Biologiezentrum der Uni Wien übersiedelt 2021 nach St. Marx

6. April 2017 - 11:55

Das Biologiezentrum der Universität Wien übersiedelt 2021 von der Althanstraße am Alsergrund nach St. Marx in Wien-Landstraße. In unmittelbarer Nachbarschaft zum Vienna Biocenter entsteht ein Neubau mit einem Gesamt-Investitionsvolumen von 146 Mio. Euro, so Wirtschafts- und Wissenschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) bei einer Pressekonferenz.

Architekturwettbewerb entschieden

Architekturwettbewerb entschieden

Nötig wurde der von der Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) errichtete Neubau an der Ecke Schlachthausgasse/Landstraßer Hauptstraße aufgrund des "ramponierten, abgewohnten und schwierigen Zustands" des 35 Jahre alten derzeitigen Biologiezentrums, meinte Mitterlehner. Eine Sanierung wäre unter anderem in den Bereichen Dächer, Brandschutz und Bautechnik nötig gewesen und hätte 180 Mio. Euro gekostet. Dazu wären noch Ausgaben für Ausweichquartier und Labor-Ersatzkosten gekommen.

Zuschlag für Berliner Architekten

Der von den Berliner Architekten Karsten Liebner und Marcel Backhaus gestaltete Neubau kommt auf reine Baukosten von 124 Mio. Euro, die Einrichtungs- und Übersiedlungskosten sind mit 22 Mio. Euro veranschlagt. Der Baubeginn ist für den Sommer 2018 geplant, in Vollbetrieb geht das neue Biologiezentrum im Wintersemester 2021/22.

Rektor Heinz Engl sah in der Lösung auch "inhaltlichen Charme". Ab 2021 befinden sich die gesamten Lebenswissenschaften der Uni - dazu zählen auch die gemeinsam mit der Medizinuni Wien betriebenen Max Perutz Laboratories - an einem Standort. Dazu kommen noch Einrichtungen wie das Institut für Molekulare Pathologie (IMP) des deutschen Pharmakonzerns Boehringer Ingelheim sowie das Institut für Molekulare Biotechnologie (IMBA) und das Gregor-Mendel-Institut der Akademie der Wissenschaften (ÖAW). Für die rund 5.000 Studenten und 500 Mitarbeiter stehen künftig 20.000 Quadratmeter zur Verfügung.

Pläne für eine Nachnutzung des derzeitigen Biologiezentrums gibt es vorerst keine, so BIG-Geschäftsführer Hans Peter Weiss. Derzeit wird das Universitätszentrum Althanstraße (UZA), dessen Teil das Biologiezentrum, ist, als Ausweichquartier für andere Universitäten während Bauvorhaben genutzt. Unter anderem nutzen es die Universität für Bodenkultur (Boku), die Technische Universität (TU) Wien, die Akademie der bildenden Künste und die Uni Wien aktuell oder in den nächsten Jahren.



(APA/red, Foto: APA/Backhaus/Liebner)