Einstieg
Fachlich passendes abgeschlossenses Bachelorstudium
Information
In Hinblick auf das Ausbildungsziel, die Gestaltung des Studiums und
seine Entstehung durch einen Wachstumsprozess, der weitgehend von der
Basis der Studierenden und einer hohen Anzahl an in diesem Studium
aktiv Lehrenden getragen wurde, nimmt das Studium
Umweltsystemwissenschaften an der Karl-Franzens-Universität Graz (KFUG)
im gesamten deutschen Sprachraum eine Sonderstellung ein.
Der jeweilige Fachschwerpunkt trägt als solides Fundament das Grundkonzept dieses Studiums:
Die
Studierenden legen sich zu Beginn auf einen Fachschwerpunkt fest und
werden Spezialistinnen und Spezialisten in ihrem Gebiet. Sie lernen ein
Fach von Grund auf und bringen den Beitrag dieses Faches auch im
interdisziplinären Team ein. Zur Zeit können an der KFUG die
Fachschwerpunkte Betriebswirtschaft, Chemie, Geographie, Physik und
Volkswirtschaft belegt werden.
Drei wesentliche Säulen bilden den Überbau des Studiums:
i.
Interdisziplinarität: Die Studierenden erwerben in den gebundenen
Wahlfächern Kenntnisse aus verschiedenen Disziplinen. In
fächerübergreifenden, problemorientierten Praktika arbeiten sie mit
Kolleginnen und Kollegen anderer Fachschwerpunkte zusammen und lernen,
Probleme von vielen Seiten zu sehen und unterschiedliche
Lösungsmethoden zu vernetzen.
ii. System- und
Formalwissenschaften: Die Studierenden werden mit den
formalwissenschaftlichen Ansätzen zur Behandlung komplexer Systeme
vertraut. Solche Ansätze kommen sowohl aus der Mathematik als auch aus
den verschiedenen Zweigen der Systemwissenschaften. Die Studierenden
gewinnen Verständnis für das Verhalten komplexer Systeme und erwerben
ein Repertoire von strukturierten Lösungsansätzen.
iii.
Eigenverantwortlichkeit: Durch die modulare Gestaltung des Studiums
sind die Studierenden gefordert, das Studium gemäß ihren Interessen und
Fähigkeiten zusammenzustellen. Sie treffen von Anfang an
eigenverantwortlich Entscheidungen über den Verlauf ihres Studiums und
lernen ihre persönlichen Fähigkeiten und Interessen bewusst
einzuschätzen und auszubauen.
Nach dem jeweiligen Schwerpunkt
ist das Studium Umweltsystemwissenschaften mit den Fachschwerpunkten
Betriebswirtschaft und Volkswirtschaft ein sozial- und
wirtschaftswissenschaftliches Studium, das Studium
Umweltsystemwissenschaften mit den Fachschwerpunkten Chemie, Geographie
und Physik ein naturwissenschaftliches Studium.
Qualifikationsprofil
Umweltveränderungen von lokaler bis globaler Natur sind untrennbar mit
dem Handeln des Menschen verbunden. Die daraus entstehenden
Herausforderungen einer nachhaltigen Entwicklung im Sinne der
Verringerung von Gefährdungen und der Verbesserung von
Lebensbedingungen verlangen interdisziplinäre Ansätze.
Naturwissenschaftliche, technische, wirtschaftliche, gesellschaftliche,
rechtswissenschaftliche sowie philosophische und andere
geisteswissenschaftliche Aspekte müssen koordiniert betrachtet werden,
damit dem systemhaften, nichtlinearen und stark vernetzten Charakter
von Umweltsystemen
entsprochen werden kann.
Die Grundidee der
Studien Umweltsystemwissenschaften (USW) mit Fachschwerpunkt (als
Fachschwerpunkt sind derzeit Betriebswirtschaft, Chemie, Geographie,
Physik und Volkswirtschaft wählbar) an der Karl-Franzens-Universität
Graz ist es, neben einer fundierten fachspezifischen Ausbildung die
Grundlagen und das Denken weiterer Disziplinen zu erlernen und vor
allem Beziehungen zwischen diesen herzustellen. Es geht dabei nicht nur
um die Analyse der einzelnen Elemente eines Systems, sondern auch um
die Vernetzung dieser Elemente untereinander. Ein Verständnis für die
Dynamik, Komplexität und Wechselwirkungen der Umwelt, der Gesellschaft
und des Lebens soll erreicht
werden.
Absolventinnen und
Absolventen der Studien Umweltsystemwissenschaften finden ein
außerordentlich breites Feld beruflicher Möglichkeiten vor bzw.
definieren sich selbst neue. Vor allem wird der Tätigkeitsbereich durch
den gewählten Fachschwerpunkt bestimmt. Dieser ist im Studienplan
derart gestaltet, dass er die Einsatzbereiche des jeweiligen
Fachschwerpunktes vollständig erschließt. Darüber hinaus eignen sich
Absolventinnen und Absolventen der Studien Umweltsystemwissenschaften
wegen ihrer Grundkenntnisse in weiteren Disziplinen und ihres system-
und formalwissenschaftlichen Methodenrepertoires besonders für die
Mitarbeit in interdisziplinären Teams an der Nahtstelle zwischen
verschiedensten Fachbereichen, Teams, wie sie die Arbeit an
vielschichtigen, komplexen Problemen erfordert. Auf dem Arbeitsmarkt
wird dieser ausgeprägte „Überbau“ geschätzt und stark als
Zusatzkompetenz zur Fachschwerpunktausbildung nachgefragt.
Die
Gestaltungselemente der Studien tragen auch dem beobachteten
tiefgreifenden Wandel der Arbeitsformen Rechnung. Die langfristig
unternehmens-, zeit- und ortsgebundenen Arbeitnehmerinnen und
Arbeitnehmer des Industriezeitalters werden abgelöst von befristet und
problembezogen in Projekte eingebundenen "Arbeitsunternehmerinnen" und
„Arbeitsunternehmer“. In flach strukturierten und dezentralen Einheiten
übernehmen sie mit der Sachaufgabe zugleich einen wesentlichen Teil des
Managements ihres Arbeitsprojektes. Diese Arbeitsformen sind als
unternehmerische Tätigkeiten geprägt von Eigenverantwortung,
Risikofreude und Innovationsbereitschaft. Sie erfordern hervorragende
Kommunikations- und Sozialkompetenz, schnelles Einarbeiten in neue
Problemstellungen und systemisches Verständnis für die Komplexität
großer Projekte und Arbeitsgruppen. Sowohl der fächerübergreifende
Studieninhalt als auch die von Eigenverantwortung und Teamarbeit
geprägte Form der Studien Umweltsystemwissenschaften bereiten die
Absolventinnen und Absolventen auf diese Situation bestens vor.
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