nur Geld, sondern generieren auch Wertschöpfung." Hintergrund der Studie ist die laufende Debatte um die Studienplatzfinanzierung.

"Unis kosten nicht nur Geld, sondern bringen auch Wertschöpfung"

"Unis kosten nicht nur Geld, sondern bringen auch Wertschöpfung"

Die Schneider-Studie hat unter anderem die Ausgaben der Studierenden, der Mitarbeiter, der Universität und die Investitionen berechnet und die damit bewirkten Kaufkraftzuflüsse. Das Ergebnis: Die Linzer Uni löst bis 2028 unter anderem mit Investitionen von fast 359 Millionen Euro ein zusätzliches Bruttoinlandsprodukt von 471 Millionen Euro, ein Masseneinkommen von 203,6 Millionen Euro und die Beschäftigung von fast 3.800 Personen aus. Daraus resultieren auch Einnahmen für den Staat durch unter anderem Mehrwert- und Einkommensteuer sowie Sozialversicherungsbeiträge. Die JKU sei damit ein bedeutender Wirtschaftsfaktor in Oberösterreich: "Die Uni ist ein richtig großes Unternehmen neben seiner Forschungs- und Innovatoren-Rolle," setzt sie der zuständige oberösterreichische Landeshauptmannstellvertreter Michael Strugl (ÖVP) in einen Vergleich mit dem oberösterreichischen BIP von 62 Milliarden Euro. Sie sei aber vor allem ein wichtiger Partner für den forschungsgetriebenen Wirtschaftsstandort Oberösterreich.

Die JKU hat rund 19.000 Studenten und 3.000 Mitarbeiter. Für ihr Budget bekommt sie vom Bund jährlich 150 Millionen Euro. Das Land unterstützt die Universität jährlich mit rund elf Mio. Euro - beinahe ein Drittel des gesamten oberösterreichischen Forschungsbudgets. "Kein anderes Bundesland investiert so viel in seinen Universitätsstandort. Eine entsprechende Unterstützung erwarten wird uns deshalb auch vom Bund", erklärt Strugl. Deswegen kämpfe man um einen entsprechenden Anteil an den geplanten zusätzlichen 1,53 Milliarden Euro für die 21 staatlichen Universitäten. Die Gespräche darüber mit dem zurückgetretenen Wissenschaftsminister Reinhold Mittlerlehner (ÖVP) und seinen Beamten seien konstruktiv verlaufen, auch mit dem künftigen Minister wolle er reden.



(APA/red, Foto: APA/APA (Rubra))