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Kulturministerin Claudia Schmied verleiht sieben Mitgliedern der Wiener Symphoniker den Berufstitel "Professor"

16. Dezember 2010 - 15:48

Kulturministerin Dr. Claudia Schmied verleiht heute, Donnerstag, Guillermo Büchler, Johannes Flieder, Werner Frank, Nicolas Geremus, Martin Lehnfeld, Andreas Pokorny und Peter Siakala den Berufstitel "Professor". Die sieben Mitglieder der Wiener Symphoniker gehören zu den Gruppen Violine, Viola und Violoncello. Die Überreichung der Dekrete findet im Rahmen eines Festaktes um 16 Uhr im Audienzsaal des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur statt. Die Laudatio hält Mag. Peter-Sylvester Lehner MAS MBA M.Sc., Geschäftsführer der Wiener Symphoniker.

Kulturministerin Claudia Schmied: "Wir ehren heute Guillermo Büchler, Johannes Flieder, Werner Frank, Nicolas Geremus, Martin Lehnfeld, Andreas Pokorny und Peter Siakala - sieben hervorragende "Streicher" der Wiener Symphoniker - für ihren Einsatz für die Musik und ihre Bedeutung für das Kulturleben in Wien, in Österreich und der ganzen Welt. Besonders hervorheben möchte ich ihr Engagement für die Musikvermittlung durch Konzertzyklen wie 'Das andere Konzert' oder Workshops wie 'Orchester zum Anfassen'. Die musikalische Bildung unserer Kinder und Jugendlichen ist ihr Anliegen."

Guillermo Büchler, 1959 in Wien geboren, ist seit 1995 als 3. Konzertmeister Mitglied der Wiener Symphoniker. Zu seinen beruflichen Stationen nach seinem Studium an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Wien bei Prof. Michael Frischenschlager zählen das Landeskonservatorium Vorarlberg, ein Engagement beim ORF-Symphonie-Orchester, eine Assistenz bei Prof. Frischenschlager an der Hochschule für Musik in Wien sowie die Tätigkeit beim Ensemble Musica viva Wien. Seit 1990 ist Guillermo Büchler erster Gastdirigent des Strauss-Festival-Orchesters. 1992 gründete er gemeinsam mit Andreas Pokorny und weiteren Mitgliedern der Wiener Symphoniker das EOS-Quartett, das mittlerweile seit etlichen Jahren einen Zyklus im Schubert-Saal des Wiener Konzerthauses bestreitet.

Johannes Flieder, 1959 in Wien geboren, wurde 1980 als 1. Solobratschist von den Wiener Symphonikern engagiert. Er lernte Violine bei Prof. Grete Biedermann am Konservatorium der Stadt Wien und Bratsche bei Prof. Siegfried Führlinger an der Wiener Musikhochschule. Als Solist konzertierte Johannes Flieder im Wiener Musikverein und im Konzerthaus mit den Wiener Symphonikern unter den Dirigenten Leopold Hager und Rafael Frühbeck de Burgos. Des Weiteren tritt er als Solist mit dem Concentus Musicus unter Nikolaus Harnoncourt, mit dem Ensemble Kontrapunkte unter Peter Keuschnig sowie bei Festivals wie den Bregenzer Festspielen, beim Carinthischen Sommer Ossiach und mit verschiedensten Kammermusikensembles im In- und Ausland auf. Seine Unterrichtstätigkeit führte ihn im Rahmen von Meisterkursen nach Salzburg und Venezuela.

