Wallner (ÖVP) stellt bei Mitterlehner "Offenheit in Bildungsfragen" fest

2. September 2014 - 19:19

Vorarlbergs Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) stellt beim neuen ÖVP-Obmann Reinhold Mittlerlehner "Offenheit in Bildungsfragen" fest. Es gebe in Sachen Gesamtschule sowohl in der Vorarlberger als auch in der Bundes-ÖVP eine offene Diskussion, erklärte Wallner anlässlich des bevorstehenden Schulstarts im Westen. Zum Projekt in Vorarlberg werden im Dezember Ergebnisse erwartet.

In Vorarlberg liegen aus einer Befragung im Herbst 2013 als Teil eines Forschungsprojekts rund 19.700 Rückmeldungen von Eltern, Lehrern und Schülern zu Einstellungen und Ansichten zu allen relevanten Schulthemen vor. Laut Wallner soll das Projekt mit der geplanten Endredaktion im Mai 2015 abgeschlossen werden, "dann gehen wir auf den Bund zu". Man sei sich in Vorarlberg bewusst: "Gute Schulen bedeuten sichere Jobs", so der Landeshauptmann.

Verpflichtendes Sprachscreening

Wallner betonte, dass Vorarlberg im kommenden Schuljahr in Ergänzung zu den Bundesmitteln 14,5 Mio. Euro aus dem Landestopf zur Verfügung stelle. Man wolle weiter eigenständige Wege gehen, betonte er die Bemühungen bei der Sprachförderung. So führe Vorarlberg als einziges Bundesland ein verpflichtendes Sprachscreening für die Vierjährigen durch. Bestehen bei einem Kind sprachliche Defizite, ist es zum Besuch des Kindergartens verpflichtet.

Der Regierungschef unterstrich außerdem die Fortführung des 3,4 Mio. Euro teuren Volksschulpakets des Landes für zusätzliche Förderstunden sowie den Ausbau der ganztägigen Schulformen. Heuer steige das Angebot an Volks-, Mittel- und Polytechnischen Schulen auf 23 Standorte und 70 Klassen (plus 23 Prozent), in den nächsten drei Jahren werde eine Verdoppelung angestrebt.

Mehr Erstklässler

Im aktuellen Schuljahr werden 4.691 Erstklässler eingeschult, das sind um 185 Kinder (plus 4,1 Prozent) mehr als 2013/14. Insgesamt nimmt die Zahl der Schüler an Pflichtschulen aber um 126 auf 30.734 (2013/14: 30.860) ab. Bei den weiterführenden Schulen steigt sie um 114 Heranwachsende auf 16.532 (2013/14: 16.418) an. An 279 Schulen werden voraussichtlich 2.414 Klassen geführt, davon 1.730 im Pflichtschulbereich.

Sowohl im Pflichtschulbereich als auch an den weiterführenden Schulen konnten laut Schullandesrätin Bernadette Mennel (ÖVP) alle Lehrer-Stellen besetzt werden. An den Pflichtschulen werden 4.343 Lehrer, an den weiterführenden Schulen 1.861 Lehrer unterrichten. Die Personalsituation sei aber angespannt, und man würde sich weiteres Lehrpersonal wünschen, hieß es.

(APA/red)


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