Schweizer Schüler erfuhren im Internet vom Handschlag-"Verbot"

11. April 2016 - 10:31

Die beiden Schweizer Brüder, die Lehrerinnen nicht die Hand geben wollen, haben im Internet vom "Handschlag-Verbot" erfahren. "Ich habe diese Regel in einer Internet-Predigt gesehen. Mein Vater hat sie mir dann bestätigt", sagte einer der beiden (14) der "SonntagsZeitung". "Sind wir radikal, weil wir die Gebote des Islam befolgen? Das ist doch unsere Pflicht", ergänzte sein 16-jähriger Bruder.

Der Vater der beiden Schüler ist laut der Boulevardzeitung "Blick" Imam der König-Faysal-Moschee in der Industriestadt Basel. Gegenüber der "SonntagsZeitung" wiesen sie Bezeichnungen wie "radikal" oder "fundamentalistisch" zurück. Mit Blick auf Berichte von IS-Videos auf ihren Facebook-Profilen versicherten sie, "ganz klar gegen den IS" zu sein. "Der Islam verbietet es, Zivilisten zu töten", sagte der 16-Jährige.

Der Fall der muslimischen Schüler sorgt seit Tagen für hitzige Diskussionen in der Schweiz. Die Leitung ihrer Schule in Therwil (Kanton Basel-Landschaft) hat den Brüdern nämlich einen "Dispens" von der üblichen Begrüßung per Handschlag gegeben. Justizministerin Simonetta Sommaruga reagierte empört: "Dass ein Kind der Lehrperson die Hand nicht gibt, das geht nicht." Auch der Präsident der Föderation Islamischer Dachorganisationen der Schweiz (FIDS), Montassar Benmrad, betonte, dass die beiden kein Recht hätten, ihren Lehrerinnen den Handschlag zu verweigern.

(APA/red)



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