FH Vorarlberg: Erster dualer Studiengang nach deutschem Modell

17. Juni 2014 - 15:39

An der Fachhochschule Vorarlberg startet mit Beginn des Wintersemesters Österreichs erster dualer Studiengang. Mit "Elektrotechnik dual" sei ein für Österreich völlig neues Studienmodell entwickelt worden, das in enger Kooperation mit Vorarlberger Unternehmen Studium und Praxis verbindet, teilte Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) mit. Vorgesehen sind 24 Studienplätze.

Anders als beim Pionier des dualen Studiums, dem deutschen Bundesland Baden-Württemberg, werden die Studierenden des Fachs "Elektrotechnik dual" ihr erstes Jahr komplett an der FH Vorarlberg absolvieren. Erst danach sollen sie im Wechsel drei Monate in einem Vorarlberger Unternehmen arbeiten und drei Monate an der FH studieren. In Baden-Württemberg seien große Leitbetriebe, die einen Studiengang nahezu auslasten, oft direkt vor der Haustüre einer FH, die Kooperationspartner in Vorarlberg seien aber Unternehmen unterschiedlicher Größen, räumte der neue Rektor der FH Vorarlberg Oskar Müller ein. "Das erste Jahr an der FH gibt uns die Möglichkeit, gleiche Voraussetzungen für alle zu schaffen", so Müller.

Starke Nachfrage

Stark nachgefragt sind die Studienplätze bei den Studierenden: Insgesamt 42 Personen hätten sich für die 24 Plätze beworben, darunter fünf Frauen, berichtete Wallner. Bildungslandesrat Harald Sonderegger (ÖVP) unterstrich die gute Vernetzung innerhalb der Vorarlberger Wirtschaft, ohne die der neue Studiengang nicht in so kurzer Zeit hätte implementiert werden können. Insgesamt 25 Firmen beteiligen sich an dem neuen Studienmodell, indem sie Ausbildungsplätze zur Verfügung stellen. Sie erwarten sich von der Zusammenarbeit eine Sicherung ihrer Nachwuchsfachkräfte.

Für das neue Studienmodell steht jetzt noch die Akkreditierung durch die Agentur für Qualitätssicherung und Akkreditierung Austria aus. Diese soll laut dem neuen Rektor am 2. oder 3. Juli in Wien erfolgen. "Die Begutachtung ist hervorragend. Wir gehen deshalb davon aus, dass sich auch die Akkreditierung gut ausgeht", ergänzte FH-Geschäftsführer Stefan Fitz-Rankl (APA/red, Bild APA/Stiplovsek).


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