Uni Innsbruck: Vorarlberger promoviert zum zweiten Mal "sub auspiccis"

21. Oktober 2014 - 9:27

An der Universität Innsbruck ist ein junger Wissenschafter aus Vorarlberg zum zweiten Mal "sub auspiciis praesidentis rei republicae" promoviert worden. Mathias Moosbrugger nahm aus den Händen von Bundespräsident Heinz Fischer den Ehrenring der Republik entgegen. Moosbrugger war heuer der einzige Innsbrucker Promovend.

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Der 1982 in Au im Bregenzerwald geborene Wissenschafter promovierte diesmal im Fach Theologie, fünf Jahre nach seinem "sub-auspiciis" in Geschichte. "Wir sind alle stolz auf sie. Sie haben eine exzellente Leistung vollbracht", erklärte Bundespräsident Fischer in seiner Festansprache. Es gebe nur wenige Personen in der Geschichte der Republik, die zweimal "sub-auspiciis" promoviert hätten. Neben dem Geehrten selbst habe auch dessen Umfeld einen ganz großen Anteil an diesem Erfolg, meinte Fischer in Richtung der Eltern des Vorarlbergers, die zu Hause einen Bauernhof bewirtschaften.

Wissenschaft verhilft Werthaltungen zur Durchsetzung

Fischer brach in seiner Rede unter anderem eine Lanze für die Wissenschaft, die ein "wichtiger Faktor" in unserer Gesellschaft sei. Je höher der Stellenwert der Wissenschaft sei, umso leichter würden sich auch Werthaltungen durchsetzen lassen.

Moosbrugger selbst dankte in einer emotionalen Rede neben seinem Doktorvater vor allem seiner Gattin und seinen Eltern. "Ich bin stolz, euer Sohn zu sein", erklärte er bewegt. Rektor Tilmann Märk wies darauf hin, dass es sich bei dem Vorarlberger um den "ersten Doppel-Sub-Auspiciis-Doktor an unserer Universität" handelt.

Voraussetzungen, um unter den Auspizien des Bundespräsidenten zu promovieren, sind ein sehr guter Erfolg in allen Oberstufenklassen, eine Matura mit Auszeichnung, ein "Sehr Gut" auf sämtliche Teilprüfungen der Diplom- bzw. Bachelor- und Masterprüfungen sowie beim Rigorosum und Bestbeurteilungen bei der Diplom- bzw. Masterarbeit und Dissertation. Zudem muss der Absolvent das Studium im Rahmen einer im Durchschnitt normalen Studiendauer absolviert und sich durch sein Verhalten sowohl an der Hochschule als auch außerhalb derselben als auszeichnungswürdig erwiesen haben.

Lehrauftrag am Institut für Systematische Theologie

Moosbrugger studierte von 2000 bis 2005 Geschichte und Sozialkunde (Lehramt) und Kombinierte Religionspädagogik an der Universität Innsbruck. 2006 begann er sein Doktoratsstudium im Fach Geschichte, das er 2009 mit einer Arbeit zum Thema "Untersuchungen zur Verfassungsgeschichte des Hinteren Bregenzerwaldes. Strukturgeschichtliche Bewegungen vom Mittelalter zur Neuzeit" beendete. Bereits diese Promotion fand unter den Auspizien des Bundespräsidenten statt.

Im November 2012 folgte der Abschluss seines zweiten Dissertationsprojekts im Fach Theologie, in dem er sich mit dem Dialog zwischen René Girard und Raymund Schwager um die Angemessenheit der Rede vom Opfer im christlichen Kontext beschäftigte. Seit September 2014 absolviert Moosbrugger sein Pastoraljahr im Seelsorgeraum Allerheiligen - Kranebitten und hat im laufenden Semester auch einen Lehrauftrag am Institut für Systematische Theologie an der Universität Innsbruck.

(APA/red, Bild Uni Innsbruck)


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