25 Jahre Schulschiff - "Bertha von Suttner" ankert in Floridsdorf

4. April 2019 - 13:23

Am 6. April 1994 kehrten rund 150 Wiener Schüler aus den Osterferien nicht in ihre "normalen" Klassen zurück: Vielmehr heuerten sie auf dem bei der Floridsdorfer Brücke ankernden neu eröffneten Schulschiff "Bertha von Suttner" an. Das schwimmende Gymnasium sollte vor allem die Raumnot an der AHS Polgarstraße in Wien-Donaustadt lindern. Nun wird die ursprüngliche "Notlösung" 25 Jahre alt.

Schwimmendes Gymnasium war Antwort auf Wiens steigende Schülerzahlen
Schwimmendes Gymnasium war Antwort auf Wiens steigende Schülerzahlen

Mit dem Schiffbau wurden Anfang der 1990er Jahre gleich mehrere Probleme angegangen: Einerseits musste die Werft Korneuburg sich nach dem Auseinanderbrechen der Sowjetunion kurzfristig um andere Aufträge umsehen, andererseits kämpfte das wachsende Wien mit steigenden Schülerzahlen und hohen Grundstückskosten. Insofern lag ein Schulneubau auf dem Wasser nahe: Ursprünglich hätte das Schulschiff aber eine Pflichtschule werden und am Donaukanal bei der Urania ankern sollen.

36 Klassen plus "Turninsel"

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Aufgrund des Mangels an AHS-Plätzen in Transdanubien wurde das Konzept allerdings überarbeitet und ein 36-klassiges Gymnasium samt "Turninseln" geplant. Als Standort kam wegen der Größe dann nicht mehr der Donaukanal infrage, sondern nur die Donau bei der Floridsdorfer Brücke. In 22 Monaten Bauzeit und um 340 Millionen Schilling entstand dann die "Bertha von Suttner".

Die ersten Schüler übersiedelten dann nach Ostern 1994 aus der Hauptschule in der Aderklaaer Straße, wo die AHS Polgarstraße eine Dependance unterhielt, an den Donauinselplatz 1, so die Adresse des Schulschiffs. Dazu kamen im darauffolgenden Herbst fünf neue Klassen sowie vorübergehend 16 Klassen der AHS Gymnasiumstraße in Döbling, die dort die Generalsanierung ihrer Stammschule überbrückten. Anschließend wuchs die Schule mit den Jahren, 2000 fand die erste Matura statt.

Heute hat sich die ursprüngliche Schülerzahl von 150 mehr als versechsfacht. Mittlerweile werden mehr als 40 Klassen geführt, angeboten werden die Zweige Gymnasium und Realgymnasium. Neben den Klassenräumen gibt es unter anderem mehrere EDV-Säle, mehrere Werk- und Zeichensäle, je zwei Bio- und Physiksäle, einen Chemiesaal sowie Räumlichkeiten für die Nachmittagsbetreuung.

(APA/red, Foto: APA)


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