BOKU und PH für Agrar- und Umweltpädagogik wollen stärker kooperieren

30. September 2014 - 17:50

Mit der Reform der Lehrerausbildung werden die Uni für Bodenkultur (Boku) und die Pädagogische Hochschule (PH) für Agrar- und Umweltpädagogik ihre 2007 gestartete Zusammenarbeit in der Lehre weiter intensivieren. So werden angehende Lehrer noch mehr Boku-Lehrveranstaltungen besuchen, außerdem erhalten Umweltpädagogen künftig zusätzlich das Lehramt Biologie für berufsbildende Höhere Schulen (BHS).

"Derzeit geht es in der Biologie-Lehrerausbildung überwiegend um den Kernbereich Biologie, dabei hat Umweltkompetenz große Bedeutung", betonte PH-Rektor Thomas Haase bei einer Pressekonferenz. Um die neue Zusatzqualifikation zu ermöglichen, bietet die Boku künftig noch mehr Lehrveranstaltungen als bisher für die Umweltpädagogik-Studenten an. Zusätzliche Kooperationen mit anderen Unis oder PH sind trotz des neuen Fachangebots nicht notwendig. "Wir bieten das guten Gewissens an", meinte dazu Boku-Rektor Martin Gerzabek.

Mit der Agrarpädagogik-Ausbildung der PH können Absolventen an land- und forstwirtschaftlichen Fachschulen unterrichten bzw. in den entsprechenden Beratungs- und Fördereinrichtungen arbeiten. Das Umweltpädagogik-Studium bringt neben der Beraterausbildung zwar ebenfalls eine Lehrberechtigung, nämlich für den Fachbereich Umwelt an berufsbildenden mittleren und höheren Schulen (BMHS) - allerdings gibt es an den Schulen in der Praxis das Fach Umwelt nicht, daher die gleichzeitige Ausbildung zum Biologie-Lehrer.

Positive Effekte für beide Seiten

Die Boku-Absolventen profitieren dabei ebenfalls von der Kooperation, so Vizerektorin Barbara Hinterstoisser: So könnten diese mit nur 60 ECTS (entspricht einem Jahr Vollzeitstudium) an der PH die pädagogische und didaktische Ausbildung für das Lehramt "Agrar und Umwelt" nachholen und hätten dadurch "ein weiteres Standbein für ihre Karriere".

Die Boku liefere dabei forschungsbasierte Lehre, die PH habe das fachdidaktische Know-How für Aus- und Weiterbildung, erklärte Gerzabek die Zusammenarbeit. Die Art der Kooperation habe dabei in der neuen Lehrerausbildung "durchaus Vorbildfunktion für andere Fach- und Themenbereiche". Dazu kommt für Haase der Aspekt Wissenstransfer, denn über die Lehrer- und Beraterausbildung werde das Wissen der Boku in die Breite gebracht.

Auch abseits der Lehrerausbildung wollen die beiden Einrichtungen ihr Angebot weiter verzahnen, vor allem in der Lehre. Geplant sind etwa gemeinsame Ringvorlesungen zu aktuellen Schwerpunktthemen. Außerdem setzen Boku wie PH auf mehr Angebote im Bereich der Weiterbildung, in der die Rektoren einen gestiegenen Bedarf orten.

(APA/red, Bild APA/dpa)


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