8. Juli 2010 - 17:07 | eve b
Kritik an Sparvorschlägen der Hochschule
Hamburg (OTS) - Die Zukunft der medizinischen Fakultät der
Universität
Lübeck ist nach Ansicht des schleswig-holsteinischen
Wissenschaftsministers
Jost de Jager (CDU) weiter ungewiss. Der
CDU-Politiker bewertete die heute (6.
Juli) von der Hochschule
vorgelegten Sparvorschläge als unzureichend: "Ich
bin der
Überzeugung, dass wir auf Basis dieser Vorschläge keine Lösung für
Lübeck
finden würden", sagte der CDU-Politiker in der Sendung "NDR
aktuell"
im NDR Fernsehen.
Das Konzept aus Lübeck sei ein Geschäft
zu Lasten Dritter,
weil die Einsparsumme nicht nur von der Uni
Lübeck, sondern auch von der
Universität Kiel und vor allem vom
Universitätsklinikum Schleswig-Holstein
(UKSH) erbracht würde.
Dieser Punkt müsse genauestens geprüft werden, so der
CDU-Politiker.
"Es ist sinnvoll, über weitere Lösungen nachzudenken."
Das Präsidium der Lübecker Hochschule schlägt in seine m
alternativen
Sparkonzept vor, die Zahl der Medizinstudienplätze in
Lübeck und Kiel zu
verringern und die Landeszuschüsse für Medizin zu
kürzen. Die Lübecker
Universität soll nach den Plänen des Präsidiums
zu einer Stiftungsuniversität
nach niedersächsischem Vorbild
umgewandelt werden.
Jost
de Jager kündigte in "NDR aktuell" an, dass die
Landesregierung in
dieser Woche weiter nach einer Lösung suchen
werde. Gleichzeitig stellte der
CDU-Politiker klar, dass es in einem
Konsolidierungsland wie Schleswig-Holstein
nicht möglich sei, die
Wissenschaftsausgaben von Sparmaßnahmen auszuschließen.
"Es muss in
der Hochschulmedizin gespart werden, weil dort besonders viel
Geld
im schleswig-holsteinischen Wissenschaftssystem hinfließt", sagte
der
Minister.
Kommentar hinzufügen