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Neue Lehrerausbildung: ÖH warnt vor Verschärfung des Kunstlehrermangels

9. März 2016 - 9:13

Die neue Lehrerausbildung könnte den Mangel bei Lehrern für Musik, Bildnerische Erziehung und Werken in der Sekundarstufe verschärfen, warnt die Österreichische HochschülerInnenschaft (ÖH). Die Reform verpflichtet Pädagogische Hochschulen (PH), mit Unis im jeweiligen Fach zusammenzuarbeiten. Ohne Kooperationsverträge könnten Kunstlehrer nur an den zugangsbeschränkten Kunstunis ausgebildet werden.

Schon jetzt gebe es vor allem an den Gymnasien, aber auch schon an den Neuen Mittelschulen (NMS) zu wenige ausgebildete Lehrer in den künstlerischen Fächern, so ÖH-Generalsekretärin Magdalena Goldinger (Fraktion Engagierter Studierender Studierender/FEST) am Dienstag gegenüber der APA. Der Mangel würde sich jedoch weiter verschärfen, wenn die Kunstunis mit ihren relativ wenig Studienplätzen in Zukunft auch noch zur einzigen Ausbildungsstätte für Lehrer der künstlerischen Fächer der gesamten Sekundarstufe (NMS, AHS, berufsbildende mittlere und höhere Schulen/BMHS) würden.

Alle Einrichtungen mit dem gleichen Curriculum

Derzeit werden Lehrer für AHS und BMHS an den Unis bzw. Kunstunis und Pflichtschullehrer (v.a. Volksschule, NMS) an den PH ausgebildet. Durch die neue Lehrerausbildung sollen künftig die Lehrer der Sekundarstufe hingegen alle gemeinsam von sogenannten Verbünden aus PH und Unis ausgebildet werden; alle Einrichtungen haben dabei das gleiche Curriculum.

Derzeit gibt es aber nur einen Verbund (Verbund Süd-Ost mit Unis und PH aus Steiermark, Kärnten und Burgenland), in dem eine Kunstuni (Kunstuni Graz) vertreten ist und der nach derzeitigem Stand künftig Lehrer für Musik, Bildende Kunst und Werken ausbilden darf, bemängelt Goldinger. Im Verbund "Österreich-Mitte" (Unis, Kunstunis und PH in Oberösterreich und Salzburg) und dem Entwicklungsverbund West (Unis und PH in Tirol und Vorarlberg, Privatuni Mozarteum) sind zwar eine Kunstuni bzw. eine private Kunstuni vorgesehen, mangels Unterschriften am Kooperationsvertrag sei das aber noch nicht fix.

Größter Verbund noch ohne Kunstuniversität

Mit dem Verbund Nord-Ost (Uni Wien, KPH Wien/Krems, PH Wien, Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik/HAUP) habe zudem ausgerechnet der größte Verbund noch keine Kunstuni ins Boot geholt. An der KPH Wien/Krems hat die Studierendenvertretung u.a. wegen des Fehlens einer Kunstlehrerausbildung gegen den bestehenden Entwurf der Studienpläne gestimmt, teilte diese in einer Presseaussendung mit.

Auch der Sprecher der PH-Rektorenkonferenz, Erwin Rauscher von der PH Niederösterreich, räumt gegenüber der APA Probleme bei der Suche nach Kooperationspartnern unter den Kunstunis ein. Allerdings gebe es für den Verbund Nord-Ost "ganz intensive Bemühungen":"Wir werden alles dafür tun, dass das gelingt." Man sei sich des Problems jedenfalls bewusst und arbeite unter Hochdruck an Lösungen noch für das kommende Studienjahr. Aus Goldingers Sicht ist eine solche allerdings unwahrscheinlich: "Aufgrund der Fristenläufe ist es quasi ausgeschlossen, dass noch rechtzeitig gemeinsame Curricula erstellt werden können."

(APA/red, Bild APA)

 
 

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