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Neue Inskriptionsfrist endet am 5. September

21. August 2012 - 7:18

Die neue Inskriptionsfrist an den Universitäten geht in die heiße Phase: Wer sich erstmals für ein Bachelor- oder Diplomstudium einschreibt, muss dies grundsätzlich bis 5. September tun. Mit dieser neuen Regelung für Studienanfänger wissen die Universitäten früher, wie viele Studenten sie im Wintersemester haben werden und können entsprechend planen. Zweieinhalb Wochen vor Ende der Frist wurden aber je nach Uni erst ein Viertel bis die Hälfte der sonst üblichen Anfängerzahlen erreicht. Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle (V) geht trotzdem davon aus, dass in etwa gleich viele Personen wie im Vorjahr ein Studium beginnen werden.

An der Universität Wien haben sich bisher in etwa 7.000 Studienanfänger angemeldet - im Vorjahr waren es am Ende der (alten) Frist insgesamt rund 14.000, hieß es am Montag bei einem Lokalaugenschein Töchterles mit Rektor Heinz Engl in der trotz großer Hitze gut gefüllten Studienabteilung. Laut "Kurier" (Montag-Ausgabe) haben sich an anderen Unis erst ein Viertel oder ein Drittel der erwarteten Studienanfänger inskribiert.

Einen Studentenschwund erwartet Töchterle nicht: "Es ist üblich, dass man sich eher gegen Ende der Frist anmeldet", betonte er vor Journalisten. Die heurige Änderung bei der Zulassungsfrist, die die Inskription in die Sommermonate verlagert hat, werde diese Tendenz verstärken. Er gehe davon aus, dass mit Ende der Frist in etwa die Anfängerzahlen des Vorjahrs erreicht werden, so Töchterle. Es könne aber sein, dass es in manchen Fächern weniger Studenten geben werde - dies habe aber mit den Auswirkungen der Massenuni zu tun und nicht mit neuen Fristen.

Anmeldung bis 5. September

Für die rechtzeitige Inskription seien auch die Studenten verantwortlich, betonte Töchterle. Einerseits gebe es eine "Bringschuld an Informationen, die ich auch eingelöst habe", verwies der Minister auf Infomaterial an den Schulen und für Präsenzdiener sowie Internetangebote. "Wer ein Studium beginnt, hat aber auch eine Holschuld."

Auch an der Uni Wien erwartet man den großen Ansturm an Studienanfängern erst in den kommenden Tagen. Dafür werde bei Bedarf auch die Studienabteilung länger geöffnet, so Engl. Innerhalb des gesetzlichen Rahmens werde man bei der Zulassung großzügig sein. Die Regelung mit dem frühen Inskriptionsende habe aber durchaus ihren Sinn: Wenn die Uni bereits Anfang September wisse, wie viele Studienfänger es gebe, könne man etwa zusätzliche Gruppen einrichten oder die Raumsituation gegebenenfalls anpassen.

Ausnahmen von der Frist gelten etwa für Studien mit Aufnahmeverfahren bzw. für bei diesen Verfahren gescheiterte Studenten, Zivil- und Präsenzdiener, "Nachmaturanten" sowie bei einem Scheitern in der Studieneingangsphase. In diesen Fällen kann noch bis Ende November inskribiert werden.

Die einheitliche Anmeldefrist für Studienanfänger gilt übrigens nur an elf der 21 Universitäten: Für alle Unis mit Eignungsprüfungen sind andere Termine ausschlaggebend - das sind neben den sechs Kunstuniversitäten auch die drei Medizin-Unis und die Veterinärmedizinische Universität. Auch bereits inskribierte Studenten, die ihr Studium fortsetzen oder etwa vom Bachelor- ins Masterstudium wechseln, haben noch bis Ende November Zeit.

Weitere Infos findest du auf:
http://www.studienbeginn.at

(APA/red, Bild APA)

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