Anzahl ordentlicher Studierender im WS 09/10
| Weiblich | Männlich | Verhältnis Weibl./Männl. | Gesamt |
| Erstzugelassene | 16 | 13 | 55.17% / 44.83% | 29 |
| Begonnene Studien | 23 | 28 | 45.1% / 54.9% | 51 |
| Ordentliche Studierende | 38 | 55 | 40.86% / 59.14% | 93 |
| Quelle: UNI:DATA BMWF |
Anzahl ordentlicher Studierender im WS 10/11
| Weiblich | Männlich | Verhältnis Weibl./Männl. | Gesamt |
| Erstzugelassene | 13 | 10 | 56.52% / 43.48% | 23 |
| Begonnene Studien | 19 | 21 | 47.5% / 52.5% | 40 |
| Ordentliche Studierende | 46 | 76 | 37.7% / 62.3% | 122 |
| Quelle: UNI:DATA BMWF |
Einstieg
Reifezeugnis oder Studienberechtigungsprüfung
Zusatzprüfung aus Latein vor Ablegung der
Bachelorprüfung, wenn nicht nach der 8. Schulstufe 10 Wochenstunden aus
Latein an einer höheren Schule erfolgreich besucht worden sind.
Qualifikationsprofil
(1) Profil
Die Philosophie nimmt unter den Wissenschaften eine Sonderstellung ein. Ihrem Selbstverständnis zufolge behandelt sie die allgemeinsten und grundlegendsten wissenschaftlichen Probleme. Sie hat daher den Charakter einer Universalwissenschaft und einer Grundlagenwissenschaft, die zu allen anderen Wissenschaften in einem Austauschverhältnis steht: Einerseits können einzelwissenschaftliche Erkenntnisse philosophische Theorien anregen oder kritisch in Frage stellen und dadurch realitätsfremdes Spekulieren verhindern; andererseits ist jede Wissenschaft auf inhaltliche
und methodische Grundlagen angewiesen, die von der Philosophie bzw. gemeinsam mit ihr erarbeitet werden. Die methodischen Grundfragen sind der Logik sowie der Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie zuzuordnen, die inhaltlichen Grundfragen gehören einerseits zur Metaphysik und Ontologie, andererseits zur Ethik. Diese Fächer bilden zusammen die Kernfächer der Philosophie. Das Bachelorstudium Philosophie soll bei den Studierenden ein Verständnis von Philosophie in dem soeben erläuterten wissenschaftlichen Sinne wecken und neben grundlegenden Kenntnissen in den philosophischen Kerndisziplinen auch allgemeine methodische Kompetenzen vermitteln. In der Logik werden die methodischen Grundlagen vermittelt, die für schlüssiges Argumentieren innerhalb und außerhalb der Wissenschaft notwendig sind. In der Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie werden die Methoden und Kriterien analysiert, die wir im Alltag und in der Wissenschaft
einsetzen, um Erkenntnisse zu gewinnen. In der Metaphysik sollen Studierende lernen, überkommene Vorstellungen von der Wirklichkeit und unserem Platz in ihr kritisch zu hinterfragen und mit dem aktuellen Stand der Wissenschaft in Einklang zu bringen. In der Ethik werden Probleme der Wert- und Normgebung sowie Probleme der rationalen Begründung moralischer Normen behandelt. Solche Fragen reichen von der Gestaltung des täglichen Zusammenlebens bis zu Fragen der politischen und gesellschaftlichen Organisation, sie betreffen aber auch die Tätigkeit der Wissenschaftstreibenden
selbst, die ebenfalls nach ethischen Gesichtspunkten zu beurteilen ist.
In diesem Rahmen vermittelt das Bachelorstudium der Philosophie grundlegende, gesellschaftlich relevante, historische und systematische, methodologische und inhaltliche philosophische Kenntnisse und Fertigkeiten, die sowohl für eine nachfolgende Berufstätigkeit als auch für ein weiterführendes Studium benötigt werden. Die Studierenden gewinnen zudem durch die kritische Auseinandersetzung mit bedeutenden philosophischen Texten der Vergangenheit und Gegenwart Übersicht über das Feld der philosophischen Weltdeutungen, gelangen zu eigener Einsicht in die Voraussetzungen
menschlichen Erkennens, Sprechens und Handelns und werden damit in ihrer Fähigkeit
gestärkt, Verantwortung für das eigene Urteilen und Entscheiden zu übernehmen.
(2) Kompetenzen
Folgende Kompetenzen sollen durch das Studium der Philosophie vermittelt bzw. gefördert werden:
— Argumentationskompetenz, rationale Kritikkompetenz und Analysekompetenz, insbesondere
durch Schulung in Logik, Erkenntnis- und Wissenschaftstheorie (Analyse von Theorien und
Argumenten);
— ontologische Analyse- und Interpretationskompetenz sowie metaphysische Deutungs- und
Orientierungskompetenz, insbesondere durch Schulung in Ontologie und Metaphysik;
— ethische Orientierungskompetenz, Selbstreflexionskompetenz und soziale sowie politische
Beurteilungskompetenz, insbesondere durch Schulung in Ethik (inkl. Angewandter Ethik und
Metaethik);
— fachübergreifende Kooperations-, Integrations- und Kommunikationskompetenz, insbesondere durch Schulung in interdisziplinär gestalteter Wissenschaftstheorie.
Berufsfeld
(3) Berufsmöglichkeiten
Im Unterschied zu anderen Studien (wie z.B. Medizin,
Rechtswissenschaften, Theologie) dient das Studium der Philosophie –
ähnlich wie z.B. auch das der Mathematik, Geschichte oder Physik –
nicht unbedingt der Vorbereitung auf einen bestimmten Berufsweg. Eine
exakte Eingrenzung der typischen Tätigkeitsbereiche und Praxisfelder
auf einige konkrete Berufsbilder ist deshalb nicht möglich. Dennoch
bietet die Berufswelt heute eine Vielfalt von Anwendungsbereichen für
die im Rahmen eines Philosophiestudiums erworbenen Kenntnisse und
Kompetenzen. Nach bisheriger Erfahrung und derzeitiger Lage der
beruflichen Chancen sind Absolventinnen und Absolventen vor allem in folgenden Bereichen tätig: Ethik-Beratung, Wissenschafts- und
Kulturmanagement, Politik( beratung), Informationstechnologie,
Umweltprojekte, Erwachsenenbildung, Verlagswesen, Medien, Bibliotheken
und Archive.
Mögliche Alternativen zu diesem Bachelorstudium in Salzburg
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