Hochschulstudien: Studiengebühren und Zugangs-Beschränkungen an Fachhochschulen

17. Februar 2016 - 10:55

Die von Wissenschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) geplante Verlagerung von Studien von Universitäten zu den Fachhochschulen (FH) hätte für Studenten sowohl finanzielle als auch organisatorische Folgen: An den FHs sind - anders als an den Unis - größtenteils Studiengebühren zu bezahlen und durchgehend Aufnahmeprüfungen zu absolvieren. Außerdem gibt es an FH eine Studienplatzfinanzierung.


Mehrheit der Uni-Studenten zahlt keine Gebühren, FH-Studenten schon

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An den Universitäten müssen derzeit nur nicht berufstätige Langzeitstudenten (363,36 Euro pro Semester) und Nicht-EU-Bürger (726,72 Euro) Beiträge entrichten - das sind rund 15 Prozent aller Studenten. Auch für diese Gruppen gibt es aber Ausnahmeregelungen. An den FH sieht es anders aus: Hier bezahlt die überwiegende Mehrheit der Studenten 363,36 Euro pro Semester - einige Erhalter (FH Joanneum, FH Burgenland, Verteidigungsministerium, FH Vorarlberg, FH Oberösterreich, FH für Gesundheitsberufe OÖ) verzichten allerdings darauf. Insgesamt zahlen damit knapp drei Viertel der FH-Studenten Gebühren.

Auch in Sachen Aufnahmeprüfung geht es an FH strenger zu. Während an den Unis nur bestimmte Studienrichtungen zugangsbeschränkt sind (Medizin, Veterinärmedizin, Psychologie, Publizistik, Architektur, Biologie, Informatik, Pharmazie, Wirtschaftswissenschaften, Kunst-, Sport- und Lehramtsstudien), sind es an den FH alle.

An den FH ist mit der Studienplatzfinanzierung außerdem ein Modell implementiert, dessen Umsetzung an den Unis schon Ziel zahlreicher Wissenschaftsminister war. Derzeit gibt es rund 46.000 Studienplätze - für den Großteil davon wird eine Bundesfinanzierung ausgeschüttet (Studiengänge im Gesundheitsbereich werden von den Ländern finanziert, Anm.). Die Fördersätze richten sich dabei nach dem Studieninhalt: Für Studienplätze mit einem Technikanteil von mindestens 50 Prozent gibt es derzeit 7.940 Euro, für Studiengänge mit einem Technikanteil von mindestens 25 Prozent 6.990 Euro, für Tourismus-Studiengänge 6.580 Euro und für alle anderen 6.510 Euro. Ab dem Studienjahr 2016/17 steigen sie um rund zehn Prozent.

(APA/red, Bild APA)


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