Technische Universität Wien gewinnt Hörsaal Poker Series 2010

Veröffentlicht am 19. Januar 2011 - 11:46

Die Sensation ist perfekt. Die TECHNISCHE UNIVERSITÄT WIEN macht das Ding und gewinnt Österreichs spektakulärstes, akademisches Pokerturnier! Damit feiert die TU-Wien gratis bei „Der Hörsaal wird verlegt“ am 4.3. in der Ottakringer Brauerei!!!

Ich möchte gleich zu den Fotos des Finalabends im Casino Wien. 

Turnierrückblick und Finalbericht: 


… sowie 500 Freikarten für die eigene Ausbildungsstätte für „Der Hörsaal wird verlegt“ am 4.3.11 in der Ottakringer Brauerei....  
(die ersten 500 Studierenden mit TU Studentenausweis erhalten an diesem Abend kostenlosen Eintritt, Details in Kürze. Zum Dank dürfen alle TU Studenten dem Team "TU" am Eingang die Hand schütteln! ;-) [Update:  TEAM "TU" zeigt wahre Größe und gibt 100 der 500 Freikarten an die zweitplatzierten VETMEDS ab!]

....der Andrang war verständlicher Weise enorm. Nicht nur der unglaubliche Preispool war Anreiz für die TeilnehmerInnen, wie viele SpielerInnen meinten, sondern auch die Ehre, die eigene Uni/FH gratis in die Brauerei schicken zu dürfen. Und selbstverständlich der Wettkampf zwischen den Ausbildungsstätten. Ein derartiges Poker-Turnier habe es bis dato noch nie gegeben.


Ignorieren? Unmöglich! Der Preispool der HPS 2010 hatte es in sich!

Nun: Mehr als 600 Studierende aller Wiener Ausbildungsstätten bewarben sich im November 2010, um ihre Uni/FH/Privatuni bei der Hörsaal Poker Series 2010 vertreten zu dürfen. Jede/r zehnte schaffte es in eines der 15 Teams, die sich im weiteren Verlauf in 5 Turnieren online imwin2day-Pokerroom duellierten.

Ein Drehbuch hätte schon den Weg ins große Finale der Hörsaal Poker Series nicht besser beschreiben können  - es gab Favoriten, Sieger der Herzen, Gewinner und ganz große Verlierer. Zu den ganz großen Verlierern zählt sicherlich das Team „Schmelz“, welches u.a. den APSA Präsidenten Sturc und Golda vertreten wurde. Online versemmelten sie das fünfte und wichtigste Online-Turnier (doppelte Punkte), fielen dadurch in der letzten Runde aus den TOP 4,  und mussten sich im Lucky Loser Turnier den „Veterinärmedizinern“ im Heads-Up geschlagen geben, die den selbst ernannten Pokerprofis den so sicher geglaubten Platz im Finale in letzter Sekunde wegschnappten. Die Nicht-Qualifikation der Schmelz bzw. APSA fand dann im Casino seinen absoluten Höhepunkt, als alle Teams ihnen  (obwohl nicht anwesend!) unisono ein Ständchen widmeten. Ein himmlisches Bad der Schadenfreude.  

Frustrierend endeten die Vorausscheidungen auch für das Team der Wirtschaftsuniversität Wien. Während sich die 4 Spieler im Interview mit dem ÖH WU Aktuell noch siegessicher gaben und den WU Studierenden bereits vor dem ersten Online-Turnier den Sieg und somit die Gratis-Party versprachen, beendeten sie die 5 Online-Turniere auf Rang 12 und flogen im Lucky Loser Turnier gleich als erstes Team vom Tisch. What a shame!

Nicht vom Glück verfolgt waren auch die Juristen, die sich stets und konstant in den vorderen Rängen halten konnten und ebenso im letzten Turnier Nerven zeigten. Dies ist auch nicht weiter verwunderlich, veröffentlichten sie doch während dem Turnier eine überarbeitete Kampfansage, bei der sie kräftig austeilten und kein Team unverschont ließen.

Pechvogel des Turnieres? Auf jeden Fall das Konservatorium Wien, welches ein unfassbares, 5. Online-Turnier spielte und sich aufgrund der „doppelte-Punkte“ Wertung vom Nirvana auf den (undankbaren) 5. Gesamtrang vorschob und nur 4 (!!!) Punkte hinter der fix-qualifizierten TU Wien landete. Wir halten fest: von 3.324 ausgespielten Punkten rettet sich die TU Wien mit 4 Punkten Vorsprung auf dasKonservatorium auf den „sicheren“ 4. Rang, der sie direkt für das Finale qualifizierte.

