Wahl mit Stolpersteinen: Boku-Unirat kürt neuen Rektor

15. Mai 2017 - 18:07

Am 1. Juni soll nach einiger Verzögerung entschieden werden, wer die Leitung der Universität für Bodenkultur vom bisherigen Rektor Martin Gerzabek übernehmen wird. Ursprünglich war die Kür des neuen Rektors oder der neuen Rektorin durch den Unirat bereits für den 2. April geplant, nach einer Beschwerde des Arbeitskreises für Gleichbehandlungsfragen (AKGL) war die Wahl allerdings auf Eis gelegen.

Der AKGL hatte die Begründungen im Dreiervorschlag des Senats, aus dem dann der Unirat den Rektor wählen kann, als nicht nachvollziehbar kritisiert. Es gebe darin "keinen systematischen, nachvollziehbaren Vergleich der Qualifikationen der einzelnen BewerberInnen", wie der "Standard" auf dem Schreiben zitiert hat. Der AKGL könne daher eine Diskriminierung von Kandidatinnen aufgrund des Geschlechts nicht ausschließen.

Von der Boku-internen Schiedsstelle wurde der Einspruch allerdings abgelehnt, der AKGL hat auf einen Gang vor das Bundesverwaltungsgericht verzichtet. Dazu kamen öffentliche Vorwürfe, wonach der Senatsvorsitz einen der Kandidaten, den derzeitigen Leiter des Boku-Instituts für Waldbau Hubert Hasenauer, bevorzugt hätte.

Weg zur endgültigen Wahl nun frei

Nun ist der Weg zur Wahl des neuen Unirektors bzw. der neuen Unrektorin jedenfalls frei, am Nachmittag des 1. Juni soll der siebenköpfige Unirat seine Entscheidung fällen. Zur Auswahl stehen auf dem nach dem Universitätsgesetz ungereihten Dreiervorschlag neben Hasenauer der bisherige Boku-Vizerektor Josef Glößl und die Vizedekanin der Fakultät für Chemie der Uni Wien, Veronika Somoza.

Die Amtszeit Gerzabeks läuft am 1. Februar 2018 ab. Der Rektor hatte sich nach zwei Amtszeiten nicht mehr für eine Wiederwahl beworben.

(APA/red, Bild APA)


tutor18

Studium.at Logo

© 2010-2018  Hörsaal Advertainment GmbH

Kontakt - Impressum - Werbung & Mediadaten - Haftungsausschluss - Datenschutz

Studium.at versichert, sämtliche Inhalte nach bestem Wissen und Gewissen recherchiert und aufbereitet zu haben.
Für etwaige Fehlinformationen übernimmt Studium.at jedenfalls keine Haftung.