Uni Wien: Fünf Sub-Auspiciis Promotionen

12. März 2014 - 18:06

Fünf Nachwuchs-Wissenschafter sind am "Dies Academicus" der Universität Wien "sub auspiciis praesidentis rei republicae" promoviert worden. Bundespräsident Heinz Fischer überreichte die Ehrenringe an die Mathematikerin Annegret Burtscher, die Anglistin Caterina Grasl, den Ägyptologen Claus Jurman, den Physiker Patrick Otto Ludl und den Politikwissenschafter Bernhard Weidinger.

Voraussetzung für eine sub-auspiciis-Promotion sind nicht nur exzellente Leistungen im Studium, wo alle Diplom- bzw. Bachelor- und Masterprüfungen sowie das Rigorosum und die Dissertation bzw. die Diplom- und Masterarbeit mit "sehr gut" absolviert werden müssen. Auch alle Klassen der Oberstufe sowie die Matura müssen mit "Auszeichnung" abgeschlossen worden sein.

Mathematik, Anglistik und Ägyptologie

Geschafft hat das die 1983 geborene Vorarlbergerin Annegret Burtscher, die nach der HTL in Rankweil und anschließender Arbeit auf einer Großbaustelle in Irland ein Mathematik- sowie ein Erdwissenschafts-Studium an der Uni Wien abschloss. Das anschließende Mathematik-Doktoratsstudium absolvierte sie an der Uni Wien und der Universite Pierre et Marie Curie in Paris. Die mit zahlreichen Stipendien ausgezeichnete Mutter einer Tochter dissertierte zu analytischen und geometrischen Aspekte der Allgemeinen Relativitätstheorie. Derzeit ist sie an der Fakultät für Mathematik der Uni Wien angestellt.

Die 1981 in Wien geborene Anglistin Caterina Grasl absolvierte nach ihrer Matura zunächst eine Ausbildung zur Hafnerin, Keramikerin und Fliesenlegerin. Ihr Diplomstudium beendete sie mit einer Diplomarbeit zur utopischen Literatur. Nach der Geburt ihres Sohnes begann sie eine Dissertation zum Thema "Oedipal Murders and Nostalgic Resurrections: the Victorians in (historical) middlebrow fiction, 1914-1959", die sie mithilfe eines von der Uni Wien geförderten Forschungsaufenthaltes an der Bodleian Library in Oxford 2012 fertigstellte. Seit dem gleichen Jahr ist sie Universitätsassistentin am Institut für Anglistik und Amerikanistik der Uni Wien.

Der 1979 geborene Wiener Claus Jurman studierte zunächst Ägyptologie und Klassische Archäologie an der Uni Wien. Nach dem Beginn des Doktoratsstudiums 2004 absolvierte er ab 2005 eine einjährige Post-Graduate-Ausbildung an der University of Birmingham. Seit 2008 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Akademie der Wissenschaften (ÖAW), seit auch 2009 Lehrbeauftragter am Institut für Ägyptologie der Universität Wien. Seine Dissertation verfasste er zum Thema "Memphis in der Dritten Zwischenzeit".

Physik und Politikwissenschaft

Der 1985 in Wiener Neustadt (NÖ) geborene Physiker Patrick Otto Ludl dissertierte zum Thema "Implications of finite family symmetry groups on the leptonic and scalar sector" und erhielt dafür den Hans Thirring Preis der Fakultät für Physik. Seit Februar 2012 ist er im Rahmen des FWF-Projekts "Dirac-Neutrinos und Familiensymmetrien" an der Universität Wien tätig.

Der 1982 in Tamsweg (Salzburg) geborene Bernhard Weidinger absolvierte Studien der Politikwissenschaft und der Internationalen Entwicklung. Seine Diplomarbeit zu "Globalem Lernen und Geschlecht" wurde mit dem Nachwuchspreis der Österreichischen Gesellschaft für Politikwissenschaft ausgezeichnet. In seiner durch ein DOC-Stipendium der ÖAW geförderten Dissertation behandelt er die Ideologie und politische Praxis akademischer Burschenschaften in Österreich nach 1945. Im Herbst 2013 war Weidinger als Gastforscher an der University of California in Berkeley, derzeit ist er Lehrbeauftragter an der Uni Wien und freier Wissenschafter mit dem Forschungsschwerpunkt Rechtsextremismus/Neofaschismus in Österreich und Europa.

Nun startet die Uni Wien anlässlich des 2015 anstehenden 650. Jahrestags ihrer Gründung auf ihrem Blog (http://blog.univie.ac.at/) eine Serie mit monatlichen Kurzgeschichten aus 650 Jahren Uni-Historie. Unter dem Titel "uni-fiction: 650 Jahre Studieren in Wien. Etwas andere Geschichten" werden insgesamt 13 Geschichten gepostet. Im März 2015 wird an der Alma Mater Rudolphina deren 650. Gründungsjubiläum gefeiert. Am "Dies Academicus", dem Rektorstag der Uni Wien, wird der Gründung der Hochschule am 12. März 1365 durch Rudolf IV., genannt der Stifter, gedacht (APA/red, Bild APA).


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