Am 18. Jänner 2011 war es dann endlich soweit, die 5 Final-Teams trafen pünktlichst um 20:00 Uhr herausgeputzt, gestriegelt und gebürstet im Casino Wien auf der Kärtner Straße ein.

Das prunkvolle Ambiente des Casino Wiens auf der Kärntner Straße hätte für dieses monumentale Ereignis nicht passender sein können. Bestens gelaunt standen sich die Teams „FH Technikum“, „Medizinische Universität Wien“, „Universität Wien – BWZ“, „Technische Universität Wien“ und „Veterinärmedizinische Universität Wien“ erstmals gegenüber. Spannung lag in der Luft. Alle SpielerInnen waren höchst konzentriert. Kaum jemand, der vor Turnierbeginn zu alkoholischen Getränken griff. Red Bull und Softdrinks waren gefragt, und das, obwohl die Spieler ohnehin alle Getränke kostenlos konsumierten. Jeder wollte das Ding an diesem Abend nach Hause spielen. Verständlich: nur das Siegerteamwird bei der Hörsaal Poker Series mit Preisen überschüttet. Alle anderen gehen leer aus. Wirklich leer! Wer es bis ins Finale geschafft hatte, wollte hier auch nicht mehr verlieren.

Pünktlich um 20:30 Uhr begann das Finale (Struktur: Leveltime 15 Minuten, Startdotation 10.000, 1stes Level 25/50). Am Tisch saß stets nur ein Vertreter des Teams, alle 15 Minuten wurde der Spieler gewechselt. Die Wechselreihenfolge legten die Teams vor Turnierbeginn fest.

Das FH Technikum (bestes Team in den Online-Turnieren) starteteaggressiv. Wer drei Vereinsspieler in seinen Reihen hat, darf das auch. Vom ersten Moment an gab sich das Team siegessicher und wortstark Gereicht hat’s dennoch nicht. Der einzigen Fachhochschule im Finale der HPS gingen als erstes die Chips aus. Die Turnierfavoriten plötzlich aus dem Rennen. Um es mit den Worten von TU Spieler "hansy" wiederzugeben: "Technikum pusht unglücklich in AA von VetMed und busten als Favoriten".

Ratlose Gesichter beim Turnierfavoriten FH Technikum


Sichtlich enttäuscht lauschen zwei der vier FH Technikum Spieler dem offiziellem Siegerinterview mit der TU Wien

Emotional ging es weiter. Das Technikum hatte sichtlich mit dem vorzeitigen Ausscheiden zu kämpfen, unterhaltsame Wortgefechte mit den noch verbliebenen Teams waren die Folge.

Extra für das Team BWZ angereist war auch dieChefredakteurin der BWZ-Zeitung. Hoffend auf eine ganz große Story musste allerdings auch sie mit ansehen, wie dem BWZ Stück für Stück die Luft ausging: Rang 4 bei der Hörsaal Poker Series 2010. Für das Team BWZ aber kein Grund zur Trauer – immerhin „habe man es im Vergleich zur Wirtschaftsuniversität wenigstens ins Finale geschafft“. Dieser Gedanke, und die kostenlosen Getränke, die das Casino Wien und Ottakringer allen SpielerInnen ermöglichten, halfen, den Schmerz zumindest an diesem Abend zu unterdrücken. Auch hier halten wir uns an die Worte hansy's:  BWZ commiten sich mit QJ, werden von QQ der VetMeds allin gestellt und scheiden als 4. aus.

Es spitzte sich zu. Die Spannung war kaum noch zu ertragen. Vor allem das Team der VetMed - als Lucky Loser ins Finale gerutscht - konnte sich nicht mehr auf den Sitzen halten. Niemand verließ das Casino, jeder blickte gebannt auf den Tisch.


Attackierende Blicke von Juliane Schumacher (Med) und Nik Wageneder (TU) Richtung Veterinärmedizin 

Irgendwann ging es dann aber ratzfatz und auch der Sessel des Team Medizin wurde leer - Rang 3 bei der Hörsaal Poker Series 2010. Hierzu hansy: "Zu dritt openshoved Julie T9 und VetMed callt mit Q3!! Q3 hält". 



Das Heads-Up lautete folglich: TU WIEN vs. VETERINÄRMEDIZIN. Oder: Techniker gegen Tierärzte. Es war nicht mehr auszuhalten.


Vetmed vs TU im Heads-Up. Ruhepol Hansy steht seinem Teamkollegen Wolfgang zur Seite

Während die TU auch in dieser Situation die Contenance behielt, war den "Vetmeds" die Anspannung deutlich ins Gesicht geschrieben. Wahrscheinlich deshalb auch ihr Fehler: sie setzten ihren "Joker" (ermöglichte jedem Team, die festgelegte Spielerreihenfolge einmal zu unterbrechen) falsch, wodurch nicht Heads-Up Spezialist Paul Wehrenpfennig sondern Christopher Prigge im entscheidenden Moment zum Einsatz kam. 