Werner Frank, geboren 1959 in Wien, ist seit 1989 Bratschist im Orchester Wiener Symphoniker. Er studierte Violine an der Hochschule für Musik in Wien sowie am damaligen Konservatorium der Stadt Wien in der Johannesgasse. Die Viola wird nach kurzem Doppelstudium sein Hauptinstrument. Er war als Stimmführer im Orchester der Wiener Volksoper tätig und ist Mitwirkender in verschiedenen Ensembles wie im Ensemble Kaleidoskop, im Wiener Kammermusik-Ensemble sowie im Barockensemble der Wiener Symphoniker. Werner Frank ist Mitbegründer des Concertvereins-Zyklus "Composer in Residence" im Brahms-Saal des Wiener Musikvereins mit dem Schwerpunkt zeitgenössische österreichische Musikkultur und Betreuer des Notenarchivs des Wiener Concertvereins, bei dem er seit diesem Jahr auch stellvertretender Solobratschist ist. Er arbeitet mit Roland Batik in Nagano/Japan sowie mit den Seibersdorfer Schlosskonzerten zusammen.

Nicolas Geremus, geboren 1959 in München und Enkel von Paul Hörbiger, wurde 1986 als Primgeiger bei den Wiener Symphonikern engagiert. Seine Ausbildung absolvierte er an der Hochschule für Musik in München und an der Wiener Musikhochschule bei Prof. Franz Samohyl und Prof. Gerhard Schulz. Er war Mitglied des Modern String Quartet München und ist seit 1996 Primarius des Johann Strauß Quartett Wien sowie seit 1997 erster Konzertmeister des Ambassade-Orchester Wien. Als Jazzgeiger veröffentlicht er CDs mit eigenen Kompositionen und arrangiert Konzerte für die von ihm gegründeten Ensembles Geremus-Trio, Vienna Symphony Jazz Project und Dolby's Around.

Der 1959 in Wien geborene Martin Lehnfeld gehört seit 1980 als Primgeiger den Wiener Symphonikern an. Er studierte an der Musikakademie und nachmaligen Hochschule für Musik in Wien bei Prof. Thomas Kakuska. Er war Mitglied des Collegium Musicum Alte Universität unter Martin Sieghart und wirkte beim Wiener Concertverein - auch als Bratschist -, beim Johann Strauß Ensemble der Wiener Symphoniker sowie als 2. Geiger im Johann Strauß Quartett Wien mit. Er war E-Bassist im Jazzensemble der Wiener Symphoniker Das Septett, Geiger in den Tango-Formationen Tango Vivo und Tango Si und Mitglied im Quartett Vindobona Schrammeln. Als Allround-Musiker ist Martin Lehnfeld auch begeisterter Hobbycellist, gibt zahlreiche Einzelkonzerte im Rahmen seiner vielfältigen Kammermusiktätigkeit als Geiger und Bratschist und beschäftigt sich mit Volksmusik.

Andreas Pokorny, geboren 1959 in Wien, ist seit 1978 Mitglied der Wiener Symphoniker und musiziert in deren Kammermusikformationen, so z. B. bei den Acht Cellisten und dem Barockensemble. Er lernte Violoncello bei Eberhard Zwölfer und Wolfgang Herzer sowie Klavier bei Grete Adam. Nach dem Musikgymnasium studierte er Philosophie und Theologie in Wien und Jerusalem. 1992 gründete er mit Guillermo Büchler und weiteren Mitgliedern der Wiener Symphoniker das EOS-Quartett. Andreas Pokorny ist außerdem Organist an der Stadtpfarrkirche von Klosterneuburg.

Peter Siakala, 1959 in Mödling geboren, ist seit 2001 Orchestervorstand der Wiener Symphoniker, denen er seit 29 Jahren angehört. Nach seinem Violoncello-Studium an der Hochschule für Musik in Wien bei Prof. Wolfgang Herzer wirkte er in verschiedenen Orchestern wie dem Wiener Kammerorchester, dem Ensemble des 20. Jahrhunderts, Kontrapunkte und dem Kammerorchester der NÖ Tonkünstler mit. Peter Siakala ist Gründungsmitglied des Wiener BeIl'arte Ensembles und des Trio Accentus. Seine kammermusikalische Tätigkeit führte in zum Wiener Concertverein und zum Ensemble 8 Violoncellisten der Wiener Symphoniker. Er lehrte u. a. an der Hochschule für Musik in Wien, bei den Bregenzer Musikkursen und in Belluno, Italien.

(Quelle: OTS)


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