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Sozial- und Humanökologie

Masterstudium (Vollzeit) | Universität Klagenfurt

Anzahl ordentlicher Studierender im WS 09/10

WeiblichMännlichVerhältnis Weibl./Männl.Gesamt
Erstzugelassene010% / 100%1
Begonnene Studien7558.33% / 41.67%12
Ordentliche Studierende241857.14% / 42.86%42
Quelle: UNI:DATA BMWF

Einstieg

Als Zulassungsvoraussetzungen gelten die Bestimmungen in § 64 Abs. 5 des UG. Als fachlich in Frage kommend gelten Bakkalaureatsstudien insbesondere aus den Bereichen Soziologie, Ökologie, Biologie, Anthropologie, Geschichte, Kultur- und Sozialanthropologie, Landschaftsplanung, Geographie, Volkswirtschaftslehre.

Information

Nachhaltige Entwicklung als große Vision, aber schon die Planung und Implementierung von Innovationen, die soziale, ökonomische wie ökologische Verbesserungen gleichermaßen zum Ziel haben, erfordern eine interdisziplinäre Bearbeitung der Wechselwirkungen zwischen menschlichen Gesellschaften und ihrer natürlichen Umwelt sowie ausreichende Kenntnisse der Funktionsweise sozialer wie natürlicher Systeme. Daher hat sich international die Sichtweise durchgesetzt, dass Wissenschaft, die für das Ziel nachhaltiger Entwicklung nützlich sein soll, inter- bzw. transdisziplinär orientiert, d.h. sowohl zwischen verschiedenen Wissenschaftsbereichen, als auch zwischen Wissenschaft und gesellschaftlicher Praxis angesiedelt sein muss.

Sozial- und Humanökologie verstehen sich als Forschungsfelder, die verschiedene sozial-, geistes- und naturwissenschaftliche Disziplinen vernetzen und vor allem auf die Frage der Gesellschaft-Natur-Interaktion fokussieren. Human- und sozialökologische Forschung kann auf verschiedenen räumlich-zeitlichen Ebenen betrieben werden, von Lokalstudien bis zur globalen Ebene, von „Schnappschüssen“ bis zum großen „universalhistorischen“ Bogen, wobei auf Grund des Charakters der Thematik der Analyse mittel- bis langfristiger Übergangsprozesse (transitions) sowohl historisch-rückblickend, als auch zukunftsorientiert-szenariengestützt eine besondere Bedeutung zukommt. Sozial- und Humanökologie versucht, empirische, theoretische und modellgestützte Ansätze zu kombinieren und legt Wert auf die gegenseitige Befruchtung von Theorie, Empirie und Modellansätzen.

Relevante Traditionen der Sozial- und Humanökologie entwickelten sich aus  verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen heraus, u.a. der Anthropologie, der Ökologie, der Geographie, der Soziologie sowie aus verschiedenen technischen und planerischen Fachbereichen. Während „Humanökologie“ stärker die biologische Spezies „homo sapiens“ betont, deren Umweltbeziehungen untersucht werden sollen, stellt der Begriff der „Sozialen Ökologie“ die gesellschaftliche Verfasstheit von Beziehungen zwischen Mensch und Umwelt in den Vordergrund.

Qualifikationsprofil

Das Magisterstudium „Sozial- und Humanökologie“ ermöglicht es Studierenden, sich auf Basis eines Bakkalaureats fachliche Grundlagen, Orientierungswissen, methodische Vertiefungen und Grundlagen für die Praxisanwendung in Sozial- und Humanökologie anzueignen.

Das Kompetenzprofil der AbsolventInnen ist folgendermaßen ausgelegt:


a) Fachliche Kompetenzen (Tiefe):
die Studierenden sollen in ihren Magisterarbeiten erlernen, wissenschaftliche Themen selbständig sowie inhaltlich und methodisch vertretbar zu bearbeiten.

b) Fachliche Kompetenzen (Breite): Die Studierenden sind angehalten, einen zu ihrem Bakkalaureat komplementären Schwerpunkt zu setzen, damit die Grundlagen für interdisziplinäre Zusammenarbeit durch ein entsprechend breites Wissen und Verständnis gelegt werden.

c) Reflexive und kommunikative Kompetenzen: Im Rahmen des Studienprogramms haben Angebote aus den Bereichen Interdisziplinäre Kommunikation, Wissenschaftstheorie, Wissensmanagement und Soziales Lernen einen wichtigen Stellenwert.

Berufsfeld

Die oben genannten Kompetenzen sollen die Studierenden auf folgende berufliche Tätigkeiten vorbereiten:

  • Wissenserzeugung: Forschung im Bereich der gesellschaftsbezogenen Umweltforschung einschließlich begleitender und evaluativer Forschung an Universitäten oder außeruniversitären Forschungseinrichtungen, sowohl national als auch international
  • b) Wissensaufbereitung und –Vermittlung: Erwachsenenbildung, Dokumentation und Berichterstattung, Journalismus sowie non-governmental Organisationen im Umweltbereich
  • Wissensanwendung: Beratung und Planung in Organisationen der Wirtschaft, der öffentlichen Verwaltung; z.B. Umwelt- und Naturschutzabteilungen von Bundesund Landesregierungen oder auf europäischer Ebene
  • Gestaltung sozialer Prozesse in der Wirtschaft, der öffentlichen Verwaltung, in non-profit Organisationen, im Sozial- und Gesundheitswesen etc.

Mögliche Alternativen zu diesem Masterstudium in Kärnten

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