Links: Christopher Prigge (Vetmed) gratuliert Nik Wageneder (TU) zum Sieg

Auch hier zitieren wir hansy vom Team TU: "HeadsUp VetMed gegen TU, wobei VetMed mit 3:1 Chiplead startet. Nik verringert den Abstand auf 23k vs 27k. Ich übernehme baue unseren Chiplead auf 35k aus. Wolfgang übergibt ca. 25k an Nik, der das HeadsUp zu unseren Gunsten entscheidet. TU siegt damit mit einer insgesamt sehr starken und konstanten Teamleistung". 


Die symapthschen Veterinärmediziner mit dem undankbaren, zweiten Platz


Edel und graziös: die Sieger der Hörsaal Poker Series 2010 - das Team TU WIEN

Hoa "hansy" Do, Gerhard Hager, Wolfgang Ganglberger und Nik Wageneder (v.l.n.r.) bescheren der TECHNISCHEN UNIVERSITÄT WIEN das Prädikat "BESTE POKER-AUSBILDUNGSSTÄTTE" und sich selbst den Titel der HÖRSAAL POKER CHAMPIONS 2010. Nach dem nervenaufreibenden Finale ging es für die 4 sympathischen Studenten erstmals zum "Geschenke auspacken".


Is jo schena wia beim Christkind - das Team TU teilt sich die Preise auf .. hier: beim lustigen Festivaltickets-Reißen


Keine Chance, alle Preise in die Hand zu kriegen Da hilft auch die richtige "Technik" nichts. 



Ausgelassene Stimmung dann beim großen Siegerinterview!

Die TECHNISCHE UNIVERSITÄT hat das Ding also gemacht, sich gegen 14 Universitäten und Fachhochschulen im direkten Duell durchgesetzt, und wird am 4. März 2011 noch einmal auf der Bühne bei "Der Hörsaal wird verlegt" in der Ottakringer Brauerei vor 3.500 BesucherInnen als offizielle Sieger geehrt. 400 TU Studenten (100 Freikarten hat das Team an die zweitplatzierten Vetmeds weitergegeben) werden an diesem Abend kostenlosen Eintritt genießen - dank der herausragenden Leistung des Team "TU". 

Der Abend endete flüssig und lustig in sympathischer Atmosphäre. Bis in die frühen Morgenstunden saßen die Teams beisammen und diskutierten über das Turnier und den Abend. Während die TU-Spieler das Grinsen nicht mehr aus ihren Gesichtern brachten, zeigten die Mundwinkel der zweitplatzierten VetMeds stark nach unten. Eine nicht ganz ernst zu nehmende Sinnkrise über die "Härte des Studiums" und die "schlechten, finanziellen Aussichten im Vergleich zu Mediziern" waren die Folge. Die kam aber gut an, denn das Team der TU Wien zeigte unendliche Güte: ganz nach dem Motto "mit vollen Hosen ist gut stinken" versprach man den Vetmeds, 100 der 500 Freikarten an die Vetmed abzugeben. Ob die TU bei dieser Entscheidung bleibt, werden wir morgen noch einmal nachfragen. :-) 

Wir bedanken uns aufs herzlichste bei allen BewerberInnen und TeilnehmerInnen der Hörsaal Poker Series für ein Turnier, das spannender nicht hätte sein können. Gleichzeitig verneigen wir uns auch im Namen aller SpielerInnen vor win2day und den Casinos Austria, die diesen universitären Wettstreit erst möglich gemacht haben! 

Am 4. März 2011 sehen wir alle SpielerInnen noch einmal bei "Der Hörsaal wird verlegt" in der Ottakringer Brauerei. Die aktuellen Infos zum Event gibt's in Kürze auf hoersaal.at. Auch dort wird es zwei Tische von den Casinos Austria geben, an denen sich die BesucherInnen mit den Pokerchamps der HPS 2010 messen werden können. 

Ob es eine Fortsetzung der Hörsaal Poker Series geben wird? Who knows :-)
In der Zwischenzeit kann sich das Team "TU" jedenfalls entspannt zurücklehnen und den Triumph genießen, sich gegen 14 "akademische" Teams durchgesetzt zu haben. Respekt!

Rund 500 Fotos des spektakulären Finalabends im Casino Wien findest du hier

Zum Kontrollzentrum der Hörsaal Poker Series 2010 mit allen Teams und Ergebnissen

Ein Video über den Finalabend ist in Arbeit und wird im Laufe der nächsten Woche veröffentlicht.