Anzahl ordentlicher Studierender im WS 10/11
| Weiblich | Männlich | Verhältnis Weibl./Männl. | Gesamt |
| Erstzugelassene | 0 | 1 | 0% / 100% | 1 |
| Begonnene Studien | 3 | 5 | 37.5% / 62.5% | 8 |
| Ordentliche Studierende | 6 | 9 | 40% / 60% | 15 |
| Quelle: UNI:DATA BMWF |
Einstieg
Fachlich passendes abgeschlossenses Bachelorstudium
Information
Das Masterstudium der Geschichte vermittelt eine spezialisierte geschichtswissenschaftliche Bildung und Kenntnisse, die für Berufe im Bereich der Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften qualifizieren. Die Kombination mit Zusatzqualifikationen wie Fremdsprachenkenntnissen, wirtschafts- und betriebswissenschaftlichen Kenntnissen, Fertigkeiten auf dem Gebiet der (neuen
elektronischen) Medien, im Bereich Museumsdidaktik oder im Kulturmanagement erhöhen die Chancen der Absolventinnen und Absolventen auf dem Arbeitsmarkt.
Folgende Kompetenzen und Kenntnisse werden im Masterstudium Geschichte vorrangig vermittelt:
(1) Historisches Spezialwissen in Teilbereichen: Die Studierenden sollen im Laufe ihres Masterstudiums die Fähigkeit erwerben, neue Kenntnisse in ein bereits erworbenes Wissens spektrum einbauen zu können. Aufbauend auf einem im Bachelorstudium erworbenen Überblickswissen sollen Spezialkenntnisse die kritische Analyse historischer Entwicklungen ermöglichen. Neben der Fähigkeit zur Synthese der Fülle an historischen Informationen sollen die Absolventinnen und Absolventen auch über die Fähigkeit verfügen, das Bild einer eindimensionalen, zielgerichteten historischen Entwicklung zu relativieren.
(2) Fortgeschrittene Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens, Verfassen wissenschaftlicher Arbeiten der Geschichte: Die Studierenden sollen vertiefte Kenntnisse in der Benützung von Bibliotheken und Archiven, in der Anwendung elektronischer Verfahren zur Informationsgewinnung (z.B. Internet) sowie anderer Methoden zur Informationsbeschaffung wie Oral History oder die statistische Auswertung von Massenquellen erwerben. Die Studierenden solleneigenständig wissenschaftliche Arbeiten erstellen können.
(3) Kritische Auseinandersetzung mit speziellen Theorien und Methoden der wissenschaftlichen Arbeit sowie mit quellenkritischen Methoden: Die Vermittlung von speziellen wissenschaftstheoretischen Ansätzen, vor allem aber von theoretischen Grundlagen der Geschichtsforschung soll der kritischen Einschätzung historiographischer Texte und Geschichtsdarstellungen in anderen Medien wie Film, Rundfunk und Fernsehen dienen und es ermöglichen, aktuelle Diskussionen innerhalb der Geschichtswissenschaft nachzuvollziehen und sich daran zu beteiligen.
(4) Adaption methodischer und theoretischer Grundlagen verwandter Nachbardisziplinen
im Studium: Die Notwendigkeit interdisziplinärer Zugänge soll im Masterstudium durch die
Absolvierung eines methodisch-theoretischen Moduls verdeutlicht werden, in dem Zugänge
der Politikwissenschaft, Soziologie und anderer benachbarter Disziplinen vorgestellt werden. Eine interdisziplinäre Vertiefung des Wissens ist auch im Rahmen der Erweiterungsfächer erwünscht.
(5) Selbstständiges Erarbeiten komplexer Fragestellungen und Themenbereiche: Die Studierenden soll im Laufe ihres Masterstudiums die Fähigkeit vertiefen, den komplexen und vielschichtigen Prozess wissenschaftlichen Arbeitens in einzelne konkrete Arbeitsschritte zu unterteilen. Dazu gehört die Einsicht in die Notwendigkeit der inhaltlichen Begrenzung des Forschungsgebietes, der Aufstellung forschungsleitender Hypothesen sowie der Evaluierung und Reflexion der am empirischen Material gewonnenen Ergebnisse.
(6) Fähigkeit der Organisation längerfristiger Projekte (Projektarbeit), sowie Fähigkeit,
komplexe Probleme in arbeitsteiliger Forschungsorganisation zu lösen (Teamarbeit): Im
Laufe des Masterstudiums soll die Fähigkeit zur Erarbeitung größerer Themenbereiche in Arbeitsgruppen vermittelt und geübt werden. Den Studierenden wird Einblick in die Entstehung und den Verlauf wissenschaftlicher Projekte gegeben. Ein wichtiges Ziel ist die Fähigkeit zum selbstständigen Verfassen von Projektanträgen.
(7) Fähigkeit der zielgruppenorientierten Präsentation wissenschaftlicher Ergebnisse: Die
Präsentation wissenschaftlicher Ergebnisse in unterschiedlichen Medien und Situationen stellt einen wesentlichen Bereich der Ausbildung im Masterstudium dar. Deshalb wird im Studium die Anwendung von Präsentationstechniken verfeinert, ebenso die Aufbereitung eines Themas für ein Massenpublikum, etwa durch Essays, Beiträge in Printmedien, Radiointerviews oder in multimedialer Form.
(8) Verbindung aktueller gesellschaftsrelevanter Probleme mit ihrer historischen Dimension: Die Betonung der Aktualität historischer Fragestellungen soll vor allem auch durch diachrone Betrachtungen und Fragestellungen, etwa in den längsschnittorientierten Kernfächern Kulturgeschichte sowie Wirtschafts- und Sozialgeschichte, betont werden.
(9) Fähigkeit zur mündlichen und schriftlichen Verständigung zu fachspezifischen Themen
in lebenden Fremdsprachen: Die Förderung der Sprach- und Lesekompetenz wird im Masterstudium betont. Die Absolvierung von Auslandssemestern, etwa im Rahmen des von der Europäischen Union geförderten ERASMUS/SOKRATES-Programms, wird durch größtmögliche Anrechnung auf der Basis des ECTS-Systems gefördert.
(10) Sensibilisierung für Genderfragen und Geschlechterdemokratie: Die Studierenden sollen im Laufe ihres Masterstudiums die Fähigkeit erwerben, Deutungen der Vergangenheit nach geschlechtsspezifischen Ausblendungen zu hinterfragen und für ihren eigenen Zugang zur Geschichte die Erkenntnisqualität der Kategorie „Geschlecht/Gender“ zu nützen. Vermit telt wird dieser geschlechterorientierte und -differenzierte Blick durch eine grundsätzliche Integration in die Lehre sowie durch explizite Lehrveranstaltungen aus dem Feld der historischen Frauen-, Männer- und Geschlechterforschung. Diese sind zudem Signale eines gleichstellungsorientierten Lehr- und Forschungsbetriebes. Inhaltliche Vertiefungen im Bereich der Gender Studies sind im Rahmen der Erweiterungsfächer durch entsprechende Angebote möglich, die von einzelnen Studienrichtungen oder als interdisziplinäre Schwerpunktbildung bereitgestellt werden. Die mit dem Erwerb dieses Wissens verbundene Schlüsselqualifikation „Gendersensibilität“ stellt ein Know-how dar, das heute in zahlreichen Berufsfeldern und darüber hinaus als Grundlage einer geschlechterdemokratischen Gesellschaft bedeutsam ist.
(11) Die genannten Kenntnisse und Kompetenzen folgen den Empfehlungen des von der Europäischen Kommission geförderten Netzwerkes CLIOHNET 2.
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